University of Erfurt

International

Anne-Sofie (20) aus Dänemark - ISK 2008

Anne-Sofie im Ega-Park Erfurt

„Der Duft des Abenteuers.“ So bezeichnete ein Journalist das Erleben der Sommerkursteilnehmer – und das mit Recht. Nach drei Wochen, die viel zu schnell vorbei waren, hatte man Freunde aus über 20 Ländern gewonnen und reichlich Kultur-, Literatur- und Spracherfahrungen gesammelt, wie das eigentlich in so kurzer Zeit gar nicht möglich sein kann – aber das ist im Erfurter Sommerkurs machbar!

Für dieses Abenteuer bietet Erfurt den schönsten Rahmen. Die Landeshauptstadt von Thüringen ist nicht zu groß und nicht zu klein – für Ausländer einfach perfekt. Und ihre Einwohner habe ich als gastfreundlich und entgegenkommend erlebt. Erfurt hat eine saubere und idyllischen Altstadt mit zahlreichen Kirchen, der berühmten Krämerbrücke und einen Fluss mittendrin. Das alles wirkt auf mich ein wenig wie ein Paradies.

Im Erfurter Sommerkurs fehlte nichts. Der Unterricht, die Exkursionen und Freizeitaktivitäten bildeten zusammen ein optimales Programm. Den Unterricht fand ich fachlich sehr interessant und bereichernd. Die Einteilung in fünf kleine Sprachgruppen erlaubte Intensität und schaffte ein besonderes Band in den Gruppen. Unsere routinierten Lehrer wussten genau, wo in unserer Sprachgruppe die grammatischen Schwächen lagen; wir selber konnten auch den Unterricht beeinflussen.

Mir hat besonders das entspannte Verhältnis zwischen Teilnehmern und Lehrern gefallen: wir sind jeden Tag zusammen in die Mensa essen gegangen, haben ein extrem humorvolles Theaterstück gesehen und sind nach Weimar, Eisenach, Jena und anderen Städten gefahren – eigentlich waren wir wie eine große Familie. Zu dieser Familie gehörten auch die kompetenten und sympathischen Betreuerstudenten, die fast jeden Abend etwas für uns geplant hatten oder schnell etwas organisierten: Karaoke, Filmabend, unzählige Besuche in Biergärten … Der Enthusiasmus und die Kompetenz des ganzen Erfurter Organisationsteams ist äußerst lobenswert.

Seit meinem Aufenthalt in Erfurt fällt mir die mündliche Kommunikation deutlich leichter und dies hilft mir jetzt täglich bei meinem Germanistikstudium.

„Reisen ist leben“ hat der dänische Dichter Hans Christian Andersen gesagt. Thüringen hat in diesem Sommer einen so guten Eindruck auf mich gemacht, dass ich in den Herbstferien zu Besuch zurückgekehrt bin und mich nun um ein Auslandstipendium beworben habe, damit ich beim nächsten Besuch hoffentlich länger bleiben kann.

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