University of Erfurt

Forschungszentrum Gotha der Universität Erfurt

Graduiertenkolleg: Untergrundforschung 1600-1800

Über das Graduiertenkolleg

Religion und Aufklärung - Heterodoxie, Dissidenz und Subversion 1600-1800

Als 'Untergrund' (hier vornehmlich in den deutschen Territorien betrachtet)  kann man jenen gesellschaftlichen Bereich verstehen, in dem verheimlicht wird: religiöse Identitäten, kritische Ansichten, wahre Absichten; im engeren Sinne stellt der Untergrund eine eigene Halbwelt dar, mit eigenen Kommunikationsstrukturen und eigenen Gruppenzugehörigkeiten.

Das Kolleg führt Projekte zusammen, die jeweils spezifische Untersuchungen über heterodoxe Gestalten, Gruppen und Ideen im Spannungsfeld von Religion und Aufklärung vornehmen. Es betreibt "Untergrundforschung", indem es sein Augenmerk auf Fragen lenkt wie folgende: Gab es im Untergrund (oder den Untergründen?) personelle und thematische Überschneidungen? Hatten antiklerikale Separatisten, Freidenker, Kriminelle, Diplomaten, Spione, Charlatane Gemeinsamkeiten? Haben etwa Freidenker von Separatisten-Netzwerken profitiert? Haben Charlatane ähnliche Strategien verfolgt und ähnliche kryptische Erkennungszeichen verwendet? Haben Geheimgesellschaften ähnliche soziale und rituelle Muster entwickelt wie religiöse Sekten oder wie Banden? Hat die Notwendigkeit zu heimlicher Publikation und zu Dissimulation ähnliche psychologische und soziale Wirkungen hervorgerufen? Lässt sich eine Art Kartographie des Untergrundes entwickeln?

Diese Fragestellungen sollen vor allem in vier Themenbereichen genauer untersucht werden:

(1) Im Zusammenhang von Radikalpietismus und Radikalaufklärung.

(2) Der Wahrnehmung anderer Religionen.

(3) Der Untergrundkommunikation.

(4) Der Jüdischen Aufklärung.

Personen und Projekte

Michael Multhammer

Rettungen. Motive und Gattung im Werk Lessings

Laufzeit: 2009 - 2012

Kontakt: michael.multhammer(at)germanistik.uni-muenchen.de

Dr. Anne-Simone Rous

Dr. Olaf Simons

Riccarda Suitner, M. A.

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