Kontakt
Lehrgebäude 4, Raum E 10
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elisabeth.begemann(at)uni-erfurt.de
Sprechzeiten:
- nach Vereinbarung
Lebenslauf
- 2011 Lehrauftrag an der Universität Erfurt
- 2011 Promotion zum Thema »Fatum und Vorbestimmung. Ciceros Rede über das Schicksal in Reden, Briefen und Philosophie«
Abschluß: magna cum laude - 2007-2010 Kollegiatin am Graduiertenkolleg 896 »Götterbilder – Gottesbilder – Weltbilder«, Georg-August-Universität Göttingen
- 2006-2011 Doktorandin der Philosophischen Fakultät, Universität Erfurt
- 2000-2006 Studium der Geschichte, Anglistik, Archäologie – Schwerpunkt: Antike
Abschluß: Magistra Artium - 1999-2000 Skyline College, San Bruno, CA
- 1998-1999 American Conservatory Theatre, San Francisco, CA
- 1998 Abitur
Publikationen
- BEGEMANN, ELISABETH; GABRIEL, GÖSTA; GERTH, MATTHIAS, KHARIOUZOV, ASTRID; KLEINKE, NIRA; PINKEPANK, ANNE (Hg.): Allmacht und Ohnmacht. Antike Vorstellungen über das Verhältnis von Göttern, Schicksal und Menschen. Reihe Orientalische Religionen in der Antike. Tübingen: Mohr Siebeck (im Druck).
- »Schicksal und Götterwille in Ciceros Theologischer Trias«, in EAD. et al. (Hg.), Allmacht und Ohnmacht. Antike Vorstellungen über das Verhältnis von Göttern, Schicksal und Menschen. Orientalische Religionen in der Antike. Tübingen: Mohr Siebeck 2011 (im Druck).
- »Altes oder Neues Heidentum? Die Rückwirkungen des Christentums auf die Theologie und Religionspolitik Iulianus Apostata«, Magisterarbeit. Darmstadt 2006: http://www2.uni-erfurt.de/vergleichende_religionswissenschaft/Iulianus%20Apostata.pdf
- »Der menschliche Körper im frühen Christentum: Die neue Freiheit«. Darmstadt 2003: http://www2.uni-erfurt.de/vergleichende_religionswissenschaft/MSiCS.pdf
- »Rez. Ilinca Tanaseanu-Döbler, Konversion zur Philosophie in der Spätantike«, ZfR 10/2 (2011), im Druck.
Veröffentlichte Übersetzungen:
- STERBENC-ERKER, DARJA: »Women’s Tears in Ancient Roman Ritual«, in FÖGEN, THORSTEN (ed.): Tears in the Graeco-Roman World. Berlin; New York: de Gruyter 2009, 135-159.
- WALDNER, KATHARINA: »Visions, Prophecy and Authority in the Passio Perpetuae«, in BREMMER, JAN; FORMISANO, MARCO (eds.), Perpetua’s Passions. Multidisciplinary Approaches to the Passio Perpetuae et Felicitatis. Oxford: Oxford University Press (forthcoming).
- RÜPKE, JÖRG: »White Days, Black Days: Calendrical Divination«, in Vorbereitung.
Forschung
Ciceros Rede vom Schicksal in Reden, Briefen und Philosophie:
In einer Welt voll göttlicher Zeichen, Prodigien, omina und portenta, gewollter und ungewollter Kommunikation zwischen Gott und Mensch scheint alles Agieren zwischen den Sterblichen und den Unsterblichen durch Rituale geregelt und auf Gegenseitigkeit beruhend. Handeln steht im Vordergrund. Jede politische Handlung wird durch das Ritual in der Erforschung des göttlichen Willens begleitet. Phänomene wie das im Stoizismus formulierte Konzept eines alles durchwirkenden Schicksals sind daneben sekundär und nur von Interesse für die Zeit des otium, der Zeit der Muße abseits vom politischen Alltag.
An den Schriften des Staatsmanns und Philosophen M. Tullius Cicero, seines Zeichens größter Redner der Antike, wurde die Vorannahme eines solchen Weltbildes untersucht. In den Schriften des großen Römers bieten sich durch die Vielzahl der Genres, die neben politischen und Prozeßreden auch Briefe an persönliche und politische Freunde sowie die eigene Familie und vor allem auch philosophische Traktate umfassen, welche die griechische Philosophie der eigenen römischen Lebenswelt dingbar machen, ideale Belege für eine solche Untersuchung, um nicht nur die theoretische Erarbeitung des Themas ›Schicksal‹ für die römische Lebenswelt der späten Republik des letzten vorchristlichen Jahrhunderts aufzuzeigen, sondern vor allem auch den praktischen Gebrauch in den Reden vor Volk und Senat in den Blick zu nehmen.
Dabei zeigte sich, daß ein Schicksal in den philosophischen Schriften Ciceros beständig als Wirkmacht in der Welt abgelehnt wird, Mensch und Götter in ihrem Willen größtenteils unabhängig agieren. Dagegen findet sich in den Reden und Briefen ein Bereich, der durch Rituale nicht mehr zu beeinflussen ist, der wenn auch nicht notwendig einem Schicksal, so doch einer durch Götterwillen oder Präzedenz festgelegten Bestimmung untergeordnet ist. Einer solchen Bestimmung wird jedoch in den Reden Ciceros auch ein fester Platz zugewiesen, in dem sie nur wirksam sein kann: und dieser Bereich wird durch die res publica und ihre Ansprüche markiert.
Forschungsschwerpunkte:
- Religiöse Formen der späten römischen Republik
- Entwicklung des Urchristentums
- Religion und Philosophie der Hellenismus und in der Spätantike

