Angeleitetes Lehren und Forschen: Methoden
Patrick Rössler
Die Veranstaltung vermittelt Techniken von Lehre und Forschung am Beispiel der Methoden empirischer Sozialforschung. Begleitend zu der betreffenden BA-Einführungsveranstaltung setzen sich die Teilnehmer mit didaktischen Fragen der Stoffvermittlung auseinander und entwickeln eigene Konzepte, die sie im Einsatz erproben. Im forschungspraktischen Teil vertiefen die Seminarteilnehmer ihre theoretischen Kenntnisse zu ausgewählten kommunikationswissenschaftlichen Konzepten und erörtern eine forschungspraktische Problemstellung.
Nonverbale Medien: Evolution und Wirkungen
Michael Giesecke
Wenngleich sich gegenwärtig die Aufmerksamkeit der Kommunikationswissenschaften eher auf die technischen Medien konzentriert, so findet man dennoch keine menschlichen Kultur, die sich nicht massiv auf leibliche Kommunikationsmedien stützen würde. In der Kommunikationsforschung wird der Einsatz des Körpers eher als Gegensatz zur sprachlichen Kommunikation empfunden und deshalb als nonverbale Kommunikation behandelt – was in vielerlei Hinsichten (z.B. Verwechslung von Kode und Medium) problematisch ist.
Die Frage, ob es auch im Hinblick auf die nonverbale Kommunikation eine Evolution gegeben hat oder ob sich der Wandel nur als Technisierung und Versprachlichung vollzieht, wird kaum diskutiert. Sicher ist allerdings, daß sich in der Kulturgeschichte die Bedeutung ändert, die den leiblichen Kommunikationsmedien einerseits und den technischen andererseits zugeschrieben werden.
Das Seminar beschäftigt sich zum einen mit verschiedenen wissenschaftlichen Strömungen, die Beiträge zum Verständnis der Funktion und Geschichte des leiblichen Verhaltens als Kommunikationsmedien geleistet haben: Anthropologie, Ethnologie, Verhaltenswissenschaften, Psychologie, Semiotik. Zweitens sollen empirische Studien zur Beschreibung elementarer Kommunikationssituationen durchgeführt werden, in denen leibliches Verhalten die Hauptlast für den kommunikativen Erfolg trägt.
Vom Internet zum Web 2.0: Theorien und empirische Studien
Friedrich Krotz
Das Internet wird für immer mehr Menschen zum Teil ihres kommunikativen Alltags. Dabei hat es nicht nur von seinen Nutzerzahlen, sondern auch von der Art seiner Angebote und seinen Funktionen, die es für die Menschen erfüllt, eine schnelle Entwicklung hinter sich: Es begann als Militär- und Wissenschaftsnetz, wurde dann als Word Wide Web für alle zugänglich, entwickelte sich vom Netz für Freaks zum globalen Marktplatz, Kommunikationsforum, Postnetz, Spielplatz und Unterhaltungsforum, und entwickelt sich jetzt, so heißt es, zum WEB 2.0 durch die so genannte social software.
In der Lehrveranstaltung sollen die bisherige Entwicklung, die empirischen Nutzungsweisen und die netzbezogenen Theorien neuerer Art aufgearbeitet und diskutiert werden; vor diesem Hintergrund sollen dann die neuen Angebote behandelt werden, die das Netz zum WEB 2.0 machen: Wikis, Blogs, Social Software etc., wobei jeweils auch der Aspekt berücksichtigt werden soll, wie solche Funktionen früher angeboten worden – etwa welche Rolle Blogs im Hinblick auf Journalismus, Wikis auf Wissensbestände, angebote wie StudiVZ im Hinblick auf Datenschutz etc. haben.
Die Globalisierung der Wissensgesellschaft - ein unvollendetes Projekt
Kai Hafez
„Wissensgesellschaft“ und „Globalisierung“ sind seit mehr als einem Jahrzehnt zentrale Begriffe der Kommunikationswissenschaft. Dahinter verbirgt sich die Annahme einer fortschreitenden Vernetzung und Verschmelzung von ehemals getrennten Sphären des menschlichen Wissens in und zwischen Nationen und Gesellschaften. Im Rahmen des Seminars soll untersucht werden, ob im Zuge der Wandlungen der Wissens- und Informationsgesellschaft tatsächlich in allen Bereichen von einem dominanten Prozess der Globalisierung die Rede sein kann. Von der Hochschulbildung und anderen Wissenseliten einer Gesellschaft über die Massenmedien und die populäre Kultur bis zum „globalen Lernen“ in deutschen Schulen soll der Frage nachgegangen werden, wie weit das ambitionierte Projekt einer Integration des Weltwissens bereits vorangeschritten ist. Da in diesem Bereich noch viele empirische Lücken bestehen, sind neben klassischen Referaten, Präsentationen und Hausarbeiten auch kleinere empirische Projekte möglich. Angestrebt wird auch die Erstellung einer gemeinsamen Buch-Broschüre o.Ä.
Geschlecht, Kommunikation, Medien
Joachim Höflich
Ohne die Betrachtung geschlechtsspezifischer Momente (gender) bleibt eine Analyse interpersonaler und medialer Kommunikation unvollständig. Im Rahmen des Seminars erfolgt zunächst ein Blick auf die Forschung zum Verhältnis von Geschlecht und Kommunikation, um dann am Beispiel konkreter Medienbezüge tiefere Einblicke zu gewinnen.
Interpersonale Kommunikation: Grundlagen, Theorie, Befunde
Joachim Höflich
Das Seminar soll grundlegend in das Thema der interpersonalen Kommunikation einführen. Dabei wird ein weiter Blick auf die Forschungsfelder geworfen, nicht zuletzt auf das Feld der nonverbalen Kommunikation. Ebenso behandelt werden grundlegende theoretische Perspektiven und ausgewählte empirische Befunde. Überdies wird danach gefragt, was es bedeutet, wenn die Menschen Medien zum Zwecke der interpersonalen Kommunikation nutzen.
Selbststudieneinheit
Michael Giesecke
Selbststudieneinheit
Friedrich Krotz
Selbststudieneinheit
Joachim R. Höflich
Selbststudieneinheit
Helena Bilandzic
Selbststudieneinheit
Kai Hafez
Selbststudieneinheit
Patrick Rössler
