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Das Haus

Der Komplex „Haus zur großen Arche Noah und Engelsburg“ besteht aus einem dreigeschossigen Haupthaus mit einem ausgebauten Dachgeschoss - es liegt traufseitig an der Michaelisstraße - und einem zweigeschossigen Hofgebäude längs der Furthmühlgasse. Das Haupthaus hat ein massives Erdgeschoss, darüber liegen zwei Geschosse aus verputztem Fachwerk mit teilweise sichtbaren Füllhölzern.
Seit 2000 zeigt sein Äußeres im Wesentlichen wieder die Gestalt, die ihm Melchior Sachse 1565 verliehen hatte.
Das Erdgeschoss ist straßenseitig mit 30 cm starken Werksteinen verblendet. Die Hausecke ist besonders betont: Eine Rustikasäule mit Wulst und ionischem Kapitell markiert den Übergang zur Furthmühlgasse. Der Blickfang der Fassade ist das Eingangsportal aus Sandstein, das die über 400 Jahre erstaunlich gut überstanden hat. Es gehört heute mit zu den schönsten Renaissance-Portalen Erfurts: Die zweiflüglige Holztür wird überwölbt von einem Diamantquaderbogen, der auf Volutenkapitellen ruht. Mit männlichen Charakterköpfen bekrönen sie die Portalnischen (oft fälschlicherweise als Sitznischen bezeichnet).
Rechts und links schließen sich kannelierte Säulen an, auf deren ionischen Kapitellen ein Zahnschnittgebälk ruht. In den Zwickeln befinden sich die Brustbilder von Christus und Paulus, den zwei Hauptstützen der Lutherischen Lehre. In dem von Delfinen flankierten Ädikulaaufsatz über dem Gebälk ließ Melchior Sachse d. J. das eigene Familienwappen und das seiner Frau Elisabeth - zwei gekreuzte Pfeile und zwei sich bäumende Schlangen - anbringen.

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