P 01 # 01: Einführung in die Kommunikationswissenschaft (Markus Seifert) // V-6
Ziel dieser Einführungsveranstaltung, die in einer Kombination aus Vorlesung und Seminar stattfindet, ist es, einen umfassenden Überblick über das Fach Kommunikationswissenschaft zu vermitteln und anhand von vielen Praxisbeispielen zu zeigen, mit welchen gesellschaftlichen Problemstellungen sich die Kommunikationswissenschaft beschäftigt und mit welchen Modellen und Theorien sie zur Lösung der Probleme beiträgt. In der Vorlesung werden deshalb zunächst Grundbegriffe und Fachentwicklung der Kommunikationswissenschaft dargestellt. Sodann werden zentrale Teildisziplinen der Kommunikationswissenschaft präsentiert: Kommunikations- und Mediengeschichte, Kommunikationspolitik, Medienstruktur, Medienproduktion, Mediennutzungs- und Wirkungsforschung. Ferner werden sowohl Medientheorien als auch Medieninhalte ausführlich behandelt. Vorlesung und Seminar basieren auf der Nutzung eines computergestützten Lernsystems (CLIC).
P 01 # 02: Kindheit und Kindsein (Burkhart Fuhs) // V-6
Einführung in die grundlegenden Fragestellungen der Kindheitsforschung.
P 01 # 03: Einführung in Theorie und Geschichte der Kinder- und Jugendmedien (Sandra Fleischer) // V-3
Die Vorlesung gibt einen Überblick über die Geschichte, die Formate und Genre expliziter Kinder und Jugendmedien: Bilderbuch, Kinderliteratur, Hörmedien, Kinderfilm, Kinderfernsehen, Computerspiele, Lernsoftware und Internetseiten. Neben der historischen Entwicklung wird auch das aktuelle Angebot von Kinder- und Jugendmedien besprochen. Besprochen werden dabei auch medienpolitische und wirtschaftliche Aspekte. Die Bedeutung von Medien für Kinder und Jugendliche im alltäglichen Leben sowie im gesamten Persönlichkeitsbildungsprozess wird thematisiert.
P 01 # 04: Ausgewählte Kinder- und Jugendmedien (Sandra Fleischer) // S-6
Das Seminar fokussiert insbesondere auf Angebote des Fernsehens für Kinder und Jugendliche geschichtliche Entwicklung, Formate, Genres, aktuelle Entwicklungen, Themen, Figurengstaltung, Dramaturgie). Dabei wird eine medienkonvergente Perspektive verfolgt, so wird auch gefragt: Welche Inhalte stammen ursprünglich aus anderen Kindermedien (Bücher, Spielfilm, Hörspiel, Computerspiel) und wurden für das Fernsehen adaptiert und für eine Adaption vielleicht speziell angepasst? Welche Fernsehinhalte finden sich im Internet? Wie präsentieren sich Kinderfernsehsender ihrer Zielgruppe im Internet? Das Seminar stellt heraus, dass es keine separaten Ein-Medien-Welten mehr gibt. Es wird gefragt, welche crossmedialen Verweisstrukturen sich feststellen lassen und wie ein Inhalt/Thema in mehreren Medien umgesetzt wird.
P 02 # 02: Kinder- und Jugendmedienforschung (Sandra Fleischer/Sven Jöckel) // SE
In der Selbststudieneinheit werden inhaltliche Aspekte der Kinder- und Jugendmedienforschung
selbständig vertieft und ausgearbeitet
W 01 # 01: Mediennutzung & Medienwirkung: Unterhaltung (Hannah Früh) // S-9
Lange galt Unterhaltung als das ungeliebte Gegenstück zur Information: Viel genutzt, aber
(normativ gesehen) wertlos – wenn nicht gar schädlich, da unterhaltsame Medieninhalte den
Rezipienten von seinen Bürgerpflichten ablenke. Seit den 1980er Jahren ist das
Unterhaltungskonzept immer mehr in den Fokus der Kommunikationswissenschaft gelangt,
mittlerweile beschäftigen sich viele Ansätze und Theorien damit, wie beispielsweise das
Unterhaltungserleben beim Rezipienten entsteht, welche Funktionen es für diesen erfüllt und wie
man Unterhaltung auch normativ gesehen sinnvoll einsetzen kann (zum Beispiel im Rahmen von
Edutainment). Ziel des vorliegenden Seminars ist es, theoretische Perspektiven zum
Unterhaltungserleben (und damit verbundenen Konzepten wie Involvement, Spannung oder
Presence) bei der Rezeption von 3D-Filmen zu erarbeiten und daraus eine Forschungsfrage zu
entwickeln. Daneben soll eingeübt werden, wie man empirische Studien (kritisch) liest und wie man
aus verschiedenen Theorieansätzen ein neues Modell entwickeln kann. Das Seminar ist Teil eines
Kooperationsangebots mit dem Masterstudiengang des Instituts für Kommunikationswissenschaft
und Medienforschung der LMU München. Die im Seminar erarbeiteten theoretischen Grundlagen und
die daraus entwickelte Forschungsfrage werden von den Studierenden der LMU München empirisch
untersucht. Ziel ist es, die theoretischen Überlegungen und empirischen Ergebnisse in einer
gemeinsamen Abschlussarbeit zusammenzuführen.
W 02 # 02: Serious Games (Anja Hawlitschek und Claudia Seelhammer) // S-9
„Serious Games“ sind ein in der Öffentlichkeit und in der Forschung viel und kontrovers diskutiertes
Thema. Die sogenannten „ernsthaften Computerspiele“ werden als vielversprechende neuartige
Lernmaterialien gepriesen, doch es gibt auch Zweifel daran, ob sie ihrem Anspruch wirklich gerecht
werden können. Was sind eigentlich „Serious Games“? Was unterscheidet diese Spiele von anderen
digitalen Spielen? Welche Inhalte sollen mit und durch „Serious Games“ vermittelt werden? Sind
„Serious Games“ effektiv oder sind sie nur ein aktueller Hy-pe? Diese und weitere Fragen sollen im
Rahmen des Seminars gemeinsam diskutiert und wissenschaftlich bearbeitet werden. Bei der
theoretischen Annährung an den Themenkomplex, werden Ansätze aus der Medien- und
Kommunikationsforschung, aus der Psychologie sowie aus der Erziehungswissenschaft integriert.
Den Schwerpunkt des Seminars bilden die praktische Auseinandersetzung mit verschiedenen
„Serious Games“ (Re-Mission, Darfur is Dying, Global Conflicts etc.) sowie die Konzeption eines
Analyseschemas, welches selb-ständig auf selbst gewählte „Serious Games“ angewendet werden
soll.
W 03 # 02: Theorien multimedialen Lernens (Helmut Niegemann und Steffi Zander) // S-6
In diesem Seminar werden aktuelle Theorien und empirische Befunde zum multimedialen Lernen
sowie deren Implikationen für das Instruktionsdesign erarbeitet.
W 03 # 04: Aktuelle Entwicklungen in der Bildungstechnologie (Helmut Niegemann) // S-6
Das Seminar wird als Onlineseminar durchgeführt. In der ersten Vorlesungswoche wird einmalig ein
Raum für eine Einführungsveranstaltung benötigt.
In der Lehrveranstaltung werden aktuelle Entwicklungen in der Bildungstechnologie präsentiert,
analysiert und diskutiert.Es handelt sich um eine multimedial angeleitete Selbstlern-Einheit. Eine
Einführungsveranstaltung findet in der ersten Semsterwoche statt.
W 03 # 04: Lernen mit Medien (Helmut Niegemann und Steffi Domagk) // S-6
Der Kurs vermittelt einen Überblick über das Lehren und Lernen mit Medien, von den audiovisuellen
Medien bis zur Konzeption moderner multimedialer Lernumgebungen.
Es handelt sich bei der Veranstaltung um einen Online-Kurs, d.h. es werden online
Vorlesungseinheiten angeboten. Zusätzlich gibt es Literatur, die unter Anleitung zu bearbeiten ist.
Zur Bearbeitung dieser Literatur werden Hausaufgaben gegeben.
Die Studierenden können Ort und Zeit des Lernens (auch der Verfolgung der Vorlesungseinheiten)
flexibel wählen; bei geeignetem DSL-Anschluss auch zuhause.
W 04 # 01: Kinder und Jugendliche als Konsumierende (Sven Jöckel) // S-9
Die Veranstaltung befast sich mit den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen der Mediennutzung
von Kindern und Jugendlichen unter besonderer Berücksichtigung von ökonomischen
Fragestellungen. Ziel der Lehrveranstaltung ist es, die ökonomischen Besonderheiten von Märkten
für implizite und explizite Kindermedien zu verstehe und hinterfragen zu können. Neben Fragen
nach der Organisation von Kindermedienunternehmen steht auch der Bereich Werbung und
Marketing von und für Kindermedien im Vordergrund.
Zentrale Fragestellung lauten:
Wie sind Märkte für Kindermedienprodukte organisiert?
Wie funktioniert Werbung für Kinder und Jugendliche und welche Reglementierungen unterliegt sie?
Kann von einer Kommodifizierung der Kindheit gesprochen werden und welche Auswirkungen hat
dies?
W 04 # 01: Jugendmedienschutz: Rechtliche Grundlagen und aktuelle Problemfelder (Daniel Hajok) // S-9
In diesem einführenden Seminar werden auf der Grundlage des Jugendschutzgesetzes (JuSchG)
und des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages (JMStV) zunächst die maßgeblichen Bestimmungen
für den Jugendmedienschutz in Deutschland erörtert und das System der regulierten
Selbstregulierung vorgestellt. Im Hauptteil des Seminars richtet sich der Blick auf die aktuellen
Problemfelder des Jugendmedienschutzes. Im Mittelpunkt stehen hier Gewaltdarstellungen in Film,
Fernsehen und Computerspielen, Pornografie im Internet, sexuelle Übergriffe bei der Online-
Kommunikation und freizügige Selbstdarstellungen in Social Network Sites sowie diskriminierende
und menschenverachtende Texte in der Popmusik. Dabei werden ausgewählte Medieninhalte auf ihr
Gefährdungspotential hin betrachtet und Entscheidungen der Bundesprüfstelle für
jugendgefährdende Medien (BPjM), Beanstandungen der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM)
und Prüfergebnisse der Freiwilligen Selbstkontrollen diskutiert.
W 05 # 01: Kinder- und Jugendmedienpraxis: Flimdreh mit Jugendlichen (Doreen Lasche) // S-6
In diesem Seminar konvergiert filmtheoretisches und medienpädagogisches Wissen, um die
Teilnehmer zu befähigen, einen Filmdreh mit Jugendlichen zu realisieren. Die Veranstaltung
erstreckt sich über Filmanalyse, Dramaturgie und dem Kennenlernen von Video-Technik bis hin zur
medienpädagogischen Konzeption für die Erstellung eines Films. Dieser wird im Anschluss mit einer
Schülergruppe realisiert. Als Methode wird aktive Medienarbeit verfolgt, um Kinder und Jugendliche
als kreative Gestalter ihrer (Medien-)Umwelt zu begleiten und deren Medienkompetenzen zu
erweitern.
W 05 # 01: Game-Development und Marketing (Robert Seifert) // S-6
Im Seminar bekommen Studierende Einblick in den Ablauf des Produktmanagements und
insbesondere in die Vermarktung kommerzieller digitaler Spiele. Im Mittelpunkt steht die typische
umfassende Marketingplanung für ein Produkt. Diese soll anhand eines ausführlichen Marketingplans
realisiert werden. Hier sind Zielgruppen, Wettbewerber, Zeitpunkte, Budgets,
Produktionsbedingungen und Vertriebswege zu beachten, um das Medienprodukt optimal und
gewinnbringend im Markt zu platzieren. Die Studierenden erhalten so einen umfassenden Überblick
über Funktionsweise, Chancen und Risiken des Marktes für digitale Spiele.
Das Seminar findet in Kooperation mit dem Games-Publisher dtp entertainment aus Hamburg statt.
Für eine praxisgeleitete Einführung konnte der Marketing Director von dtp entertainment gewonnen werden. Daher werden die ersten beiden Termine in Form von Blockveranstaltungen stattfinden.
W 05 # 01: Analyse/ Evaluation von Fernsehmagazinen (Schwerpunkt: Kindefernsehen) (Gunnar Gerstel/KI.KA) // S-6
Um Fernsehmagazine analytisch erfassen und Vorschläge für ihre Verbesserung oder stärkere Fokussierung machen zu können, klärt das Seminar die zentralen Begriffe und methodischen Grundlagen der Fernseh-Analyse. Schritt für Schritt werden Basiswissen wie Einstellungsgrößen, Kamerabewegungen und Kamerawinkel, theoretische Grundlagen der Schnitt- und Montage-Techniken sowie Grundlagen der modernen Magazin-Dramaturgie erarbeitet. Mit Hilfe dieses Instrumentariums werden Fernseh-Magazin-Beispiele des KI.KA evaluiert.
