Universität Erfurt

Willkommen auf den Seiten der Forschungsstelle für Kirchliche Zeitgeschichte Erfurt (FKZE)

Willkommen auf den Seiten der Forschungsstelle für Kirchliche Zeitgeschichte Erfurt (FKZE)

am Lehrstuhl für Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit der Universität Erfurt

 

 

Kirchliche Zeitgeschichte ist eine relativ junge Zweigdisziplin der Kirchen- und Konfessionsgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Sie untersucht das Wechselverhältnis von Glaube, Kirche und Theologie zu Staat, Gesellschaft und Kultur dieser Epoche.

Am Lehrstuhl für Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit der Universität Erfurt liegt ein Schwerpunkt auf der sogenannten zeitgeschichtlichen Katholizismusforschung, näherhin auf der Erforschung der katholischen Kirche in der SBZ/DDR.

Die von den katholischen Bischöfen der Neuen Länder gewünschte, geförderte und erfolgreich arbeitende Forschungsstelle ist als Drittmittelprojekt Teil des Lehrstuhls für Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit der Universität Erfurt.

Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Erfurt (Hg.): Theologie der Gegenwart, Themenheft "Aufbruch und Wandel", 53. Jahrgang 2010, Heft 4.

Mit Beiträgen von Prof. Dr. Josef Pilvousek (Editorial des Heftes), Prof. Dr. Andreas Rödder ("Wertewandel im geteilten und vereinten Deutschland"), Sebastian Holzbrecher ("Katholische Kirche in den Neuen Ländern 1990-1995. Anmerkungen zu einem kirchlichen Wandlungsprozess") und Dr. Siegfried Hübner ("Das theologische Jahrbuch des St.-Benno-Verlages").

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Ropers, Cornelia: Katholische Krankenpflegeausbildung in der SBZ/DDR und im Transformationsprozess (Studien zur Kirchlichen Zeitgeschichte. Studies in Contemporary Church History Bd. 4), Münster 2010.

Die konfessionelle Krankenpflegeausbildung war die einzige christliche Berufsausbildung mit staatlicher Anerkennung in der DDR. Ab 1973 führte der DCV/Zst. Berlin Verhandlungen mit dem Ministerium für Gesundheitswesen, um ein Fortbestehen der katholischen Krankenpflegeschulen trotz Fachschulstudium zu sichern. Die Ausbildungsvereinbarung 1975, als einzige Vereinbarung zwischen katholischer Kirche und sozialistischem Staat, ist ein Indiz für den hohen Stellenwert, den beide Seiten dieser Ausbildung beimaßen.

Link zum Volltext der Dissertation (2,6 MB im pdf-Format)

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März, Christian: Otto Spülbeck. Ein Leben für die Diaspora, Leipzig 2010.

Otto Spülbeck traf als junger Theologe in Innsbruck eine Lebensentscheidung: Sein Weg als Priester sollte ihn in die Diaspora führen. Der Rheinländer aus Aachen wollte ganz bewusst dort dem Wort Gottes Gehör verschaffen, wo es nur unter schwierigen Bedingungen zur Geltung kommen konnte. All seine Anliegen, wie die Bemühungen um die Erneuerung der Liturgie und der Versuch der Umsetzung der Beschlüsse des Zweiten Vatikanischen Konzils als Bischof des Bistums Meißen, waren von einem leitenden Ziel bestimmt: eine am Menschen orientierte Seelsorge in der Diaspora.

Link zur Leseprobe

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Torsten W. Müller: Neue Heimat Eichsfeld? Flüchtlinge und Vertriebene in der katholischen Ankunftsgesellschaft, Duderstadt 2010.

Im Mittelpunkt dieses Buches stehen die konfessionellen und gesellschaftlich-politischen Lebensbereiche der Ankunftsgesellschaft im Eichsfeld, dem größten geschlossen katholischen Gebiet der DDR, nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges: die Bereitschaft der Einheimischen, Flüchtlinge aufzunehmen, und die Möglichkeiten der Vertriebenen, sich in der „neuen Heimat Eichsfeld" integrieren zu lassen.

Link zur Libreka-Leseprobe

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Laske, Daniel; Cwiertnia, Beate: Kirchliche Ausbildungsstätten im heutigen Bistum Görlitz (Arbeiten zur schlesischen Kirchengeschichte, 19), Münster 2009.

Der Band vereint zwei Untersuchungen, die am Lehrstuhl für Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit bei Professor Dr. Josef Pilvousek angefertigt wurden:

- Laske, Daniel: Das Priesterseminar Bernardinum in Neuzelle (1947-1993).

- Cwiertnia, Beate: Das Katechetenseminar in Görlitz (1952-1968) und das Katechetinnenseminar in Cottbus-Görlitz (1962-1968).

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Pilvousek, Josef; Preuß, Elisabeth (Hgg.): Aufnahme – Integration – Beheimatung. Flüchtlinge, Vertriebene und die „Ankunftsgesellschaft“ (Studien zur Kirchlichen Zeitgeschichte 3), Münster 2009. IBSN: 978-3-643-10264-5

Das Thema Flüchtlinge, Vertriebene und die „Ankunftsgesellschaft“ war Gegenstand einer Tagung, die am 7. und 8. November 2008 in den Räumen der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Erfurt stattfand und von der Forschungsstelle für Kirchliche Zeitgeschichte am Lehrstuhl für Kirchengeschichte des Mittelalters und Neuzeit verantwortet wurde. In Zusammenarbeit mit der Professur für Geschichte Ostmitteleuropas und deren Inhaberin Frau Professorin Dr. Claudia Kraft wurde das Kolloquium inhaltlich konzipiert. Ziel war es u.a., auf die unterschiedlichen territorialen, konfessionellen und gesellschaftlich-politischen Lebensbereiche der Ankunftsgesellschaften und deren Bewohner nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges einzugehen und auf den Willen, die Vertriebenen aufzunehmen, aber auch auf die Bereitschaft und die Möglichkeiten der Vertriebenen, sich in der „neuen Heimat“ integrieren zu lassen. Die Nachbarländer Polen und Tschechien mit ihren je eigenen Problemlagen und ihren spezifischen Antworten wurden komparativ einbezogen. Von Bedeutung war es auch – da es sich um so genannte sozialistische Länder handelt – die politischen und sozialen Implikationen zu beachten, die das Thema Flucht und Vertreibung zusätzlich ideologisch besetzen. Im Mittelpunkt des Kolloquiums standen die Kirchen und ihre Rolle bei der Aufnahme der Vertriebenen. Der Band dokumentiert die gehaltenen Vorträge.

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Pilvousek, Josef; Preuß, Elisabeth (Hgg.): Hugo Aufderbeck 1909-1981, Heiligenstadt Cordier Verlag 2009. ISBN: 978-3-939848-19-6

Am 23. März 2009 wäre Bischof Hugo Aufderbeck 100 Jahre alt geworden. Die Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Erfurt, die Erfurter Bistumsakademie „Katholisches Forum im Land Thüringen“ und die Katholische Akademie des Bistums Magdeburg würdigten diese herausragende Gestalt der Kirchengeschichte in der DDR mit einem Symposium vom 27. bis 29. März 2009 in Erfurt.
Hugo Aufderbeck, 1936 in Paderborn zum Priester geweiht, ist eng mit der mitteldeutschen Diaspora verbunden. Von 1938 bis 1948 war er Vikar in Halle (Saale), danach bis 1962 Seelsorgeamtsleiter in Magdeburg und schließlich wurde er in Erfurt Weihbischof und später Apostolischer Administrator von Erfurt-Meiningen. Aufderbeck gilt als ein Vordenker der Pastoral in der früheren DDR und engagierter Bischof, der sich in diesem Amt in der DDR-Öffentlichkeit positionierte.
Der jüngst im Cordier-Verlag erschienene Band dokumentiert die Referate dieses Symposiums. Mit der Erinnerung an ihn verbindet sich die Herausforderung, so wie er die „Zeichen der Zeit“ wahrzunehmen und nach pastoralen Antworten zu suchen.

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Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Erfurt (Hg.): Theologie der Gegenwart, Themenheft "Kirche nach 1989", 52. Jahrgang 2009, Heft 2.

Mit Beiträgen von Prof. Dr. Bernhard Vogel ("Das Verhältnis von Kirchen und Staat nach der friedlichen Revolution in Thüringen"), Prof. Dr. Josef Pilvousek ("Bischofskonferenz, Bischöfe und die friedliche Revolution von 1989"), Elisabeth Preuß ("Öffnung zur Welt? Das Arbeitspapier 'Zur Frage des Weltdienstes des Christen in unserer Situation' und die Reaktion der Bischöfe der katholischen Kirche in der DDR") und Philipp Förter ("Das Ende der Berliner Bischofskonferenz").

Link zum aktuellen Heft

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Thorak, Thomas: Wilhelm Weskamm. Diasporaseelsorger in der SBZ/DDR (Erfurter Theologische Studien Bd.96), Würzburg 2009.

Der Berliner Bischof Wilhelm Weskamm (1951-1956) spielte bisher bei der Aufarbeitung der Geschichte der katholischen Kirche in der DDR kaum eine Rolle. Sein Vorgänger (Kardinal Preysing) und sein Nachfolger (Kardinal Döpfner) waren und sind in der Bundesrepublik dagegen bekannt. Für die katholische Kirche in der DDR ist er jedoch von enormer Bedeutung, da er Lebensgrundlagen für diese Diasporakirche auf unterschiedlichen Ebenen schuf. Die Öffnung der Archive nach 1989 ermöglicht es nun, adäquate Antworten auf Fragen nach Leben und Werk dieses bedeutenden Bischofs zu geben.

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Torsten Müller, letzte Änderung: 13.12.2010

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