Wahrnehmung von Alterskennzeichnungen
Titel:
Die Wahrnehmung von Alterskennzeichnungen bei Computerspielen und DVD-Filmen und ihre Auswirkung auf die Wahlentscheidung bei Kindern und Jugendlichen
ComDigMed-Vertreter: Jun.-Prof. Dr. Sven Jöckel
Weitere Partner: Dr. Daniela Schlütz und Christopher Blake, M.A. (beide HMTM Hannover)
Unterstützt durch: Fritz-Thyssen-Stiftung
Laufzeit: 03/2010 – 12/2010
Inhalt:
Das Forschungsprojekt setzt sich mit der Gesetzesänderung zum Jugendmedienschutz auseinander. Seit 01.12.2008 (für Filme) bzw. 01.06.2009 (für Computer- und Videospiele) ist die Größe von Alterskennzeichnungen auf audio-visuellen Medien gesetzlich geregelt. Im Forschungsprojekt wurde mittels einer experimentellen Studie bei N = 54 Eltern-Kind-Dyaden über Eye-Tracking untersucht, ob sich die Wahrnehmung von Alterskennzeichen bei Filmen und Computer- bzw. Videospielen durch die Gesetzesänderung verbessert hat. In anschließenden Gruppendiskussionen (N = 23) wurde eruiert, inwieweit Alterskennzeichen bei der gemeinsamen Wahlentscheidung für Medieninhalte bei Eltern und Kindern eine Rolle spielen. Ergebnisse des Projekts deuten darauf, dass a) die neuen, größeren Alterskennzeichen verstärkt wahrgenommen werden aber auch dass b) bei den untersuchten Jugendlichen (Jungen, 12 – 14 Jahre), die Attraktivität von nicht-altersgerechten Medieninhalten durch vergrößerte Alterskennzeichnungen steigt (sog. „forbidden fruit effect). Ebenso konnte ermittelt werden, dass Eltern zwar sehr stark auf Alterskennzeichen achten, aber oftmals nicht optimal über deren Bedeutung informiert sind.
Publikation:
In Vorbereitung

