Studierende der Förderpädagogik der Universität Erfurt haben in diesen Tagen die Ergebnisse ihrer Beobachtungen und Forschungen in der Jenaer Kindertagesstätte BiLLY des Vereins QuerWege e.V. Mitarbeitern der Einrichtung vor Ort präsentiert. Die Studierenden hatten in den vergangenen sechs Monaten zweimal wöchentlich in der bilingualen und integrativen Kita zu wissenschaftlichen Fragestellungen geforscht, beispielsweise zu welcher Sprache sich ein zweisprachiges Kind vorrangig hinwendet oder wie Kinder mit Behinderung von anderen Kindern angesprochen werden.
Die Präsentation ist Teil einer Kooperation zwischen der Kita und der Universität Erfurt, die Theorie und Praxis der Frühpädagogik enger verknüpfen soll. Die Studierenden erhalten Einblicke in den Alltag einer inklusiven Kita und können wissenschaftliche Forschung mit den Bedingungen in der Praxis verbinden. Die BiLLY-Mitarbeiterinnen erwerben im Gegenzug im Rahmen von Fortbildungen Kenntnisse zu Spracherwerb und Mehrsprachigkeit sowie Wissen aus der Linguistik. Sie reflektieren und entwickeln ihre eigene Sprache, denn ein Schwerpunkt der Kita ist die ganzheitliche Sprachförderung. Gemeinsam mit Prof. Dr. Solveig Chilla von der Uni Erfurt hat BiLLY-Leiterin Anke Mamat dazu für die Studierenden ein begleitendes Blockseminar an der Erfurter Hochschule angeboten. BiLLY ist eine zweisprachige Kita für Kinder mit und ohne Behinderung aus verschiedenen Kulturen. Die Mitarbeiter nutzen sowohl Deutsch als auch Englisch als Umgangssprache und fördern 50 Kinder im Alter von einem Jahr bis zum Schulanfang.
Weitere Informationen zu BiLLY finden Sie auf der Website des Vereins QuerWege e.V.

