Universität Erfurt

Sprachenzentrum

Strukturentscheidung: Sprachenzentrum als zentrale Einrichtung: "Kurze" Geschichte des Sprachenzentrums, Teil 3

An der Pädagogischen Hochschule war die Fremdsprachenausbildung den jeweiligen Philologien zugeordnet, ebenso waren die jeweiligen Sprachlehrer Teil der Personalstruktur dieser Fächer. Es gab unabhängig davon ein kleines, aus fünf Lehrern für Englisch, Französisch, Russisch und Latein bestehendes Sprachenzentrum für Fremdsprachenunterricht an Studierende nichtphilologischer Fächer, einen selbständigen Bereich DaF mit vier Mitarbeitern sowie in der Germanistik einen Bereich Sprecherziehung mit zwei Mitarbeitern.

Entsprechend der Konzeption der UE richtet sich die Fremdsprachenausbildung weit mehr als an anderen Hochschulen über Absolventen philologischer Fächer hinaus an alle Studierenden. Die Fortsetzung der in der Pädagogischen Hochschule gegebenen Aufsplitterung von Zugehörigkeiten und Zuständigkeiten hätte es erschwert, ohne die Schaffung zahlreicher neuer Stellen für Sprachlehrer für die gesamte Universität ein qualitätvolles Sprachlehrangebot zu organisieren, sprachübergreifend einheitliche Ausbildungsstandards zu entwickeln und Synergieeffekte für die Nutzung der Sprachlehreinrichtungen zu erzielen. Angesichts der für die UE mehr als für andere Universitäten angestrebten Internationalisierung war zu erwarten, dass es durch ausländische Dozenten und Studierende sowie durch in fremden Sprachen – und hier insbesondere in Englisch – durchgeführten akademischen Unterricht zu einer sehr differenzierten Nachfrage nach Sprachausbildung kommen würde, die beim Verbleib der Sprachlehrer in den Philologien nicht angemessen hätte bedient werden können.

Ein weiteres für die gesamte Universität relevantes Lehrangebot betraf die Sprecherziehung. Die Teilnahme an einer Veranstaltung der Sprecherziehung ist auch heute noch für Studierende aller Lehrämter obligatorisch, und die von diesem Bereich ebenfalls angebotenen Kurse in Mediensprechen, Rhetorik und Präsentationstechniken stellen wichtige Beiträge zum Berufsfeld dar.
Deshalb folgte der Gründungssenat der UE dem Vorschlag von Prof. Knapp, die gesamte Fremdsprachenausbildung sowie die Sprecherziehung einem zentralen Sprachenzentrum zu übertragen und dafür alle Sprachlehrer, Lektoren und Mitarbeiter der Sprecherziehung aus den Philologien dorthin zu versetzen. Zugleich wurde entschieden, das Sprachenzentrum als zentrale Einrichtung auch vollständig aus zentralen Mitteln zu finanzieren.

Um gleichwohl die Fakultäten in die Arbeit des Sprachenzentrums einzubeziehen und um sicher zu stellen, dass sie ihre Interessen angemessen einbringen können, wurde in der Satzung des Sprachenzentrum ein Vorstand für das Sprachenzentrum vorgesehen, in den die an der Universität Erfurt eingerichteten Fakultäten je einen Professor entsenden. Von den Aufgaben des Vorstandes bieten insbesondere die Ermittlung der Benutzerinteressen und die Erarbeitung von Entscheidungsvorschlägen hinsichtlich der weiteren Entwicklung der Struktur und der personellen und sachmittelbezogenen Ausstattung des Sprachenzentrums Möglichkeiten der Einflussnahme für die Fakultäten.

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