Universität Erfurt

Vorlesungsreihe "Bildungsgeschichten"

Sommer-Semester 2017

22. Mai, 20 Uhr, Hörsaal Coelicum, Domstraße 10

Dr. Rudolf Suntrup, Münster:

„‘Kirche‘ in der hochmittelalterlichen Liturgieerklärung: Das ‚Rationale divinorum officiorum‘ des Wilhelm Durandus“

Pressemitteilung

Winter-Semester 2015/2016

16. November, 20 Uhr, Hörsaal Coelicum, Domstraße 10

Dr. Véronique Rouchon Mouilleron, Université Lumière Lyon2:

Räder zum Denken. Über den Traktat "De missarum mysteriis" des Lothar von Segni und die Illustrationen des Textes im 13. Jahrhundert

Pressemitteilung

Winter-Semester 2013/2014

Am Dienstag, den 29.10.2013, stellt der Leiter der Bibliothèque Humaniste de Sélestat, Laurent Naas, seine Bibliothek im Coelicum, Domstr. 10, vor.

Thema: „Die Bibliothek der Lateinschule von Schlettstadt und ihr Beitrag zur Entwicklung des Humanismus im Elsass (1452–1530)“.

Pressemitteilung

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Winter-Semester 2010/2011

Mittwoch, 26. Januar 2011, 19.30 Uhr s.t., Hörsaal Coelicum, Domstraße 10

Prof. Dr. Peter Walter, Freiburg/Br.

"Ehemalige Erfurter Studenten als Buchliebhaber. Der Wormser Bischof Johannes von Dalberg und seine Bibliothek"

Pressemitteilung

 

27. Oktober 2010, 19 Uhr s.t., Coelicum, Domstr. 10

Dr. Christian T. Leitmeir, Bangor: "Die musikalischen Blüten der Amploniana"

Der Amplonius-Stipendiat der Universität Erfurt wird an diesem Abend über seine jüngsten Forschungen in der „Bibliotheca Amploniana“ berichten. Seit einigen Wochen untersucht er einen der wichtigsten Musiktrakte des Hochmittelalters, der sich nur in einer Handschrift der „Amploniana“ erhalten hat.

Pressemitteilung vom 21.10.2010

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Sommer-Semester 2010

17. Mai 2010, 19.30 Uhr, Coelicum, Domstr. 10

Prof. Dr. Freimut Löser, Augsburg: "Meister Eckharts ältester Armutstext und die Reden der unterscheidunge"

Im Bereich der Eckhart-Forschungen sind immer noch Entdeckungen und Überraschungen möglich. Löser wird einen Meister Eckhart zugeschriebenen, kürzlich erst entdeckten Text behandeln, den er mit den zu Ende des 13. Jahrhunderts von Eckhart in Erfurt verfassten „Reden der Unterweisung“ in Verbindung setzt. Die Frage der materiellen wie der geistlichen Armut beschäftigte nämlich nicht nur die Bettelmönche, vielmehr handelte es sich um ein zentrales Thema geistlichen Lebens. Armut meinte nicht nur die Freiheit von materiellen Gütern, sondern auch die ermöglichte Freiheit und Offenheit als geistig-geistliche Aufgabe und Möglichkeit. Damit gewinnen das theologiegeschichtliche Thema und die Gestalt Meister Eckharts einmal mehr aktuelle Bedeutung.

Pressemitteilung vom 11.05.2010

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Winter-Semester 2009/2010

23. November 2009, 19.30 Uhr, Coelicum, Domstr. 10

Prof. Dr. Ulrich Köpf, Tübingen: "Vom Scholaren zum Doktor der Theologie - Der Studiengang des Theologen im Spätmittelalter"

Im März 1509 wurde Martin Luther zum Baccalaureus biblicus promoviert. Aus diesem Anlass wird der Tübinger Emeritus für Kirchengeschichte Ulrich Köpf über Voraussetzungen und Bedingungen des mittelalterlichen Theologiestudiums referieren und der Frage nachgehen, womit sich ein mittelalterlicher Student der Theologie in seinem Studium beschäftigte.

Pressemitteilung vom 19.11.2009

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Sommer-Semester 2009

25. Mai 2009, 19.30 Uhr, Bibliothek des Augustinerklosters (Augustinerstr. 10)

Prof. Dr. Pekka Kärkkäinen, Helsinki: "Luthers Erfurter Lehrer und die aristotelische Psychologie"

Der finnische Theologe Pekka Kärkkäinen wird sich der Psychologie als Teil des Studiums zur Zeit Martin Luthers widmen. Sein Vortrag wendet sich der Psychologie im Kontext der mittelalterlichen aristotelischen Naturphilosophie zu. Wer zur Lutherzeit in Erfurt studierte, musste sich vor seinem Bakkalaureatsexamen mehrere Monate per Lektüre mit der aristotelischen Psychologie auseinandersetzen. Der finnische Wissenschaftler wird die einzelnen Professoren, die auf diesem Gebiet lehrten, vorstellen. Sie beeinflussten auch Martin Luther. Indem Kärkkäinen ihre Themen und Theorien präsentiert, eröffnet er einen ungewohnten Blick in das Universitätsleben der Zeit.

Prof. Dr. Pekka Kärkkäinen forscht am Department of Systematic Theology der Universität Helsinki. Er hat sich auf die Theologie der Reformationszeit und auf spätmittelalterliche nominalistische Philosophie spezialisiert. Derzeit untersucht er die philosophische Psychologie der Scholastik von 1480 bis 1520 und ihren Einfluss auf die Reformation. Kärkkäinen ist durch eine Reihe von Veröffentlichungen zu seinen Forschungsthemen dem wissenschaftlichen Publikum bekannt. 2005 erschien in deutscher Übersetzung seine Studie "Luthers trinitarische Theologie des Heiligen Geistes" in den Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Geschichte Mainz

Pressemitteilung vom 19.05.2009

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Winter-Semester 2008/2009

3. Dezember 2008, 19 Uhr s. t., Coelicum, Domstraße 10
Dr. Brigitte Pfeil, Erfurt: "Annäherung an ein Leben. Neue Forschungen zu Amplonius Rating de Berka."

Amplonius Rating de Berka (ca. 1353-1435), Mediziner, Theologe und Universitätslehrer von Rang, gehört durch die Gründung des "Collegium Amplonianum" und aufgrund der Stiftung seiner außerordentlichen Büchersammlung, der "Bibliotheca Amploniana", zu den herausragenden Gestalten der Erfurter Universitäts- und Geistesgeschichte. Doch weist seine Biographie immer noch viele "weiße Flecke" auf, auch wenn wesentliche Rahmendaten seines Lebens seit langem bekannt sind.
Auf der Basis ihrer aktuellen Forschungen kann die Referentin nun neue Bausteine zur Beantwortung der Frage liefern: "Wer war Amplonius?". Von besonderem Interesse ist dabei – mit Blick auf seine Herkunft und Familie, seinen Bildungsweg sowie seinen Aufstieg in Universität und kirchlicher Hierarchie –, was ihn zum Aufbau seiner Büchersammlung und der Stiftung seines Collegiums bewegt und angetrieben haben könnte.

Pressemitteilung vom 28. November 2008

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Sommer-Semester 2008

15. April 2008, 19 Uhr s. t., Coelicum, Domstraße 10
Mag. Isabella Schiller, PD Dr. Dorothea Weber und Dr. Clemens Weidmann, Wien: "Neue Erfurter Augustinus-Predigten. Ein Aufsehen erregender Fund"
 
Im Jahr 2007 stieß Isabella Schiller in einer äußerlich unscheinbaren Handschrift der "Bibliotheca Amploniana" auf Predigten, die sich im Zuge der wissenschaftlichen Bearbeitung als authentische, bisher aber unbekannte Augustinustexte erwiesen. Der Vortrag, in dem die Entdeckung erstmals einer breiteren Öffentlichkeit präsentiert wird, zeichnet die Geschichte dieser Textsammlung nach, stellt den Inhalt der neuen Predigten vor und gibt Einblick in die Methoden der Echtheitskritik.

Pressemitteilungen vom 26. März 2008 (pdf) und vom 9. April 2008 (pdf)

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Winter-Semester 2008

8. Februar 2008, 19 Uhr s. t., Coelicum, Domstraße 10
Prof. Dr. Arnold Angenendt, Münster: "Akademische Freiheit im Mittelalter"
 
Als Nachlass eines Gelehrten und Universitätsprofessors sind die Handschriften der "Bibliotheca Amploniana" bemerkenswerte Zeugnisse der frühen Universitätskultur und ermöglichen verschiedenste Einblicke in das Studium und die wissenschaftlichen Auseinandersetzungen an mittelalterlichen Universitäten.
Viele dieser Handschriften legen aufgrund ihrer Zusammensetzung und ihrer Gebrauchsspuren beredtes Zeugnis ab über Inhalte und Methoden der Wissensvermittlung und auch über das Bemühen, sich beispielsweise philosophische und theologische Stoffe immer wieder neu anzueignen.
Mit Blick auf solche Quellen und auf den universitären Alltag des Mittelalters lautet daher eine Frage, die sich heute stellt, wie frei Akademiker der Zeit waren, ihre Gedanken zu äußern, neue Themen zu erschließen und wissenschaftliche Probleme zu diskutieren.

Pressemitteilung vom 6. Februar 2008 (pdf)

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Sommer-Semester 2007

19. Juni 2007, 19:30 Uhr, Coelicum, Domstraße 10
Prof. Dr. Nikolaus Henkel, Hamburg: "Bücher und Wissensorganisation im Übergang zur Neuzeit. Die Bibliothek des Amplonius Rating"
 
Zu den bemerkenswerten Intellektuellen des ausgehenden Mittelalters gehört Amplonius Rating, Doktor der Freien Künste und der Medizin. Das Verzeichnis seiner Bibliothek (um 1410/12) zeigt ein System umfassender Wissensorganisation, dessen Grundlage die Grammatik und die Kenntnis der Klassiker bildet, das aber ebenso Philosophie, Mathematik, Naturwissenschaften und Medizin, Jura und Theologie einschloss. Wie Amplonius seinen immensen Bücherbestand ordnete und für die gezielte Benutzung erschloss, wie er die Texte hinsichtlich Kommentierung, Glossierung und Benutzbarkeit charakterisierte, wird anhand seines Bibliothekskatalogs verfolgt werden. Auf diese Weise soll ein Einblick in die bildungsgeschichtliche Situation am Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit gewonnen werden.

Pressemitteilung vom 15. Juni 2007 (pdf)

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Winter-Semester 2006

18. Januar 2007, 19:15 Uhr, Coelicum, Domstraße 10
Prof. Dr. Michael Borgolte, Berlin: "Universität und Intellektueller - Erfindungen des Mittelalters unter dem Einfluss des Islam?"
 
Die Vorlesung wird sich der Bedeutung des Islam für die Geschichte der europäischen Universität widmen.

Pressemitteilung vom 11. Januar 2007 (pdf)

 

1. November 2006, 19:30 Uhr, Coelicum, Domstraße 10
Dr. Daniel Deckers, Frankfurt: "Oeconomia moderna. Die Wirtschaftsethik des Konrad Summenhart (1455-1502)."
 
Konrad Summenhart, der aus Calw stammte und 1502 in der Abtei Schuttern bei Lahr starb, wirkte als Theologe, Kanonist und Naturphilosoph. Er lehrte nach dem Studium, das ihn nach Heidelberg und Paris führte, in Tübingen, wo er unter anderem mehrfach Rektor der Universität und Dekan der Artistenfakultät war. Seit 1484 arbeitete er an der Theologischen Fakultät in Tübingen. Er gilt als einer der bedeutendsten Gelehrten seiner Zeit. Summenhart, der sich mit Theologie, Jurisprudenz, Ökonomie und Naturphilosophie befasste, war ein Vertreter einer Reformtheologie vor der Reformation. Der Vortrag greift einen besonderen Aspekt seines Werkes auf: Er wird sich mit der Wirtschaftsethik Summenharts beschäftigen. Für die Vorlesungsreihe zur Amploniana ist Summenhart deshalb von Interesse, weil sich Handschriften seiner Werke in der Erfurter Bibliothek befinden.

Pressemitteilung vom 27. Oktober 2006 (pdf)

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Winter-Semester 2005/2006

17. Januar 2006, 19:30 Uhr, Coelicum, Domstraße 10
Prof. Dr. Manfred Gerwing, Eichstätt: "Kann Gott alles, was er will? "De apice theoriae" des Nikolaus von Kues oder: Spätmittelalter aktuell."
 
Im Mittelpunkt steht eine Spätschrift des Theologen und Philosophen Nikolaus von Kues, der ein Zeitgenosse des Amplonius war. Die Schrift gilt als eine letzte Fortführung seines denkerischen Ansatzes und fragt nach der Schärfung menschlichen Geistes für das Sehen Gottes. Der Vortrag wird nicht nur in Thema und Argumentation einer spätmittelalterlichen Schrift einführen, sondern zugleich die Frage stellen, inwieweit solche Texte heute noch Aktualität beanspruchen können.

Pressemitteilung vom 16. Januar 2006 (pdf)

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