Universität Erfurt

Sprachenzentrum

Lehrangebot: Sprachen, Kulturkunde und Sprachwissenschaft: "Kurze" Geschichte des Sprachenzentrums, Teil 4

Der Schwerpunkt der Sprachausbildung an der UE wurde in erster Linie auf der Vermittlung akademischer Sprachfertigkeiten gelegt, die die Studierenden befähigen, erfolgreich am akademischen Leben in einer fremdsprachlichen Umgebung teilzunehmen. Dazu gehören zum einen die Fähigkeit zur Produktion und Rezeption fremdsprachlicher akademischer Texte und zum anderen Kenntnisse und Fertigkeiten, die eine Teilnahme am akademischen Diskurs insgesamt ermöglichen.

Seit Aufnahme seiner Tätigkeit bietet das Sprachenzentrum darüber hinaus in den philologischen Studienrichtungen (BA Anglistik, Germanistik, Romanistik und Slawistik) studienintegrierte sprachpraktische und kulturwissenschaftliche Lehrveranstaltungen an, die die Studierenden nicht nur zu einer muttersprachennahen Sprachbeherrschung führen, sondern auch umfassende Kenntnisse der Kultur und Gesellschaft vermitteln.

Um die Vergleichbarkeit der in Erfurt erworbenen Kompetenzen sowohl zwischen den hier gelehrten Sprachen als auch mit außerhalb erworbenen Kompetenzen zu sichern, entschied Prof. Knapp bei der Gründung des Sprachenzentrums, den jeweils erreichten Spracherwerbsstand nach den europaweit vergleichbaren Niveaustufen der Association of Language Testers in Europe (ALTE) zu gliedern, an denen sich auch die Stufen der bekannten Zertifikate wie u. a. Cambridge, DELF/DALF oder das Goetheinstitut orientierten. 2001 verabschiedete der Europarat den Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GER), der Fremdsprachenkompetenzen auf sechs Niveaus (von A1 elementarste Kompetenz bis C2 muttersprachliche Kompetenz) unterscheidet. Da dieses Niveaustufensystem auch außerhalb der Hochschulen eine hohe Bekanntheit bekam, wurde es bereits 2003 in Erfurt als einem der ersten deutschen Sprachenzentren eingeführt.

Ebenfalls zur Sicherung der Vergleichbarkeit der Anforderungen bei den Niveaustufenprüfungen der in Erfurt gelehrten größeren europäischen Sprachen wurde von den Mitarbeitern des Sprachenzentrums ein sprachübergreifend einheitliches System von Einstufungstests (im Format des C-Tests) und von Aufgaben für Niveaustufenprüfungen vom Niveau A2 bis C1 entwickelt.

Das auf dieser Website aufgeführte Lehrangebot des Sprachenzentrums bezieht sich auf die Niveaustufen des GER und die Auflagen der verschiedenen Studien- und Prüfungsordnungen.

Um die Präsenzzeit der Sprachkurse weitgehend von Übungsphasen zu entlasten, wurde auch ein Selbstlernzentrum eingerichtet, das mit Sprachlernsoftware und Zugang zum Internet Studierenden selbständiges Sprachen- und kulturkundliches Lernen ermöglicht. Inzwischen haben fast alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Sprachenzentrums nach Sichtung des Lehrmittelmarktes für die jeweilige Sprache kursbegleitende Materialien angeschafft oder selbst entwickelt, die von den Studierenden zum Selbstlernen genutzt bzw. von den Lehrenden in die Kursarbeit einbezogen werden.

Über die sprach- und kulturkundlichen Angebote hinaus unterstützen sprachwissenschaftlich qualifizierte Mitarbeiter noch durch Lehre in englischer Sprachwissenschaft, allgemeiner Sprachwissenschaft und japanischer Sprachgeschichte das Lehrangebot der Philosophischen Fakultät. Seit dem Anlaufen des Masterstudiengangs „professionelles Lehren“ (MaL) lehren Mitarbeiter der Abteilung Englisch im Bereich Fremdsprachendidaktik und betreuen dort auch Magisterarbeiten.

Nach oben

Navigation

Werkzeugkiste

Nutzermenü und Sprachwahl