Tagungen
Bildung heute - Theorie, Geschichte, Politik

- Tagungsplakat
Interdisziplinäre Fachtagung vom 20.-22. Januar 2011
Augustinerkloster Erfurt
Der Begriff der "Bildung" spielt eine prominente Rolle in den gesellschaftlichen Prozessen und politischen Debatten unserer Zeit. Auch die Universität Erfurt hat sich "Bildung" als einen Schwerpunkt ihres Forschungsprofils gegeben. Was aber ist eigentlich gemeint, wenn von Bildung die Rede ist? Wie soll sie gewährleistet werden? Welchen Stellenwert hat sie? Solche Fragen lassen sich nicht schnell und nicht einfach beantworten, denn es geht nicht um abstrakte Definitionen, sondern um politische Entscheidungen, um die Ausgestaltung von Bildungs- und Erziehungsinstitutionen, um pädagogische Praxis und um normative Auskunft darüber, welchen Wert Bildung für uns hat.
Anliegen der Tagung war es, auf grundsätzlichere Weise über den Bildungsbegriff nachzudenken. Die Beiträge eröffneten historische und aktuelle Zugänge zum Thema Bildung, behandelten theoretische und anwendungsorientierte Fragestellungen und problematisierten die Relevanz der Bildungsidee in den heutigen gesellschaftlich-politischen Prozessen, in die auch die Universitäten involviert sind.
Die Tagung wurde vom universitären Schwerpunkt Bildung und von der Philosophischen Fakultät gefördert.
Hier finden Sie das Tagungsprogramm.
Ironie in Philosophie und Literatur: Historische und aktuelle Perspektiven

- Plakat zur Ironie-Tagung
Interdisziplinäre Fachtagung vom 19.-20. November 2010
Kleine Synagoge, Erfurt, An der Stadtmünze 4/5
"Ironie" ist ein vielschichtiger Begriff, der nicht nur in der Alltagssprache eine Rolle spielt, sondern auch in Philosophie, Literaturtheorie und Rhetorik sowie in der Literatur und den Künsten selbst thematisiert und angewendet wird. Ihnen allen ist gemeinsam, dass Ironie hier als eine Form der Distanzierung und Relativierung von Ansichten, Grundeinstellungen, theoretischen Positionen, Darstellungsweisen und Rollenmustern eingesetzt wird. Ironie tritt bevorzugt dann auf, wenn bisher geltende Wahrheiten in Frage gestellt werden, wenn die Selbstidentität brüchig wird, wenn die tradierten Normen ihre orientierende Kraft verlieren.
Die Tagung fragte nach der Bedeutung von Ironie, den Konzepten von Ironie in Philosophie und Literatur und literarischen Umsetzungen von Ironie in der europäischen Geistesgeschichte. Sie wurde gefördert von der DFG und dem Förderverein Alte und Kleine Synagoge Erfurt e.V.
Hier finden Sie das Plakat, aus dem das Tagungsprogramm ersichtlich wird.
Meaning

- Plakat zur Tagung Meaning
Internationale Fachtagung vom 3.-6. September 2009
Kleine Synagoge Erfurt
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts rückte die Sprache ins Blickfeld der philosophischen Forschung. Diese "Wende zur Sprache" zog epochale Fortschritte in der syntaktischen und semantischen Theorie formaler Sprachen nach sich. Anhänger der so genannten Philosophie der natürlichen Sprache wendeten jedoch ein, dass die Art und Weise, in der die Ausdrücke der natürlichen Sprache von den Sprechern in den jeweiligen Kontexten verwendet werden, auf die Bedeutung (und mithin die Semantik) der entsprechenden Äußerung abfärbt. Doch vermochten die Verfechter des formalen Ansatzes entgegen allen Erwartungen ihr Modell erfolgreich auf immer größere Fragmente der natürlichen Sprache zu übertragen, ohne ihre Grundannahmen revidieren zu müssen. Im Gegenzug entwickelten die Philosophen der Ordinary-language-Schule wichtige Teile der Pragmatik.
Gut 120 Jahre nach der "Wende zur Sprache" sollte eigentlich die Konvergenz der beiden Ansätze konstatiert werden können. Doch eine solche ist nach wie vor nicht erkennbar. Die ausstehende Konvergenz, die gerade in der jüngsten Zeit zu beobachtende Tendenz, mehr und mehr Bedeutungsbegriffe voneinander zu unterscheiden, die resultierende Frage, welcher unter ihnen denn die ihm auferlegte theoretische Arbeit überhaupt zu verrichten vermag sowie die grundsätzliche Frage, welche Aufgabe eine Bedeutungstheorie originär zu lösen hat, sind Anlässe zu einer Neueinschätzung der gegenwärtigen Forschungssituation.
Hier finden Sie das Tagungsprogramm.
Workshops
Workshop "Wissen"
Beim Workshop "Wissen" wurden am 17.-18. März 2011 vier Zugänge zum Thema Wissen vorgestellt und diskutiert. Zur Teilnahme eingeladen waren Studierende im BA Philosophie. Über den Zuspruch der auswärtigen Studierenden haben wir uns besonders gefreut.
Weitere Informationen lassen sich dem hier hinterlegten Plakat entnehmen.
Philosophisches Kolloquium im Wintersemester 2011/12
- 01.11. Christoph Horn (Bonn):
"Probleme der Geschichtsphilosophie Kants"
- 16.11. Mark Siebel (Oldenburg): [fiel aus, wird nachgeholt]
"Bolzanos Kritik an Kants Definition analytischer Urteile"
- 07.12. Thomas Grundmann (Köln):
"Über das Problem stabiler Dissense"
- 18.01. Tom Rockmore (Pittsburgh):
"Marx, Marxism and German Idealism"
Philosophisches Kolloquium im Sommersemester 2011
- 27.04. Gregor Schiemann (Wuppertal):
"Divergenz der Zeiten: Das Auseinandertreten von lebensweltlicher und physikalischer Zeit"
- 11.05. Marco Santambrogio (Parma):
"Disagreement and Content"
- 22.06. Nikola Kompa (Bern):
"Epistemischer Kontextualismus - eine Skizze"
Philosophisches Kolloquium im WS 2010/2011
03.11.2010 Prof. Dr. Lennart Skof (Universität Koper, Slowenien, zur Zeit Max-Weber-Kolleg)
Towards Ethics of Breath. A Pragmatist Approach
17.11.2010 PD Dr. Cord Friebe (Universität Bonn)
"Nur Gegenwärtiges ist wirklich." Eine Verteidigung des Präsentismus
15.12.2010 Peter L. Oesterreich (Augustana Hochschule Neuendettelsau)
Denken ist innere Rede. Zur internen Rhetorik der Cartesianischen Meditationen
05.01.2011 Prof. Dr. Hans Rott (Universität Regensburg)
Irrationale Entscheidungen

