Democratic Institutions in the Global South

Forschungsprofil

Das Projekt "Demokratische Institutionen im Globalen Süden" trägt zu neuen Erkenntnissen über die Funktionsweise demokratischer Institutionen im Globalen Süden bei, über ihre (Un-)Wirksamkeit, mächtige Exekutivorgane einzuschränken, und über die Auswirkungen bestimmter Institutionen auf die demokratische Qualität und die Stabilität von Regimen. Der Schwerpunkt liegt auf Ländern mit präsidialen Verfassungen, d.h. solchen mit direkt gewählten Präsidenten, eine institutionelle Wahl, die sich in den letzten Jahrzehnten weltweit verbreitet hat. 

In diesem vom Leibniz-Professorinnenprogramm geförderten und in Kooperation mit GIGA und mit der Willy Brandt School of Public Policy der Universität Erfurt durchgeführten Projekt befassen sich die Forscherinnen und Forscher mit der vertieften, kontextgebundenen Untersuchung politischer Institutionen in ihrem Land bzw. in der Region, in der sie tätig sind, ohne dabei ähnliche Entwicklungen in anderen Regionen der Welt aus den Augen zu verlieren. Die wichtigsten Forschungsfragen sind:
1. Unter welchen Bedingungen können mächtige Führungskräfte in sich konsolidierenden Demokratien zur Rechenschaft gezogen werden?
2. Wie gehen etablierte Politiker mit institutionellen Beschränkungen um? Wann halten sie sich eher an bestehende verfassungsrechtliche Regeln oder neigen sie eher dazu, diese Regeln zu beugen oder zu verändern? An welchen Regeln basteln sie herum, durch welche Mechanismen, und mit welchen Ergebnissen?
3. Unter welchen Bedingungen haben demokratische Institutionen die Macht, mächtige Präsidenten herauszufordern? Wie bauen die Institutionen Kapazitäten auf, um den Machtmissbrauch des Präsidenten zu verhindern? Welche Rolle spielen Gerichte und Gesetzgeber als Kontrollinstitutionen?
4. Welche Auswirkungen haben problematische interinstitutionelle Beziehungen auf die Qualität der Demokratie und das Überleben der Demokratie?

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