Universität Erfurt

Kommunikationswissenschaft

Archiv - SoSe 2008

Quantitative Methoden der Kommunikationsforschung
Helena Bilandzic
Diese Veranstaltung wird den Schwerpunkt auf quantitative Datenauswertungsverfahren und ihre Präsentation in einem schriftlichen Forschungsbericht setzen. Nach einer kurzen Wiederholung der Grundlagen der deskriptiven Datenanalyse werden die essentiellen statistischen Verfahren der Kommunikationsforschung besprochen und an einem Beispieldatensatz geübt. Wir werden uns ausführlich mit der Varianzanalyse, der Korrelation, der Regression und der Faktorenanalyse beschäftigen, und dabei jeweils Strategien zur Darstellung im Forschungsbericht besprechen.


Qualitative Methoden am Beispiel der Untersuchung des Inhalts und der Aneignung von interaktiven Medien, Computerspielen, virtuellen Welten
Friedrich Krotz
Qualitative empirische Forschung beginnt vor einem theoretischen Hintergrund mit einer inhaltlichen Grundfrage und mit einer darauf bezogenen Forschungsstrategie, die mindestens festlegt, wie man bei wem bzw. wo geeignete Daten erhebt und wie man sie im Hinblick auf die Fragestellung auswertet. Die thematische Grundfrage des Seminars soll die Frage danach sein, wie man systematisch ein Online-Computerspiel bzw. eine „virtuelle Welt“ wie Second Life beschreibt und analysiert bzw. wie Spieler derartige Spiele erleben. Ziel der Lehrveranstaltung ist es dementsprechend, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von dieser Forschungsfrage aus (entweder im Hinblick auf die Beschreibung eines Spiels oder im Hinblick auf eine Rezeptionsstudie) die Grundfrage je zuspitzen und dann ein qualitatives Untersuchungsdesign entwickeln und beispielhaft umsetzen. Dabei können sie zwischen dem Verfahren der Ethnographie und der heuristischen Analyse zur Charakterisierung des Spiels bzw. diesen Ansätzen und der Grounded Theory zur Rezeptionsstudie wählen. In der Veranstaltung sollen sich die TeilnehmerInnen in Arbeitsgruppen aus maximal drei Personen zusammen tun und je einen der angebotenen Forschungsansätze erproben.


Angeleitetes Lehren und Forschen: Mobile Kommunikation im Alltag.
Joachim Höflich
Mobile Kommunikation hat unseren Alltag verändert. In Verbindung mit einem derzeit laufenden Forschungsprojekt soll der Veränderung des Alltags in einem ausgewählten Forschungsfeld nachgegangen werden. Das Forschungsfeld soll dabei gemeinsam bestimmt und eine angepasste Forschungsstrategie entwickelt werden. Das Projekt wird mit einer öffentlichen Präsentation der Forschungsergebnisse abgeschlossen.


Die Entstehung geistigen Eigentums und die Regeln seiner Veröffentlichung (1400-1600)
Michael Giesecke
Wenn sich radikal neue Medien in Kulturen durchsetzen, dann werden auch neue Produktions- und Distributionsformen erforderlich. Bei der Einführung des Buchdrucks wurden so marktwirtschaftliche Tauschprinzipien auch auf die Informationsmedien angewendet und Eigentumsvorstellungen aus Manufaktur und Handel auf die typographischen Medien, Informationen, Kodes und deren Produzenten übertragen. In Deutschland dauerte diese Umstellung mehr als 100 Jahre und war von intensiven öffentlichen Diskussionen über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Optionen begleitet. Das Seminar zeichnet diesen Prozess anhand von Quellen, die in einem Reader zusammengestellt werden, nach. Im Hintergrund steht die Frage, in welchem Maße sich gegenwärtig schon alternative Produktions- und Distributionsregeln für Online-Datenbanken herausgebildet haben. Hinweis: Die Lektüre der frühneuhochdeutschen Quellen verlangt ausgezeichnete Sprachkenntnisse!


Narrationen in den Medien und die soziale Konstruktion von Realität
Rick Busselle
Over the past century the media’s role in constructing the social world has grown from insignificant to dominant. While mediated information appears in a number of forms, stories (narratives) influence our understanding of the world both in the short term and over time. Yet despite their prevalence in the media landscape, media consumers’ interaction with stories has only recently become a research topic among communication scholars. This course allows students to understand and analyze scholarly works that underlie the role of stories in our understandings of the world in which we live. The course begins by addressing the notion of social construction of reality. It progresses through cultivation theory as a theoretical approach to understanding social reality construction, as well as several psychological-process oriented explanations for cultivation-type effects. The course will conclude with a thorough presentation and analysis of the role and processing of narratives in constructing realities surrounding social issues and problems. Course Objectives: The course has three main objectives. They are to provide students with; 1) an understanding of, and appreciation for, the constructed nature of the social world, 2) an understanding of the scholarship and research that allows for investigation into the mechanisms that facilitate social reality construction, and 3) a through appreciation of the special role stories play in the reality construction process. Sufficient knowledge of English is required.


Auslandsberichterstattung
Kai Hafez
Auslandsberichterstattung ist„vermittelnde Kommunikation“. Anders als im Fall des Internets oder des Satellitenrundfunks vermitteln Auslandsjournalisten „Weltbilder“, die für viele Verbraucher die Grundlagen ihres Weltwissens darstellen. Im Rahmen des Seminars sollen Inhaltsstrukturen des Auslandsdiskurses untersucht werden. Neben der „klassischen“ Stereotypenforschung sowie der Nachrichtenwertlehre soll die Framing-Analyse als Instrument zur Analyse der Auslandsberichterstattung, ihrer Strukturen,Veränderungen, thematischen Schwerpunkte und Defizite erörtert werden. Welche individuellen und professionellen Sozialisationseinflüsse des Auslandsjournalismus werden dabei wirksam? Wie ist seine Stellung der Medien im internationalen Nachrichtenfluss geartet und welche Wechselwirkungen bestehen schließlich zwischen Medien und anderen Gesellschaftssystemen (z.B. Politik)? Ziel der Veranstaltung ist es, anhand theoretischer wie fallorientierter Studien (z.B. Afrika, Nahost) einen systematischen Wissensbestand zur Auslandsberichterstattung zu entwickeln, der es erlaubt, Leistung und Leistungsfähigkeit des vermittelnden Journalismus im Prozess der Globalisierung abzuschätzen. Können wir bereits von einem kommunikativen Weltsystem sprechen, das globale Multiperspektivität generiert? Oder erzeugen fragmentarische Weltbilder der Medien einen „Ethnologen auf der Couch“?


Selbststudieneinheit
Joachim Höflich


Selbststudieneinheit
Friedrich Krotz


Selbststudieneinheit
Kai Hafez


Selbststudieneinheit
Patrick Rössler

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