Universität Erfurt

Universitätsbibliothek Erfurt

Weitere Handschriften

Erfurter Handschriften, Codices Erfordenses

Neben der Bibliotheca Amploniana gelangten weitere Handschriften, Nachlassstücke, Akten und Archivalien aus der alten Universitätsbibliothek, verschiedenen Erfurter Klöstern, Vereinen, Institutionen und von Privatpersonen zunächst in die Königlich Preußische Bibliothek zu Erfurt, ab 1908 in den Besitz der Stadt Erfurt und wurden als so genannte Codices Erfordenses (CE.) getrennt von der Amploniana aufgestellt. Im Zuge der Übergabe der historischen Handschriften- und Buchbestände der Stadt Erfurt als Dauerleihgabe an die Universität Erfurt wurden einzelne Teile in das Stadtarchiv Erfurt überführt. Die Sammlung in der Universitätsbibliothek umfasst heute 514 Bände. Unter den Codices Erfordenses finden sich  28 mittelalterliche Handschriften, die in einem 2005 publizierten Katalog online nachgewiesen sind. Außer den 28 mittelalterlichen Handschriften stammen die Codices Erfordenses überwiegend aus dem 16. bis 20. Jahrhundert. Besonders hervorzuheben sind die Stammbücher adeliger Familien, vier hebräische Schriftrollen, zwei südindische Palmblatthandschriften und ein babylonisches Tontäfelchen. Hinzu kommen 82 historische Bibliothekskataloge und die als Depositum aus Privatbesitz im Jahre 2003 übergebene Krafftsche Chronik. Die neuzeitlichen Codices Erfordenses sind in einem handschriftlichen Katalog verzeichnet. Die Handschriften sind nach Voranmeldung im Sonderlesesaal der Universitätsbibliothek zu benutzen.

Handschriftenfragmente

Neben den Handschriften der Bibliotheca Amploniana und den Codices Erfordenses bewahrt die Universitätsbibliothek gesondert mehr als 370 nummerierte Handschriftenfragmente. Die Fragmente stammen aus den Codices Amploniani und Erfordenses, sowie den Inkunabeln und den historischen Drucken des 15. bis 18. Jahrhunderts. Das älteste Stück lässt sich in das 6. Jahrhundert datieren. Zu einem Teil der Fragmente gibt es im " ...Verzeichniss der Amplonianischen Handschriftensammlung zu Erfurt" von Wilhelm Schum (Seiten 953-956, 991-1008) kurze Beschreibungen bzw. Hinweise. Darüber hinaus ist eine Kartei der Handschriftenfragmente vorhanden, die nach den Signaturen der Trägerbände geordnet ist und Angaben zur genauen Fundstelle, dem Beschreibstoff und der Größe enthält. Etwa ein Fünftel der Fragmente wurde bisher in noch unvollständiger Form neu katalogisiert. Die Fragmente sind nach Voranmeldung im Sonderlesesaal der Universitätsbibliothek zu benutzen.

Musikhandschriften

Die Musikhandschriften der UB Erfurt sind im Répertoire International des Sources Musicales (RISM) verzeichnet (Bibliothekssigel D-EFU).

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