Universität Erfurt

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Öffentlicher Vortrag von Jean-Pierre Wils: "Gewalt, Macht und Moral": 12.10.2011

„Gewalt, Macht und Moral. Über Ethik als ‚Religion im Erbe‘ (Ernst Bloch)“ lautet der Titel eines öffentlichen Vortrags, zu dem der Lehrstuhl für Christliche Weltanschauung und Kulturtheorie der Universität Erfurt am Freitag, 21. Oktober, zusammen mit dem Max-Weber-Kolleg der Uni Erfurt einlädt. Referent ist der belgische Theologe und Ethiker Jean-Pierre Wils. Beginn der Veranstaltung ist um 20 Uhr im Max-Weber-Kolleg, Am Hügel 1, der Eintritt ist frei.

Jean-Pierre Wils hat an der katholischen Radboud Universität in Nijmegen den Lehrstuhl für soziale, politische und Kulturphilosophie inne. Der international renommierte Theologe trat 2009 aus Protest gegen die Haltung des Vatikans gegenüber der reaktionären Pius-Bruderschaft aus der katholischen Kirche aus. Moral ist nach seiner Ansicht ebenso wie Religion eine Zivilisationstechnik zur Befriedung von Konflikten. Da die Beziehung von Moral und Religion jedoch nicht frei von Kollisionen sei, könne nur eine radikal transformierte Religion auf Dauer moralkompatibel sein.

Der Vortrag findet im Rahmen einer Internationalen Fachtagung über „Erfahrung und Ethik“ des Lehrstuhls für Christliche Weltanschauung statt, an der vom 20. bis 22. Oktober Fachleute aus Theologie und Philosophie aus fünf europäischen Ländern und den USA teilnehmen. Die von Prof. Dr. Christof Mandry organisierte und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanzierte Tagung wertet den Beitrag aus, den der „experientielle Ansatz“ des Moraltheologen Dietmar Mieth zur christlichen Ethik in den vergangenen 40 Jahren geleistet hat. Der wegen seinen Arbeiten zur Bioethik auch außerhalb der Wissenschaft bekannte Mieth war bis 2009 Professor für Theologische Ethik an der Universität Tübingen und forscht seither als Fellow am Max-Weber-Kolleg über Meister Eckhart.

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