Universität Erfurt

Communication and Digital Media

Sebastian Gerth, M.A.: Images in our Mind and Pictures in our Media. Eine empirische Kultivierungsstudie am Beispiel von Pressefotografien der Ägyptischen Revolution.

Wissenschaftlicher Lebenslauf

  • seit 10/2011: Mitglied im Promotionskolleg ‚Communication and Digital Media‘, Universität Erfurt; Promotion im Bereich visuelle politische Kommunikation am Lehrstuhl für empirische Kommunikationsforschung/Methoden, Universität Erfurt
  • 05/2015 – 08/2015: Forschungsaufenthalt in Washington, D.C. (USA)
  • 11/2013 – 04/2014: Forschungsaufenthalt als Visiting Scholar in Kairo (Ägypten)
  • 10/2005 – 07/2010: Studium an der Friedrich-Schiller-Universität Jena
    • Hauptfach Medienwissenschaft (Schwerpunkt Kommunikationswissenschaft), Nebenfächer Psychologie und Wirtschaftswissenschaften
    • Abschluss: Magister Artium; Magisterarbeitsthema: Zur Identifikation emotionalisierender Medienbildelemente. Eine empirische Studie am Beispiel von Kriegsfotografien. (Abstract, veröffentlicht auch auf Transfer)
    • 10/2008 – 10/2009: Zusatzqualifikation (Studienfach: Rechtswissenschaft)

Praktische Tätigkeiten

  • 10/2011 – 12/2014: In- und externe Organisationskommunikation des Graduiertenkollegs ComDigMed; beschäftigt am Lehrstuhl für Kommunikationswissenschaft mit Schwerpunkt Kinder- und Jugendmedien (Prof. Dr. Sven Jöckel)
  • 10/2011 – 03/2013: Websitebetreuung der DGPuK-Fachgruppe Visuelle Kommunikation
  • 10/2011 – 11/2012, 11/2010 – 05/2011: Wissenschaftlicher Mitarbeiter/Research Consultant 
    (Institut für angewandte Marketing- und Kommunikationsforschung, Erfurt)
  • 2007, 2009: diverse Tätigkeiten als Redakteur & PR-/Communication Consultant (Prompt.Verlag) sowie als Online-Redakteur (Mitteldeutscher Rundfunk, Leipzig)

weitere Informationen zum Lebenslauf

Promotionsvorhaben

Images in our Mind and Pictures in our Media. Eine empirische Kultivierungsstudie am Beispiel von Pressefotografien der Ägyptischen Revolution.

Das Ziel des Forschungsprojektes ist die Offen­le­gung und Ver­ba­li­sie­rung von ste­reo­typen Gedächt­nis­struk­turen der Rezi­pi­enten von Pressefotografien der Arabischen Revolution in Ägypten sowie die Überprüfung der Reprä­sen­tanz dieser generalisierten Vorstellungen in der Bild­be­richt­er­stat­tung in diversen Leit­me­dien aus dem Online-Bereich. Damit werden sowohl auf theo­re­ti­scher als auch auf pra­xis­ori­en­tierter empirisch-analytischer Basis die Struk­turen und Darstellungs­me­cha­nismen des Foto­jour­na­lismus auf zwei Ebenen nachgezeichnet: In den Köpfen der Betrachter und in den unsere Gesellschaft begleitenden Medien.

Die theo­re­ti­sche Grund­lage der Dis­ser­ta­tion bilden insbesondere die Kultivierungshypothese. Es wird davon ausgegangen, dass das eigene Erleben der Protestbewegung die Kultivierung durch rezipierte Medieninhalte überlagert. Mit Hilfe von Informationsverarbeitungstheorie wie z.B. der Schema-Theorie auf Rezipientenseite sowie die (visuelle) Nachrichtenwerttheorie auf der Seite der Medien kann erklärt werden, wie es zur Bildung von visuell-stereotypen Gedächtnisstrukturen kommt und welche Wechselwirkungen mit Medieninhalten bestehen.

In einem ersten Schritt werden Bilds­te­reo­type iden­ti­fi­ziert und cha­rak­te­ri­siert. Hierbei werden zunächst in teil­stan­dar­di­sierten Inter­views Kon­texte von Bil­dern an die Rezi­pi­enten her­an­ge­tragen und die im Kopf ent­ste­henden Bilder mit Hilfe des ikonografisch-ikonologischen Ansatzes nach Panofsky arti­ku­liert. Daran anschließen wird eine Inhalts­ana­lyse, welche als eine Wei­ter­ent­wick­lung der quan­ti­ta­tiven Bild­ty­pen­ana­lyse (vgl. Grittmann/Amman 2009) zu ver­stehen ist. Das Mehr­me­tho­den­de­sign des For­schungs­pro­jektes kon­zen­triert sich auf die Ver­knüp­fung von qua­li­ta­tiven und quan­ti­ta­tiven Ver­fahren zu einem ganz­heit­li­chen Ansatz.

weitere Informationen...

Publikationen

  • Gerth, S. (upcoming): Emotional Impact of War Photographs. In: Saleh, I./Knieper, T. (Eds.): Visual Politics of War. Newcastle, UK: Cambridge Scholars Publishing. 
  • Gerth, S. (2015): Den Krieg im Fokus. Eine Interviewstudie zu emotionalisierenden Bildelementen am Beispiel ausgewählter Kriegsfotografien von James Nachtwey. In: Reer, F./Sachs-Hombach, K./Schahadat, S. (Hrsg.): Krieg und Konflikt in den Medien. Multidisziplinäre Perspektiven auf mediale Kriegsdarstellungen und deren Wirkungen. Köln: von Halem. S. 66-116. 
  • Gerth, S. (2012): Die Erweiterte Bildtypenanalyse. Ein Instrument zur Untersuchung von Pressefotografien aus Rezipienten- und Medienperspektive. In: Geise, S./Lobinger, K. (Hrsg.): Bilder – Kulturen – Identitäten. Analysen zu einem Spannungsfeld Visueller Kommunikationsforschung. Köln: von Halem. S. 285-308. 
  • Diverse Buchrezensionen in rezensionen:kommunikation:medien sowie MEDIENwissenschaft

weitere Publikationen

Lehrerfahrung

  • WS 2015/16 (Bachelor): Außeruniversitäre Forschungspraxis
  • 11/2014: Erwerb des hochschuldidaktischen Zertifikates der HIT (zu den Zertifikatsleistungen)
  • SS 2014 (Master): Methoden der Bildinhaltsanalyse (zus. mit Dr. Stephanie Geise)
  • SS 2013 (Master): Die Methode der standardisierten Inhaltsanalyse in ihrer Anwendung auf Bilder
    (zus. mit Dr. Stephanie Geise)
  • WS 2012/13 (Bachelor): Propädeutikum - Einführung in das (kommunikations-)wissenschaftliche Arbeiten
    (zus. mit Jana Hofmann, M.A.)
  • WS 2011/12 und WS 2012/13 (Bachelor): Gastdozent an der TU Dresden

Vorträge

  • Visuelle Kultivierung. Ein Plädoyer für die Berücksichtigung von Pressefotografien im Kultivierungsansatz. Tagung „Theorien der Visuellen Kommunikationsforschung“ der DGPuK-Fachgruppe „Visuelle Kommunikation“, Universität Erfurt, 20. November 2015.
  • Schicksalsbilder der Arabischen Revolution in Ägypten. Eine Bildsortierstudie zum emotionalen Spannungsgehalt von Pressefotografien aus Mediennutzersicht mit Hilfe der Q-Technik. Pre-Conference der 58. Jahrestagung der DGPuK: Das Potential von (Bild-)Sortierstudien für die Kommunikations- und Medienwissenschaft: Methodik, Anwendung, Auswertungsverfahren. Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, 8. Mai 2013.
  • Zur inszenierten Emotionsinduktion durch Kriegsfotografien. Internationaler Workshop: Krieg und Konflikt in den Medien. Universität Tübingen, 14. Februar 2013 (eingeladener Vortrag).
  • Visual Framing und Bildtypen. Ein Vorschlag zur Integration des Framing-Ansatzes in die Erweiterte Bildtypenanalyse. Tagung „Visual Framing“ der DGPuK-Fach­gruppe „Visu­elle Kom­mu­ni­ka­tion“, hdpk Berlin, 30. November 2012.
  • Visual Con­tent Ana­lysis. Eine empi­ri­sche Studie am Bei­spiel von Pres­se­fo­to­gra­fien zu Pro­test­be­we­gungen. Tagung „Bilder - Kul­turen - Iden­ti­täten“ der DGPuK-Fach­gruppe „Visu­elle Kom­mu­ni­ka­tion“, Universität Erfurt, 8. Oktober 2011.

weitere Vorträge

Drittmittel

  • 07/2015 – 09/2016: Promotionsstipendium der FAZIT-Stiftung
  • 05/2014 – 06/2015, 10/2011 – 10/2013: Christoph-Martin-Wieland-Stipendium
  • 11/2013 – 04/2014: DAAD-Stipendium (Deutscher Akademischer Austauschdienst) für Kairo, Ägypten
  • 11/2013 – 04/2014: Wafedin-Stipendium (Stipendium der ägyptischen Regierung)

Sonstiges

  • 04/2012­­ – 10/2013: Kollegiatensprecher der Forschergruppe ComDigMed
  • Mitglied des Organisationsteams der Kon­fe­renz der nicht-exe­ku­tiven Staats­ober­häupter inner­halb der Euro­päi­schen Union (Arraiolos-Gruppe, 22. September 2015 in Erfurt), orga­ni­siert durch das Aus­wär­tige Amt der Bun­des­re­pu­blik Deutschland
  • Gutachtertätigkeit für die Fachzeitschrift 'Studies in Communication | Media' und die DGPuK-Fachgruppe 'Visuelle Kommunikation' und 'Kommunikationsgeschichte'
  • Lektorat von wissenschaftlichen Studienarbeiten
  • Mitglied des Organisationsteams des Essay-Workshops (28./29. September 2012, Erfurt), gemeinsam mit Martina Mahnke und Rüdiger Müller.
  • Mitglied des Organisationsteams der Tagung "Bilder - Kulturen - Identitäten" (6.–8. Oktober 2011, Erfurt) der DGPuK-Fachgruppe "Visuelle Kommunikation", gemeinsam mit Dr. Stephanie Geise und Stefan Morgenweck.

Navigation

Untermenü

Werkzeugkiste

Nutzermenü und Sprachwahl