Universität Erfurt

Sprachenzentrum

Drittmittel, Forschung und Weiterbildungskooperationen: "Kurze" Geschichte des Sprachenzentrums, Teil 9

Einleitung

Das Sprachenzentrum ist nicht allein dienstleistend im Rahmen von Studienordnungen aktiv, sondern betreibt auch auf Spracherwerb und Sprachvermittlung bezogene Forschung und Entwicklung, führt im Rahmen von Kooperationsvereinbarungen mit ausländischen Hochschulen Sprachausbildung insbesondere im Bereich DaF durch und arbeitet mit Einrichtungen der Lehrerbildung (Lehrerseminare, Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (ThILLM)) zusammen.

Drittmittel

Im Zusammenhang mit diesen Aktivitäten wurden seit der Gründungsphase des Sprachenzentrums (ab 1998) bis heute die folgenden Drittmittel eingeworben:

  • 1996  Prof. Knapp: Einrichtung des multimedialen Selbstlernzentrums, Computer-Pool mit 24 Arbeitsplätzen und weitere Ausstattung, gefördert durch das Computer-Investitions-Programm des Bundes (CIP) / DFG, DM 250.000
  • 1997 – 99  Prof. Knapp: Projekt UNANEMUS (Untersuchung und Analyse der Nutzung Multimedialer Sprachlernmaterialien), gefördert durch HSPII, DM 50.000
  • 2000  Prof. Knapp: Projekt SPUMUN (Sprachlernbewusstheit und Multimedia-Nutzung), gefördert durch HSPII, DM 15.000
  • 2001 – 03  Prof. Knapp zusammen mit Prof. Lehman (Allgemeine Sprachwissenschaft) und Prof. Zöllner (Ostasiatische Geschichte): Projekt JACHIMUME (Japanisch und Chinesisch Multimedial – Entwicklung eines Multimedia-Sprachkurses für Japanisch und Chinesisch), gefördert durch HSP III, € 336.000
  • 2004 – 07  Prof. Knapp: Kooperationsprojekt (DSH-Vorbereitungskurse und DSH-Prüfungen gegen Gebühr) mit der Beijing Capital Normal University, China; Einnahmen insgesamt € 390.000.
    Hierdurch konnten nicht nur sonst von Arbeitslosigkeit bedrohte Mitarbeiterinnen beschäftigt werden, sondern es wurde darüber hinaus ein erheblicher Überschuss erwirtschaftet, der zur Verstärkung des Haushalts genutzt wurde.
  • 2004 – bis auf Weiteres  Dr. Chiasera: Kooperationsprojekt mit Keio-Universität (gebührenpflichtiges DaF und Landeskundeprogramm),
  • 2007 – bis auf Weiteres  Bereich DaF: Kooperationsprojekt mit der Mary-Washington- Universität (gebührenpflichtiges DaF und Landeskundeprogramm).
  • 2008 bis auf Weiteres  Bereich DaF: in der Sommerpause kostenpflichtige B1-Kurse, ab SS 2009 auch B2-Kurse.

Insgesamt hat das Sprachenzentrum seit 1996 umgerechnet mehr als € 900.000 an Mitteln Dritter eingenommen.

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Weitere Kooperationen und Projekte

  • 1999 bis auf Weiteres  Herr Resaie (Russsich): sprachliche und landeskundliche Fortbildung für Russischlehrer und –fachberater beim Thillm und Schulämtern in Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt
  • Bis 2002 Bereich DaF: inhaltliche Organisation, Leitung und Durchführung des Internationalen Sommerkurses (ISK)
  • Bis 2002 Bereich DaF: Beteiligung am Ergänzungsstudiengang für Deutsch als Fremdsprache / Deutsch als Zweitsprache (DaF / DaZ)
  • 2003 bis 2007  Frau Griribone (Französisch): Beteiligung am EU-geförderten COMENIUS-Projekt „Frühes Fremdsprachenlernen: Begegnung mit dem multikulturellen und vielsprachigen Europa durch Sagen und Märchen“ durch Materialentwicklung und Publikationen (in Kooperation mit dem Bereich Fremdsprachendidaktik / Sprachlehrforschung der Philosophischen Fakultät)
  • 2004 und 2006  Bereich DaF: Ausrichtung der Regionaltagung DaF (für Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt)
  • 2005 bis auf Weiteres  Dr. Nishina (Japanisch): Kooperationsprojekt mit der Gifu-Universität, Japan (Studentenaustausch, gemeinsame deutsch-japanische Seminare zu Landes- und Kulturkunde und zur Angewandten Sprachwissenschaft)
  • 2005  Dr. Bonczyk und Dr. Gledhill (Englisch): Ausrichtung der Erfurt Days of Songs and Rhymes (für Englisch in der Grundschule)
  • 2007  Dr. Bonczyk und Dr. Gledhill (Englisch): Beteiligung am Erfurter Symposium zum frühen Fremdsprachenlernen

Im Sinne eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses entwickeln die Mitarbeiter fortlaufend neue Lernmaterialien für das Selbstlernzentrum und weitere, wo nötig verbesserte, Varianten der Niveaustufentests.

Neben dem Lehrexport des Sprachenzentrums in einzelne Studienrichtungen der Philosophischen Fakultät belegen auch diese Projekte und Kooperationen, dass das Sprachenzentrum der UE nicht wie an anderen Hochschulen auf bloße Sprachlehrdienstleistungen beschränkt, sondern eine auch wissenschaftlich aktive Einrichtung ist. Dies zeigt sich auch an der für ein Sprachenzentrum großen Zahl von promovierten Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen sowie daran, dass drei früher bzw. noch beim Sprachenzentrum der UE beschäftigte Mitarbeiterinnen unter meiner Betreuung Erfolg versprechende Dissertationsprojekte zu Themen der Angewandten Linguistik und Sprachlehrforschung bearbeiten.

 

Prof. Dr. Karlfried Knapp

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