Akkreditierung
Eine Akkreditierung ist eine alle fünf Jahre zu wiederholende Prüfung und Zertifizierung von Bachelor- und Master-Studiengängen. Eine sogenannte Akkreditierungsagentur bewertet die Studienprogramme einheitlich nach bestimmten Kriterien. So sollen die Qualität in Studium und Lehre erhöht, die Mobilität der Studierenden gesteigert, Studienabschlüsse international vergleichbar und Studiengänge transparent sowie die Orientierung für Studierende, Arbeitgeber und Hochschulen im Bologna-Prozess verbessert werden. Erfolgreiche Akkreditierungen werden durch ein Zertifikat ausgewiesen und von der Hochschule öffentlich gemacht.
Alumni
Die Absolventen einer Hochschule werden als Alumni (Singular: „Alumna / Alumnus“) bezeichnet.
Audimax
Das an Hochschulen gebräuchliche „Audimax“ ist die Kurzform für „Auditorium Maximum“, den größten Hörsaal, der Hochschule, vergleichbar mit der Aula an Schulen.
Bachelor (BA)
Der Bachelor ist ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss nach einer wissenschaftlichen Ausbildung. Neben dem Einstieg in das Berufsleben ermöglicht er auch die Aufnahme eines aufbauenden Master-Studiums.
BAföG
Als BAföG wird die staatliche finanzielle Studienförderung bezeichnet, die im Rahmen des „Bundesausbildungsförderungsgesetzes (BAföG)" gewährt wird. Das Gesetz regelt, wer Anspruch auf die Unterstützung hat, deren Gewährung und Höhe maßgeblich durch die Einkommenssituation der Eltern bestimmt wird. „Elternunabhängiges BAföG“ gibt es nur in Ausnahmefällen. Ansprechpartner für alle Informationen rund um Anspruch und Höhe des BAföG sowie Fristen bei der Antragstellung ist das für die Hochschule zuständige BAföG-Amt. Voraussetzung für die Abgabe des Antrags ist die Immatrikulation an der betreffenden Hochschule. Weitere Möglichkeiten zur Finanzierung des Studiums sind z.B. Stipendien, Studienkredite oder Nebenjobs.
Berufsakademie
An öffentlichen oder privaten Berufsakademien, (häufig ebenfalls als BA abgekürzt), wird im „dualen System“ studiert, d.h. die theoretische Ausbildung an der Akademie wird mit der praktischen Ausbildung in einem Unternehmen verknüpft.
Berufsqualifizierender Hochschulabschluss
Als berufsqualifizierenden Hochschulabschluss bezeichnet man einen akademischen Grad, der zur Bewerbung um einen Arbeitsplatz berechtigt, für den ggf. auch ein Hochschulstudium erforderlich ist. Der erste berufsqualifizierende Hochschulabschluss ist der Bachelor.
Bologna
Als „Bologna-Prozess“ wird die 1999 von 29 europäischen Staaten unterschriebene Studienreform bezeichnet. Ihre Ziele sind die Schaffung eines einheitlichen europäischen Hochschulraums und damit die Förderung von Mobilität, internationaler Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigungsfähigkeit. Dafür wurden u.a. Magister-, Diplom- und Staatsexamensstudiengänge durch das zweistufige Bachelor- und Master-System abgelöst und das Leistungspunkte-System „European Credit Transfer System“ (ECTS) eingeführt.
Credit Points (ECTS)
Das Europäische System zur Anrechnung von Studienleistungen – ECTS (European Credit Transfer and Accumulation System) – ermöglicht die einheitliche Bewertung von Studienleistungen im europäischen Raum. Maßgeblich ist der quantitative Arbeitsaufwand der Module, so dass gilt, je aufwendiger ein Modul, desto mehr Leistungspunkte werden vergeben. In die Bewertung fließt der gesamte Arbeitsaufwand von Lehrveranstaltungen über Nachbereitung, Selbststudium, Prüfungsvorbereitung bis hin zur Prüfung ein.
ct/st – Das akademische Viertel
Zeitangaben werden oft mit den lateinischen Zusätzen c.t. (cum tempore, übersetzt: „mit Zeit“) und s.t. (sine temore, übersetzt: „ohne Zeit“) gemacht. Veranstaltungen mit dem Zusatz „c.t.“ beginnen 15 Minuten nach der angegeben Zeit, umgangssprachlich auch als „Akademisches Viertel“ bezeichnet.
Dekan
Als Dekan wird der Leiter des Dekanats, also der „Geschäftsstelle“ einer Fakultät, bezeichnet.
Exmatrikulation
Die Exmatrikulation bezeichnet den Austritt aus der Hochschule, d.h. das Beenden oder Abbrechen des Studiums an einer Hochschule. Zwangsexmatrikuliert wird, wer Prüfungsleistungen nicht erbracht oder sich nicht fristgerecht zurückmeldet hat.
Fachhochschule (FH)
Die Fachhochschule ist eine Hochschulform, die Lehre und Forschung auf wissenschaftlicher Grundlage mit anwendungsorientiertem Schwerpunkt (z.B. in das Studium integrierte Praxissemester) betreibt. Ihr Studienangebot erstreckt sich über natur-, sozial-, wirtschafts- und rechtswissenschaftliche sowie technische und gestalterische Studiengänge. Das Studium an einer Fachhochschule wird in der Regel mit einem akademischen Grad abgeschlossen. Seit der Hochschulreform (Bologna-Prozess) bieten Fachhochschulen auch gestufte Bachelor- und Master-Abschlüsse in akkreditierten Studiengängen an.
Fakultät
Fakultäten sind Lehr- und Verwaltungseinheiten einer Hochschule, die verwandte Wissenschaften zusammenfassen. Zur Fakultät gehören Lehrende, Studierende sowie das nicht-wissenschaftliche Personal, geleitet wird sie vom Dekan.
Graduierung
Die Graduierung ist die Verleihung eines akademischen Grades nach erfolgreichem Studienabschluss, die in der Regel in einem feierlichen Rahmen, der sogenannten Graduierungsfeier, stattfindet.
Grundständiges Studium
Mit dem Erwerb der Hochschulreife kann ein grundständiges, also ein grundlegendes Studium aufgenommen werden, das zu einem ersten berufsqualifizierenden Abschluss (Bachelor, grundständiger Magister, Diplom oder Staatsexamen) führt. Eine Berufsausbildung oder ein abgeschlossenes Studium werden dabei nicht vorausgesetzt.
Hochschulreife
Die Allgemeine Hochschulreife bezeichnet den Nachweis der Befähigung für ein Hochschulstudium nach Ablegung einer Reifeprüfung (Abitur). Mit dem Abitur wird in Deutschland die Zugangsberechtigung für ein Studium an einer Universität oder sonstigen Hochschule erworben. Mit dem „Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife”, dem so genannten Vollabitur, wird die uneingeschränkte Studienbefähigung nachgewiesen. Im Unterschied dazu beschränkt das so genannte fachgebundene Abitur, ein „Zeugnis der fachgebundenen Hochschulreife”, den Hochschulzugang auf bestimmte – meist fachgebundene – Studiengänge an Universitäten. Mit einem Zeugnis der Fachhochschulreife, umgangssprachlich auch Fachabitur genannt, wird die Befähigung für ein Fachhochschulstudium nachgewiesen. Das Abitur bzw. der Hochschulzugang ist inzwischen über verschiedene Schul- und Studienformen erreichbar.
Immatrikulation
Die Immatrikulation – die Einschreibung – ist ein Verwaltungsakt, durch den eine Person zum Studierenden und damit zum Mitglied einer Hochschule wird.
Kanzler
Der Kanzler einer deutschen Hochschule ist der Leiter der Verwaltung und Mitglied des Rektorats bzw. Präsidiums. Er ist Dienstvorgesetzter des nichtwissenschaftlichen bzw. nichtkünstlerischen Personals und zuständig für den Haushalt, die Liegenschaften sowie für Rechts- und sonstige Verwaltungsaufgaben.
Konsekutive Studiengänge
Studiengänge, die sich inhaltlich aufeinander beziehen, werden als konsekutiv bezeichnet. Dies gilt zum Beispiel für einen auf dem Bachelor-Studiengang aufbauenden Master-Studiengang.
Krankenkasse
Voraussetzung für die Immatrikulation ist eine nachzuweisende Kranken- und Pflegeversicherung oder alternativ die Befreiung von der Versicherungspflicht. Studienanfänger bis zu einem Alter von 25 Jahren sind meist über die Eltern familienversichert. Für Studierende, die z.B. wegen eines Nebeneinkommens von mehr als 400 Euro monatlich nicht familienversichert werden können, bieten die Krankenkassen günstigere Studenten-Tarife an.
Magister
Der Magister (weiblich „Magistra“) ist wie auch der Master ein akademischer Grad, der mit Lehrer, Vorsteher oder Meister übersetzt werden kann. Wie das Diplom ist der grundständige Magister ein Abschluss im traditionellen einstufigen Studiensystem und berechtigt zur Aufnahme eines Master-Studiums.
Master (MA)
Anders als der grundständige Magister ist der Master ein akademischer Grad, den Hochschulabsolventen als Abschluss einer zweiten wissenschaftlichen Ausbildung erlangen. Das Master-Studium dauert zwei bis vier Semester (ein- bis zweijähriges Vollzeitstudium oder längeres berufsbegleitendes Studium) und ergänzt ein grundständiges Studium. Studienvoraussetzung ist ein Bachelor-Abschluss oder ein Abschluss in einem traditionellen, einstufigen akademischen Studiengang (Magister, Diplom). Ein Master-Studiengang dient der wissenschaftlichen Vertiefung des vorherigen Studiums oder der Erschließung neuer Wissensgebiete.
Matrikelnummer
Die Matrikelnummer ist eine spezifische Kennung an Hochschulen, die eine Person in einem Personenverzeichnis (Matrikel) eindeutig identifiziert. (Zum Beispiel werden Prüfungsergebnisse aus Datenschutzgründen nur mit Matrikelnummer veröffentlicht.)
Mensa
Verkürzt aus „mensa academica“ (lat.: Universitätsmittagstisch) ist die Mensa die Kantine der Hochschule.
Numerus Clausus (NC) – Zulassungsbeschränkung
Unter Numerus clausus (abgekürzt NC, synonym für Zulassungsbeschränkung) versteht man Einschränkungen der Zulassung an Schulen oder Hochschulen. Der Ausdruck kommt von lateinisch numerus für „Zahl, Anzahl“ und clausus für „geschlossen“, und bedeutet „beschränkte Anzahl“. Heute wird der Begriff meist für die kapazitätsbezogene Begrenzung der Zulassung in bestimmten Studienfächern beim Zugang zu einem Hochschulstudium verwendet. Fälschlicherweise wird der Ausdruck manchmal mit dem [numerischen] Zulassungskriterium gleichgesetzt (Notendurchschnitt, Testwerte u. a.), nach dem die Zulassung erfolgt. Nicht unter den Begriff fallen aber Eignungsfeststellungen, wie sie beispielsweise für Sportschulen/-studien oder den Beleg einer künstlerischen Begabung selbstverständlich sind.
Praxissemester
Das Praxissemester ist oft – in Fachhochschulen sogar in der Regel – fester Bestandteil des Studiums und gibt erste Einblicke in entsprechende Praxisfelder. In diesem Zeitraum sollen die Studierenden fachbezogen im Unternehmen oder der Schule mitwirken sowie eigene Aufgaben und Verantwortung übernehmen. Praxissemester können auch im Ausland absolviert werden.
Ranking
Rankings bewerten die Qualität von Forschung und Lehre an Hochschulen anhand verschiedener Kriterien. Ein bekanntes Ranking ist das jährlich im ZEIT-Studienführer veröffentlichte CHE-Hochschulranking.
Rechenzentrum
Das Rechenzentrum ist eine zentrale Einrichtung der Hochschule, die als Dienstleister unter anderem für die Pflege des hochschulinternen IT-Netzwerkes zuständig ist. Zu den Aufgaben des Rechenzentrums gehören z.B. auch die Bereitstellung der zentralen Server, die Beschaffung von Hardware und Software sowie die Unterstützung der Hochschulangehörigen bei IT-Problemen.
Regelstudienzeit
Als Regelstudienzeit wird die Anzahl der Semester bezeichnet, die für das Absolvieren eines Studiums geplant sind. Beispielsweise richtet sich die Förderungshöchstdauer des BAföG nach der Regelstudienzeit.
Rektor / Präsident
An den meisten deutschen Hochschulen ist der Rektor das gewählte akademische Oberhaupt. Ein Rektor kann Professor sein, wird allerdings für die Zeit seiner Tätigkeit von der üblichen Tätigkeit freigestellt. Er kümmert sich um repräsentative Aufgaben sowie die Ausrichtung der Lehre und Forschung. Jüngere Hochschulverfassungen verwenden auch die Bezeichnung Präsident. Die Hochschulverfassung legt die Entscheidungsbefugnisse von Rektoren oder Präsidenten fest. Präsidenten verfügen in der Regel über mehr Entscheidungsbefugnisse als Rektoren, die traditionell von Entscheidungen des akademischen Senats der Hochschule abhängig sind.
Rückmeldung
Die fristgerechte Überweisung des Semesterbeitrags gilt als Rückmeldung für das kommende Semester. Das Versäumen führt zunächst zu Säumnisgebühren und anschließend zur Exmatrikulation.
Semester
Ein Semester ist ein Studienhalbjahr, das die Vorlesungszeit und die vorlesungsfreie Zeit umfasst. Die sogenannten Semesterferien, also die vorlesungsfreie Zeit, wird neben der Erholung auch für Prüfungen, Praktika und Hausarbeiten genutzt.
Semesterbeitrag
Der Semesterbeitrag umfasst in der Regel Beiträge für das Studentenwerk, die Studierendenvertretung (z.B. StuRa) und ggf. wie auch in Erfurt, für das Semesterticket. Er wird an jeder Hochschule erhoben, ist jedoch nicht gleichzusetzen mit einer Studiengebühr.
Semesterticket
Das Semesterticket ist eine vergünstigte Fahrkarte für den Öffentlichen Personennahverkehr, die für die Dauer eines Semesters gültig ist. Die Reichweite des Tickets und die Verkehrsmittel sind von Hochschule zu Hochschule verschieden.
In Erfurt sind die Gebühren für das Semesterticket, das für Zugfahrten im Regionalverkehr in Thüringen (Deutsche Bahn) sowie den Öffentlichen Personennahverkehr der Erfurter Verkehrsbetriebe (EVAG) gilt, bereits im Semesterbeitrag enthalten.
Seminar / Blockseminar
Das Seminar ist eine Lehrveranstaltung, in der vertiefendende Inhalte zu einem bestimmten Themengebiet erarbeitet werden. Im Unterschied zur Vorlesung wird der Lehrstoff von den Studierenden unter Anleitung der Dozenten selbstständig erarbeitet und anschließend z.B. in Form von Referaten präsentiert.
Ein Blockseminar bezeichnet ein Seminar, das in einem Block, z.B. an einem Wochenende, abgehalten wird.
Studentenwerk
Das Studentenwerk ist ein zentraler Dienstleister für verschiedene studentische Belange wie z.B. Studienfinanzierung und Wohnen. Der Betrieb der Mensa sowie die soziale Beratung Studierender gehören ebenfalls zu den Service-Angeboten. Dachverband der rund 60 Studentenwerke in Deutschland ist das Deutsche Studentenwerk (DSW).
Studium Fundamentale / Berufsfeld
Das Studium Fundamentale (StuFu) und das Berufsfeld bilden neben der Haupt- und Nebenstudienrichtung die dritte Säule des Bachelor-Studiums an der Universität Erfurt und sind für die Studierenden verbindlich. Die inhaltliche Öffnung des Studiums hin zur Praxis und die Vermittlung von Schlüsselkompetenzen stehen dabei im Mittelpunkt.
Das „StuFu“ ist nicht mit dem „Studium Generale“ zu verwechseln, das an vielen Universitäten ein fakultatives, öffentliches Lehrangebot oder eine Fachrichtungen übergreifende Orientierungsphase bezeichnet.
Studierendenrat (StuRa)
Der Studierendenrat ist die zentrale Studierendenvertretung einer Hochschule. An manchen Hochschulen wird er als Allgemeiner Studierendenausschuss (AStA) bezeichnet.
Übung
Eine Übung findet zusätzlich zu einer Vorlesung statt und dient dazu, die in der Vorlesung angesprochenen Inhalte zu vertiefen.
Universität
Universitäten (verkürzt vom lateinischen universitas magistrorum et scholarium, „Gemeinschaft der Lehrenden und Lernenden“) sind Hochschulen mit Promotionsrecht, die der Pflege und Entwicklung der Wissenschaften durch Forschung, Lehre und Studium dienen, ein möglichst umfassendes Fächerspektrum (Universalität) bieten und ihren Studierenden wissenschaftsbezogene Berufsqualifikationen vermitteln sollen. Im Vergleich zu Fachhochschulen oder Berufsakademien wird der Forschung hier ein deutlich höherer Stellenwert beigemessen. Manche Studiengänge, wie Medizin oder Rechtswissenschaften, werden nur an Universitäten angeboten.
Universitätssportverein (USV)
Der Universitätssportverein Erfurt e.V. richtet sich mit seinem Sportangebot überwiegend an Angehörige der Erfurter Hochschulen. Er ist mit mehr als 1.000 Mitgliedern einer der größten Erfurter Vereine und mit 16 Abteilungen wohl derjenige mit der größten Vielfalt.
Vorlesung
Die Vorlesung ist eine Lehrveranstaltung, die in der Regel von einem Professor bzw. Dozenten frontal gehalten wird.
Wartesemester
Ein Anspruch auf Zulassung in einem NC-Studiengang kann auch über die Anerkennung von Wartesemestern erworben werden. Dabei werden die Halbjahre gezählt, die seit dem Erwerb der Studienberechtigung (Hochschulreife) vergangen sind. Nicht gezählt werden Semester, die der Bewerber an einer deutschen Hochschule eingeschrieben war.
WIESEL – Der Hochschulladen
Als Kooperationsprojekt von Universität und Fachhochschule Erfurt, des Studentenzentrums Engelsburg und des Studentenwerks Thüringen ist der Hochschulladen „WIESEL | Alles rund ums Studium" Anlauf- und Servicepunkt bei allen Themen rund ums Studium. Außerdem können dort z.B. die Merchandise-Produkte der Hochschulen erworben und BAföG- und Wohnheimanträge abgeholt sowie wieder abgegeben werden.



