University of Erfurt

Forschungszentrum Gotha der Universität Erfurt

Profil

Zentrales Anliegen des Forschungszentrums ist die frühneuzeitliche Geistesgeschichte. Im Sinne einer disziplinübergreifenden Wissenschaftsgeschichte der Geisteswissenschaften werden Schwerpunkte auf oft vernachlässigte Gebiete der frühneuzeitlichen Gelehrsamkeit gelegt, die aber im 16., 17. und frühen 18. Jahrhundert von hoher Bedeutung und hohem Prestige waren und sich wechselseitig befruchtet haben (wie etwa antiquarische Arbeiten, philologische Studien zum Arabischen, Hebräischen, Syrischen, Studien zur antiken Religion, zu Numismatik, zu Theologie und Geschichte). Diese Themen werden im Forschungszentrum aufgrund von Quellenstudien, aber auch mit modernen kulturwissenschaftlichen Methoden wie Netzwerkforschung, Buch- und Lesegeschichte, "science studies" und historischer Anthropologie (zum gelehrten Habitus, symbolischer Kommunikation) bearbeitet.

In seiner Rede zur Eröffnung des Zentrums hat Prof. Dr. Martin Mulsow das Programm desselben zusammengefasst. Sehen Sie hier einen Beitrag des Hochschulfernsehens UNIcut zur Eröffnung des Pagenhauses am 9. Oktober 2008.

Ein Graduiertenkolleg zu "Untergrundforschung: Heterodoxie, Dissidenz und Subversion 1600-1800" als Teil der Graduiertenschule "Religion in Modernisierungsprozessen" der Universität Erfurt beschäftigt sich mit clandestiner Literatur und den Kommunikationsstrukturen des "Untergrundes".

Ein weiterer Schwerpunkt des Zentrums liegt auf der Erforschung der frühneuzeitlichen Hofkultur, vor allem in Mitteldeutschland, dem Hof als Kommunikationsraum und Wissenskultur, sowie der Rolle der Konfession (inbesondere des Protestantismus) bei der Repräsentation der Dynastie.

Satzung des Forschungszentrums

Navigation

Toolbox

User menu and language choice