Universität Erfurt

Forschungsbibliothek Gotha

Handschriften

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Aktuelle Projekte

Die reformationsgeschichtlichen und historiographischen Quellen des frühen 18. Jahrhunderts auf Schloss Friedenstein Gotha

Erschließung des Nachlasses des Theologen und Kirchenhistorikers Ernst Salomon Cyprian (1673-1745) in der Forschungsbibliothek Gotha und dem Thüringischen Staatsarchiv Gotha

Laufzeit: seit 2014

Im Mittelpunkt des Projektes steht der ca. 3.900 Dokumente umfassende Briefwechsel des lutherisch-orthodoxen Theologen Ernst Salomon Cyprian (1673─1745) mit etwa 600 Persönlichkeiten in ganz Europa. Das Projekt erschließt zudem die umfangreiche Materialsammlung Cyprians für seine eigenen großen kirchen- und reformationsgeschichtlichen Editionen und Werke sowie den von ihm rund um das Reformationsjubiläum 1717 zusammengetragenen Fundus zur Geschichte der protestantischen Bewegungen.

Die Beschreibung der Handschriftenbände erfolgt gemäß den Regeln zur Erschließung von Nachlässen und Autographen (RNA). In dem Projekt erfasst die Forschungsbibliothek erstmalig ihre handschriftlichen Dokumente in der zentralen Datenbank für Nachlässe und Autografen Kalliope. Nach Abschluss des Projektes erscheint ein gedruckter Katalog.

Förderer: Deutsche Forschungsgemeinschaft
Ansprechpartner: Cornelia Hopf
Bearbeiter: Dr. Daniel Gehrt, Gabriele Kern, Franziska König

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Sekundäreinträge in orientalischen Handschriften

Laufzeit: 2013-2015

In Kooperation mit der Universität Leipzig werden im Rahmen des ESF-Projekts „Wissensrohstoff Text“ aus rund 3000 orientalischen Handschriften der Gothaer Sammlung Sekundäreinträge in einer Datenbank verzeichnet. Neben der Erschließung von Lese- und Besitzvermerken, Stiftungseinträgen sowie Überlieferungszeugnissen sollen die im Eintrag genannten Personen soweit möglich mit biographischen Daten und Literaturangaben kontextualisiert werden. Über Filter können diese für die Geschichte und Überlieferung der jeweiligen Handschrift bedeutenden Informationen durchsucht werden.

Diese Erschließung der Sekundäreinträge ermöglicht nicht nur eine differenzierte Erforschung der Buch- und Bibliothekskultur des islamischen Nahen Ostens, sondern leistet ebenso einen entscheidenden Beitrag zur Sozialgeschichte der Region. 

Förderer: Europäischer Sozialfonds
Ansprechpartner:  Boris Liebrenz, M.A.
Bearbeiter: Boris Liebrenz, M.A.

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Katalogisierung der Musikhandschriften der Forschungsbibliothek Gotha

Laufzeit: seit 2005

Die historisch gewachsene Musikaliensammlung der Forschungsbibliothek mit Schwerpunkt auf der thüringischen Musikgeschichte enthält:

  • musiktheoretische Schriften (ungefähr 8.000 Noten, darunter ca. 1.400 handschriftliche),
  • teilweise eigenhändig geschriebene Kompositionen der Kapellmeister der Gothaer Hofkapelle des 17. und 18. Jahrhunderts, darunter
    • einige der Herzoglichen Familie,
    • thüringische Komponisten des 18. bis 20. Jahrhunderts und
    • böhmische Komponisten der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts,
  • etwa 130 Handschriften des Bückeburger Johann Christoph Friedrich Bach aus der weit verzweigten Musikerfamilie Bach.

Die Gothaer Musikhandschriften werden nach den Regeln des Répertoire International des Sources Musicales (RISM) über die Arbeitsstelle Dresden an der Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz und am Thüringischen Landesmusikarchiv Weimar mitunter erstmals detailliert erschlossen und im Online Catalogue of Musical Sources des RISM nachgewiesen (Sigel D-GOl).

Förderer: Répertoire International des Sources Musicales (RISM) 
Ansprechpartnerin: Cornelia Hopf (Gotha)
Bearbeiter: Marina Gordienko (Berlin), Dr. Undine Wagner (Weimar)

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Abgeschlossene Projekte

Katalogisierung der nachreformatorischen Handschriften aus dem Nachlass der Theologen Johann und Johann Ernst Gerhard in der Forschungsbibliothek Gotha

Laufzeit: 2009-2013

Darunter zählen:

  • 188 so genannte nachreformatorische Handschriftenbände vor allem mit Korrespondenzen Johann und Johann Ernst Gerhards (insgesamt rund 3.700 Briefe), ihren Lebensdokumenten, Werkmanuskripten und unterschiedlichen Sammlungen
  • 12 orientalische Handschriften (Arabisch, Ägyptisch, Persisch, Türkisch)

Das Überlieferungskorpus ist in der Forschung nahezu unbekannt und kann neue Impulse für die historisch-theologische Erforschung des Luthertums und der Lutherrezeption ebenso wie für weitere reformations-, kultur-, universitäts-, politikgeschichtlich sowie theologisch ausgerichtete Forschungen zu den mitteldeutschen Territorien der Frühen Neuzeit geben.
Die Erschließung erfolgte nach den Regeln zur Erschließung von Nachlässen und Autographen (RNA). Die Ergebnisse wurden in die Handschriftendatenbank HANS eingepflegt, der Nachweis im zentralen Nachlass- und Autografen-Portal Kalliope ist vorgesehen. Der gedruckte Katalog ist in Vorbereitung.


Förderer: Deutsche Forschungsgemeinschaft
Ansprechpartner: Cornelia Hopf
Bearbeiter: Dr. Daniel Gehrt, Gabriele Kern, Franziska König, Dr. Hendrikje Carius

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Katalogisierung der Reformationshandschriften der Forschungsbibliothek Gotha

Lauzeit: 2004-2009

Die gesammelten theologischen und kirchenhistorischen 259 Handschriften (kurz: Reformationshandschriften), darunter ca. 14.000 Briefe, zeugen vom gelebten Luthertum im Gothaer Herzogshaus.

Darunter zählen:

  • Stellungnahmen und Aufzeichnungen zu den Religionsgesprächen und -auseinandersetzungen,
  • Briefsammlungen,
  • Manuskripte theologischer Werke,
  • Lieder und Tischgespräche, vor allem aus dem Bereich des lutherischen Bekenntnisses,
  • niedergeschriebene Auseinandersetzungen zwischen den Philippisten und Flacianern in Sachsen und Thüringen.

Der überwiegende Teil der Handschriften war der Forschung unbekannt. Die Erschließung dieser Handschriften erfolgte nach den Richtlinien der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Die Ergebnisse  können in der Handschriftendatenbank HANS recherchiert werden. Der Nachweis im zentralen Nachlass- und Autografen-Portal Kalliope ist vorgesehen. Ein umfangreicher gedruckter Katalog ist erschienen:

Katalog der Reformationshandschriften: Aus den Sammlungen der Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha'schen Stiftung für Kunst und Wissenschaft / beschr. von Daniel Gehrt. - Wiesbaden, 2015. - XLII, 707; 699 S. – ISBN 978-3-447-10182-0 (Die Handschriften der Forschungsbibliothek Gotha ; 2,1. 2,2).

Förderer: Deutsche Forschungsgemeinschaft
Ansprechpartnerin: Cornelia Hopf
Bearbeiter: Dr. Daniel Gehrt, Gabriele Kern, Franziska König

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Pietistische Kommunikationsnetzwerke. Erschließung der pietistischen Korrespondenz im Hauptarchiv der Franckeschen Stiftungen zu Halle und in der Forschungsbibliothek Gotha

Laufzeit: 2008-2012

Der Hallesche Pietismus als Reformbewegung erzeugte im 18. Jahrhundert ein nahezu weltweites Echo aufgrund gut organisierter und weit gespannter Kommunikationsnetzwerke um August Hermann Francke. Erhalten ist die Korrespondenz mit den universitären, kirchlichen und staatlichen Institutionen in Halle, Berlin und Preußen sowie mit Partnern im Ausland von etwa 1660 bis 1769. Diese gibt Aufschluss über die Entstehung, Etablierung und Wirkung des Halleschen Pietismus.

18.000 Briefe im Hauptarchiv der Franckeschen Stiftungen Halle und 65 umfangreiche Briefbände in Gotha wurden in einer gemeinsamen Datenbank erschlossen (Vorauswahl „Bestand: Forschungsbibliothek Gotha“ möglich) und können über das nationale Verbundinformationssystem für Nachlässe und Autografen  Kalliope ermittelt werden.

Förderer: Deutsche Forschungsgemeinschaft
Ansprechpartner: Dr. Britta Klosterberg, Dr. Jürgen Gröschl (Halle), Cornelia Hopf (Gotha)
Bearbeiter: Dr. Erika Papst, Dr. Carsten Hommel (Halle)

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Katalogisierung der deutschsprachigen mittelalterlichen Handschriften der Forschungsbibliothek Gotha

Laufzeit: 2002-2007

Die Forschungsbibliothek besitzt etwa 100 Bände deutschsprachiger mittelalterlicher Handschriften (13.-16. Jahrhundert), wie

  •  Kodizes wie die mit 499 Miniaturen ausgestattete Handschrift der „Sächsischen Weltchronik“,
  •  Zeugnisse der klassischen mittelhochdeutschen Literatur und
  •  Unikate wie der Versroman „Reinfried von Braunschweig“.

Darüber hinaus ist das gesamte Spektrum der spätmittelalterlichen deutschen Literatur vertreten.

Die Erschließung dieser Handschriften nach den Richtlinien der Deutschen Forschungsgemeinschaft erfolgte am Handschriftenzentrum der Universitätsbibliothek Leipzig. Die Beschreibungen sind in der ausführlichen Projektseite und in der Handschriftendatenbank Manuscripta mediaevalia recherchierbar. Ein gedruckter Katalog ist in Vorbereitung.

Förderer: Deutsche Forschungsgemeinschaft
Ansprechpartnerin: Cornelia Hopf (Gotha)
Bearbeiter: Dr. Falk Eisermann (Berlin)

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Katalogisierung der lateinischen mittelalterlichen Papierhandschriften der Forschungsbibliothek Gotha

Laufzeit: 1993-1998

Die Forschungsbibliothek Gotha besitzt 111 Bände lateinischer mittelalterlicher Handschriften (13. bis 16. Jahrhundert), die auf Papier geschrieben sind. Den breitesten Raum nehmen theologische Kodizes (58) pastoral- bzw. moraltheologischen Inhalts ein. Am bedeutendsten und interessantesten ist die Gruppe mit Texten antiker Autoren und humanistisch ausgerichteter Texte (23). Einige der Bände gehörten vormals in die Bibliotheken Sebastian Brants und Albrechts von Eyb. Zu den naturwissenschaftlichen Handschriften (19) zählen vor allem medizinische, astronomisch-astrologische und mathematische Texte. Während der Katalogisierung konnte eine bisher unbekannte lateinische Fassung des katalanischen Werkes ‚Oracions e contemplacions de l’entiment’ des Raimundus Lullus identifiziert werden.

Die Erschließung dieser Handschriften nach den Richtlinien der Deutschen Forschungsgemeinschaft erfolgte am Handschriftenerschließungszentrum der Bayerischen Staatsbibliothek München. Die Ergebnisse liegen in einem gedruckten Katalog vor und sollen in der Handschriftendatenbank Manuscripta mediaevalia nachgewiesen werden.

Förderer: Deutsche Forschungsgemeinschaft
Ansprechpartnerin: Cornelia Hopf (Gotha)
Bearbeiterin: Dr. Elisabeth Wunderle (München)

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