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Max Brod – ein Genie der Vermittlung: Ausstellung in der Universitätsbibliothek Erfurt vom 01.10.-07.11.2014

Der aus Prag stammende jüdische Schriftsteller und Komponist Max Brod (1884-1968) ist heute oft nur als Freund Franz Kafkas und erster Herausgeber dessen Werke bekannt. Max Brod war jedoch ein überaus produktiver Autor und verfasste eine stattliche Reihe von Romanen und Erzählungen, die teilweise auch verfilmt wurden. Er war Journalist, Redakteur des „Prager Tagblatts“ und Mittelpunkt des legendären „Prager Kreises“, dem neben Kafka und Werfel viele andere Dichter angehörten.

Max Brod bemühte sich um eine Verständigung zwischen Deutschen und Tschechen in der neu gegründeten tschechoslowakischen Republik, indem er den kulturellen Austausch förderte und durch eigene Übersetzungen unterstützte. 1939 emigrierte Brod nach Palästina, verstand sich jedoch bis zu seinem Tode als Schriftsteller deutscher Sprache und trat für die Versöhnung mit Deutschland auch nach der Erfahrung der Shoah ein.

Anlässlich seines 130. Geburtstags präsentiert die Universitätsbibliothek in drei Vitrinen im Erdgeschoss eine kleine Ausstellung mit Exponaten aus der „Sammlung Teufel“, die das vielseitige Lebenswerk Max Brods zeigt. Schwerpunkte der Ausstellung sind Brods literarisches Schaffen, seine Rolle als Mittelpunkt des „Prager Kreises“ und seine Bedeutung als Mittler zwischen den Kulturen.
Die „Sammlung Teufel“, ein Geschenk an die Universität Erfurt im Jahr 1997, umfasst u.a. einen repräsentativen und in dieser Form einmaligen Bestand an mitteleuropäisch-jüdischer Literatur.

Die Ausstellung, die von Dr. Evgenia Grishina konzipiert wurde, ist während der Öffnungszeiten der Universitätsbibliothek zu sehen.

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Blick in die Ausstellung: Ausstellungstafeln

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