Universität Erfurt

Forschungszentrum Gotha für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien

Mohamed Oucharah M. A.

Projektbeschreibung

Kurzbeschreibung:

"Die Gelehrtennetzwerke des Ibn a-ayyib al-Fāsī aus dem 18. Jahrhundert"

Der marokkanische Gelehrte Ibn aṭ-Ṭayyib al-Fāsī (1698-1756 n.Chr.) war ein bekannter Sprachgelehrter und Literat seiner Epoche, der sich darüber hinaus, wie es zu seiner Zeit üblich war, einem breiten religiösem und juristischem Wissensspektrum widmete. Auf Grund einer ersten Pilgerreise nach Mekka in den Jahren 1727-28 n.Chr. sowie seiner späteren Übersiedlung auf die Arabische Halbinsel und weiterer Reisen innerhalb der arabisch-islamischen Welt gelang es ihm, ein umfassendes Gelehrtennetzwerk aufzubauen und zu unterhalten. Ibn aṭ-Ṭayyib al-Fāsīs wissenschaftliche Kontakte und der Kreis seiner Schüler reichten von Indien und Zentralasien bis nach Marokko und Westafrika. Daher erscheinen seine Person und die mit ihm verbundenen wissenschaftlichen Netzwerke der ideale Forschungsgegenstand zu sein, um die Weitläufigkeit und inhaltliche Vielfalt der islamische Gelehrtennetzwerke des 18. Jahrhunderts zu erfassen.

Anhand der von ihm erhaltenen Handschriften sowie ergänzender biographischer Literatur soll das von Ibn aṭ-Ṭayyib al-Fāsī betriebene wissenschaftliche „Networking“, das typisch für die damalige islamische Gelehrsamkeit war, aufgezeigt und analysiert werden. Ziel des Projektes ist es somit, einen Beitrag zur Verdeutlichung der Bedeutung der Vernetzung der wissenschaftlichen Elite der islamischen Welt des 18. Jahrhunderts zu leisten. Es soll erklärt werden, wie und in welchem Ausmaß solche Netzwerke in einer Welt ohne moderne Kommunikationsmittel aufgebaut und gepflegt wurden und wie sie die Wissenschaftsentwicklung der damaligen Zeit prägten.

Laufzeit: Seit 01.02.2010

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