Universität Erfurt

Willkommen auf den Seiten der Forschungsstelle für Kirchliche Zeitgeschichte Erfurt (FKZE)

Von Flüchtlingen, Bischöfen und der Stasi: die Projekte der FKZE

Bezog sich die Tätigkeit der Forschungsstelle in den Anfangsjahren auf den Aufbau des Seminars, seiner Bibliothek und seiner Quellensammlungen, die katalogisiert werden mussten, so erwuchs ein weiterer Schwerpunkt aus dem Auftrag, Dokumentenbände zur Erschließung von Quellen aus den Ordinariaten und Bischöflichen Ämtern zu publizieren. Diverse andere Projekte wie die Mitarbeit in der Enquete Kommission „Aufarbeitung von Geschichte und Folgen der SED-Diktatur in Deutschland“, ein Beitrag für eine Thüringische Landeskunde oder eine französische Geschichte der „Wende“ in Erfurt wurden parallel dazu verfasst. Mit dem internationalen Forschungsprojekt „Religion und Kirchen in Ost (Mittel) Europa“ unter Leitung von Professor Paul Zulehner, Wien, wurde kooperiert und der Sammelband „Aufbruch – Deutschland Ost“ erstellt. Weitere Publikationen zur Geschichte der katholischen Kirche in der DDR folgten.

Die Beschäftigung mit den Akten des Ministeriums für Staatssicherheit und anderer staatlicher Organisationen in der ehemaligen DDR gehört zu den andauernden Aufgaben.

Zum 100. Geburtstag des früheren Erfurter Bischofs Hugo Aufderbeck veranstaltete die FKZE vom 17. bis 29. März 2009 eine Fachtagung.
Aus Anlass des gesellschaftlichen und politischen Umbruchs von 1989 führte die FKZE in Kooperation mit der Kommission für Zeitgeschichte und dem Katholischen Forum im Land Thüringen vom 23.-25. Oktober 2009 eine Tagung in Erfurt durch.

 

Aktuelles Forschungsprojekt: Flüchtlinge

Derzeit wird die Problematik „Katholische Flüchtlinge in der SBZ/DDR“ bearbeitet. Die einzelnen Jurisdiktionsbezirke der SBZ/DDR werden auf die enorme quantitative Zunahme der Katholiken und die Veränderungen in den Strukturen und der Seelsorge hin untersucht. Dabei sind drei Bereiche im Blick der Forschung:

    * Aufnahme der katholischen Flüchtlinge in die vor Ort vorhandene Diasporaseelsorge

    * Entwicklung neuer Strukturen für die mehr als verdoppelte Zahl der Gläubigen 

    * Beheimatung von und Gemeindebildung durch die Hinzugekommenen

In diesem Zusammenhang führte die FKZE im November 2008 eine wissenschaftliche Fachtagung unter dem Titel „Aufnahme – Integration – Beheimatung. Flüchtlinge, Vertriebene und die ‚Ankunftsgesellschaft’“ durch. In Zusammenarbeit mit der Professur für Geschichte Ostmitteleuropas und deren Inhaberin Frau Professorin Dr. Claudia Kraft wurde das Kolloquium inhaltlich konzipiert. Ziel war es u.a., auf die unterschiedlichen territorialen, konfessionellen und gesellschaftlich-politischen Lebensbereiche der Ankunftsgesellschaften und deren Bewohner nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges einzugehen und auf den Willen, die Vertriebenen aufzunehmen, aber auch auf die Bereitschaft und die Möglichkeiten der Vertriebenen, sich in der „neuen Heimat“ integrieren zu lassen. Im Mittelpunkt des Kolloquiums standen die Kirchen und ihre Rolle bei der Aufnahme der Vertriebenen.

Eröffnungsvortrag von Karl Kardinal Lehmann am 23.10.2009

Vortrag von Kardinal Lehmann (Mainz) anlässlich der Tagung der Kommission für Zeitgeschichte in Erfurt: "Katholische Kirche im geeinten Deutschland - Bemerkungen zum Vereinigungsprozess".(pdf.)

Torsten Müller, letzte Änderung: 12.04.2010

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