Universität Erfurt

Fachgebiet Berufspädagogik und Weiterbildung

KoProNa: Konzepte zur Professionalisierung des Ausbildungspersonals für eine nachhaltige berufliche Bildung

Auszeichung: Deutsche UNESCO-Kommission

Auszeichnung: Projekt Nachhaltigkeit

KoProNa - Konzepte zur Professionalisierung des Ausbildungspersonals für eine nachhaltige berufliche Bildung

Ziel des Vorhabens „KoProNa“ ist es, Unternehmen und Bildungseinrichtungen dabei zu unterstützen, ausgehend von den Rahmenbedingungen im Unternehmen, Konzepte und Strategien einer nachhaltigen beruflichen Bildung zu entwickeln, zu implementieren und umzusetzen. Diese sollen für das Thema Nachhaltigkeit sensibilisiert und bei der nachhaltigen Organisation und Neugestaltung der Berufsausbildung unterstützt werden.

Ausgangspunkt des Vorhabens sind insbesondere der Ansatz und die Ergebnisse des BiBB-Modellversuchs „ProfUnt“. Die darin entwickelte „Prozesskette“ der Berufsausbildung fokussierte vor allem die soziale Dimension des sog. „Nachhaltigkeitsdreiecks“. Sie zielte auf die Qualitätsverbesserung der betrieblichen Berufsausbildung. Im Rahmen des hier beschriebenen Projekts „KoProNa“ wird diese „Prozesskette“ nun um die Dimensionen Ökonomie und Ökologie erweitert.

Es wird ein Analyseraster entwickelt, mit dem der aktuelle Entwicklungsstand in Unternehmen im Hinblick auf Nachhaltigkeit und eine nachhaltige Organisation der Berufsausbildung erhoben wird. Auf dieser Grundlage wird ein Workshopkonzept erstellt, mit welchem Personal- und Ausbildungsverantwortliche in Unternehmen bei der Weiterentwicklung oder bei der Implementierung nachhaltiger Strukturen und Konzepte der Berufsausbildung unterstützt werden. Neben der Workshopreihe ist eine individuelle Begleitung des Entwicklungsprozesses in den teilnehmenden Unternehmen vorgesehen. Die Teilnehmenden werden als Multiplikatoren verstanden, die den Ansatz im Unternehmen weitertragen. So versteht sich der Modellversuch als ein Ansatz, der auf der persönlichen Ebene der Beteiligten und auf den individuellen Bedürfnissen der Betriebe, entsprechende Veränderungen herbeiführen will. Folglich stellt der Ansatz einen Prozess, der aus den Betriebsstrukturen selbst getragen und nicht von außen in die Strukturen auferlegt wird, dar.

Der Transfer der Projektergebnisse wird durch Fachveröffentlichungen und Fachbeiträge auf Tagungen gewährleistet. Sie werden außerdem in Form eines Handbuchs kostenfrei zur Verfügung gestellt. Das zu entwickelnde Analyseraster und die darauf beruhende Workshop-Konzeption werden über die Projektlaufzeit hinaus, z.B. in Studiengängen und Weiterbildungsangeboten verstetigt.

Der Modellversuch wird gefördert vom Bundesinstitut für Berufsbildung aus den Mitteln des Bundesminsteriums für Bildung und Forschung.

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