Universität Erfurt

Universitätsbibliothek Erfurt

Bibliotheca Amploniana

Die Bibliotheca Amploniana gilt als die größte noch geschlossen erhaltene Handschriftensammlung eines spätmittelalterlichen Gelehrten. Ihr Stifter war der Arzt, Gelehrte und zweite Rektor der Universität Erfurt, Amplonius Rating de Bercka (1363/65 - 1435). 1412 übergab er seine Sammlung (633 Bände) an das ebenfalls von ihm ins Leben gerufene Collegium Amplonianum Erfurt. Seit Erfindung des Buchdruckes kamen auch gedruckte Werke in die Bibliothek, die so genannten Libri Amploniani (LA.). Im Laufe der wechselvollen Geschichte der Universität und vor allem nach deren Schließung 1816 gingen wertvolle Schriften verloren oder gelangten in fremdes Eigentum. 
Aufgrund der Initiative Erfurter Bürger konnte die Sammlung mit heute 979 Handschriftenbänden nach der Schließung der Universität für Erfurt erhalten werden. Sie ist seit 1908 im Besitz der Stadt Erfurt und wurde im Dezember 2001 als Dauerleihgabe an die Universität Erfurt übergeben. 

Zu den Codices Amploniani (CA.) zählen 269 Bände zur Theologie, 219 Bände zur Philosophie, 153 Bände zu Grammatik, Rhetorik, Dichtkunst und klassischen Autoren, 124 Bände zur Medizin, 80 Bände zur Mathematik, 67 Bände zu Zivil- und Kirchenrecht sowie 67 Bände zu weiteren Themen. 

Ein  "... Verzeichniss der Amplonianischen Handschriftensammlung zu Erfurt" von Wilhelm Schum erschien bereits 1887 in Berlin. Es enthält die Beschreibungen aller Handschriften der Bibliotheca Amploniana.

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