Universität Erfurt

Kulturelle ZeitRäume

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DFG-Forschungsprojekt: „KULTURELLE ZEITRÄUME EINER ATLANTISCHEN METROPOLE: SÃO PAULO 1867-1930“

Estação da Luz, São Paulo.

In der atlantischen Welt entwickelten sich Metropolen in den Jahrzehnten um 1900 zu Brennpunkten veränderter Zeit- und Raumerfahrungen sowie -konzeptionen. Technologische und mediale Innovationen verkürzten Distanzerfahrungen und beschleunigten die Lebensrhythmen auf vielfältige Weise. Vormals als „gegeben“ wahrgenommene Räume und Zeiten schienen machbar zu werden und damit keine orientierende Kontinuitätserfahrung mehr leisten zu können. Raum und Zeit mussten neu konzipiert werden, bspw. setzten sich von Metropolen ausgehend evolutive, zukunftsorientierte Zeitmodelle gegen agrarisch-zyklische durch.

Diesen Aspekten soll aus einer mentalitätsgeschichtlich-akteursorientierten sowie atlantischen Perspektive nachgegangen werden. São Paulo und die Paulistas sind prädestiniert für solche Fragestellungen: Die vormals ländliche Jesuitensiedlung (1866: ca. 20.000 Bewohner) entwickelte sich, getragen vom Kaffeeboom, zu einer kosmopolitisch-pulsierenden Millionenstadt (1933) und damit zum Inbegriff des brasilianischen Fortschritts sowie zur atlantischen Metropole par excellence – geprägt durch Migranten, Technologisierung sowie das Ausgreifen ins Hinterland.

 

Projektleiter

Dr. Sebastian Dorsch

 

Projektbeginn

1. Oktober 2010

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