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Alumni vorgestellt: Sascha, und was machst du so? 21.03.2019

Warum es ihm an der Uni Erfurt so gut gefallen hat? „Weil man hier etwas bewegen kann und nicht nur studiert“, sagt unser Alumnus Sascha. Er kam einst aus dem Ruhrgebiet, genauer gesagt aus Essen, in die Thüringische Landeshauptstadt, um Staatwissenschaften zu studieren. Heute arbeitet er als Regelschullehrer in Königsee im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt. Wir haben Sascha ein paar Fragen zu seiner Zeit in Erfurt und seinen heutigen Berufsalltag gestellt…

Sascha als Student im StuRa-Shirt

Wie bist du damals auf Erfurt und die Universität aufmerksam geworden?
Eigentlich durch meine erste Liebe, die damals bereits in Erfurt studierte. Ich studierte noch an der Universität Duisburg-Essen Politikwissenschaften und als ich bei meinem ersten Besuch im wunderschönen Erfurt von der Staatswissenschaftlichen Fakultät erfuhr (die es zu dieser Zeit sonst nur an Universitäten der Bundeswehr gab) entschied ich mich, zu wechseln.

Würdest du dich wieder für die Uni Erfurt entscheiden? Und wenn ja, warum?
Ja, würde ich. Vor allem nach den Erfahrungen, die ich an der Uni Duisburg-Essen oder bei Besuchen der Uni Bochum gemacht habe, lernte ich schnell das familiäre Miteinander in Erfurt zu schätzen. Durch mein Engagement im Studentenrat konnte ich hier das Campusleben aktiv mitgestalten und dabei viele wichtige Kontakte knüpfen. Wie gesagt: Man kann hier tatsächlich etwas bewegen und das finde ich gut.

An der Universität Erfurt muss man sich ja nicht sofort im ersten Semester entscheiden, ob man Lehrer werden möchte. Wie war das bei dir, war der Lehrerberuf von Anfang an gesetzt?
Nein, ursprünglich wollte ich Berufsoffizier werden und später auch mal Berufspolitiker. Zum Glück hat beides nicht funktioniert, denn der Job als Lehrer vereint sowohl das Ausbilden und Führen von Menschen, als auch das Gestalten, Entwickeln und Umsetzen von Ideen und Konzepten. Ich wüsste heute gar nicht mehr, was ich stattdessen machen sollte. 

Wie hat dich denn die Universität Erfurt auf das Lehramt vorbereitet?
Ich empfinde die praktischen Anteile meiner Ausbildung an Uni und im Studienseminar nach wie vor als wertvoll und profitiere davon bis heute in meiner täglichen Arbeit, wenngleich ich sie natürlich auch stetig weiterentwickeln muss. Und was die Theorie betrifft, nun ja, die wird eben im Schulalltag häufig vom „echten Leben“ eingeholt. Dann ist Improvisationstalent gefragt – vielleicht die wichtigste Eigenschaft eines guten Lehrers.

Was magst du an Schülern, was ärgert dich bei Ihnen?
Ich mag die Verbundenheit im Schulalltag – auch mit eher schwierigen Schülern. Das sind oftmals diejenigen, die auch lange nach ihrem Abschluss noch grüßen oder auf einen kurzen Plausch vorbeikommen. Und es ist schön, wenn ich irgendwann erfahre, dass einer meiner Schüler beruflich das erreicht hat, was er erreichen wollte und er glücklich mit seinem Leben ist. Insbesondere, wenn es sich um jemanden handelt, der ein eher unglücklicher Schüler war. Und im Gegenzug ärgere ich mich natürlich auch, wenn ein Schüler sein Potenzial verschenkt. Wenn ich weiß, der hat richtig was drauf, mogelt sich aber immer gerade eben so durch. Da würde ich mir manchmal mehr Unterstützung seitens der Eltern wünschen.

Bist du eigentlich auch mit Vorurteilen gegenüber Lehrern konfrontiert – so nach dem Motto „Lehrer haben vormittags Recht und nachmittags frei“?
Nein. Ganz einfach, weil ich den Kontakt mit Personen, die Vorurteile gegen Lehrer haben, soweit wie irgend möglich vermeide. 

Gibt es etwas, was du den heutigen Lehramtsstudierenden mit auf den Weg geben kannst?
Ganz ehrlich? Theorie wird überbewertet und direkte Instruktion ist Frontalunterricht, nur schöner verpackt… (lacht). 

Ein Satz zum Schluss: Was vermisst du aus deiner Studienzeit am meisten?
Die erfolgreiche Arbeit im Vorstand des Studentenrates, die Zusammenarbeit mit dem Präsidium, der Pressestelle, dem Studentenzentrum und solche Dinge – glücklicherweise sind ein paar meiner damaligen Kommilitonen auch heute noch meine besten Freunde. Aber ich schaue auch mit einem kritischen Auge auf den heutigen StuRa – über manche Entwicklung dort bin ich nicht glücklich… 

#alumni #karriere


Die Reihe "Und, was machst du so?"

Die Arbeit an einem besonderen Projekt, der Schritt in die Selbstständigkeit oder die Anstellung in einem Unternehmen bzw. einer Institution; die Wege unserer Alumni sind sehr verschieden und nicht immer geradlinig. Deshalb wollen wir von unseren Absolventen wissen, wo es sie nach dem Studium hin verschlagen hat und wie sie ihr Studium bei ihrer Berufswahl beeinflusst hat.

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Letzte Änderung: 18.02.2019

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