Das Studium der Weltregionen (Area Studies) hat weltweit an Bedeutung gewonnen. Nicht erst seit dem 11. September 2001, sondern infolge der massiven gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen im Zuge von Globalisierung und umfangreichen Wanderungsbewegungen ist die Kenntnis über andere Kulturen und Gesellschaften, die die (Welt)Regionalstudien zur Verfügung stellen, wichtiger denn je geworden. Dabei bietet die historische Ausrichtung der Area Studies an der UE den großen Vorteil einer vertieften Analyse, während die allgemeinen sozialwissenschaftlichen Globalisierungsstudien diese nicht selten erst 1989 beginnen lassen. Für die (Welt)Regionalstudien stellen sich hier neue Fragen: Während es immer noch wichtig ist, Wissen über einzelne Weltregionen zu erlangen und zu vermitteln, muss es heute auch verstärkt darum gehen, die globalen Verflechtungen und kulturellen Austauschprozesse in den Blick zu nehmen. Die so verstandenen Area Studies/Regionalstudien durch Forschungsverbünde zu stärken wurde vom Wissenschaftsrat 2006 als Desiderat in Deutschland erkannt und auch den Universitäten zur Förderung empfohlen.
Die „Plattform Weltregionen und Interaktionen“ hat das Ziel, diese regionalwissenschaftliche Kompetenz an der Universität Erfurt für eine trans- und interdisziplinäre Forschungsorganisation zu bündeln und zu kanalisieren.
Sprecher
Prof. Dr. Holt Meyer
Professur für Slawistische Literaturwissenschaft
Universität Erfurt
Nordhäuser Straße 63
99089 Erfurt
Tel.: 0361/737 42 51
Fax: 0361/737 42 59
Stellvertreterin
Prof. Dr. Birgit Schäbler
Lehrstuhl für Geschichte Westasiens
Universität Erfurt
Nordhäuser Straße 63
99089 Erfurt
Tel.: 0361/737 44 41
Fax: 0361/737 44 19
