Universität Erfurt

Forschungszentrum Gotha der Universität Erfurt

Meldungen 2018

DFG-Projekt „Jacopo Stradas Magnum ac Novum Opus: Ein Münzcorpus des 16. Jahrhunderts“ am Forschungszentrum Gotha um zwei Jahre verlängert

Das seit 2015 am Forschungszentrum Gotha zu Jacopo Stradas Münzzeichnungen laufende Projekt wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft Anfang Dezember 2018 um zwei weitere Jahre verlängert. Damit ist es den beiden wissenschaftlichen Mitarbeitern des Projekts, Dr. Volker Heenes und Dr. Dirk Jacob Jansen, möglich, die noch verbleibenden rund 4.100 Zeichnungen antiker und mittelalterlicher Münzen des Corpus, das in der Forschungsbibliothek Gotha aufbewahrt wird, zu bearbeiten.

Ihre Ergebnisse werden nicht nur in gedruckter Form, sondern auch in digitaler in den Datenbanken des „Census of Antique Works of Art and Architectue Known in the Renaissance“ (HU Berlin/Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften) und in „Translatio Nummorum“ (Kunsthistorisches Institut in Florenz – Max-Planck-Institut) zu Verfügung stehen. Die DFG bewilligte dafür insgesamt rund 450.000 Euro.

Nach oben

Freigeist-Fellowship für Bernhard Schirg am Forschungszentrum Gotha

Die VolkswagenStiftung hat Dr. Bernhard Schirg für sein Projekt „Reaching for Atlantis. The cultural biographies of objects under the Swedish Empire and beyond“ ein Freigeist-Fellowship am Forschungszentrum Gotha der Universität Erfurt bewilligt. Die Stiftung unterstützt damit nach eigenen Angaben „junge außergewöhnliche Forscherpersönlichkeiten, die sich zwischen etablierten Forschungsfeldern bewegen und risikobehaftete Wissenschaft betreiben möchten“. Das Stipendium ist mit einer knappen Million Euro dotiert und zunächst auf die Dauer von fünf Jahren angelegt. „Das Fellowship ist für mich die wunderbare Chance, eine Idee mit größtmöglicher Eigenständigkeit, Freiheit und Offenheit in einem Umfeld und mit einem Team meiner Wahl umzusetzen und meinen Forschungen über disziplinäre Zwänge und klassische Karrieremuster der akademischen Realität hinweg nachgehen zu dürfen“, freut sich Bernhard Schirg. Weiterlesen

Nach oben

Vergabe der Herzog-Ernst-Stipendien für das Jahr 2019

Dank der großzügigen Unterstützung durch die Fritz Thyssen Stiftung konnten Anfang November erneut Herzog-Ernst-Stipendien an 31 Wissenschaftler/innen vergeben werden. Gefördert wird die wissenschaftli-che Beschäftigung mit den Beständen der FBG und den historischen Sammlungen des Verlages Justus Perthes sowie der Stiftung Schloss Friedenstein Go-tha. Infolge des langfristigen Engagements der Fritz Thyssen Stiftung konnten bis heute annähernd 300 Stipendiatinnen und Stipendiaten in ihrer Arbeit geför-dert und durch das FZG unterstützt werden. Das Her-zog-Ernst-Stipendienprogramm hat damit entschei-denden Anteil an der Profilierung Gothas zu einem bedeutenden Forschungsstandort mit internationaler Ausstrahlung.

HES-Stipendiatin des Jahres 2013 mit renommiertem Internationalen Wendelin-Schmidt-Dengler-Wissenschaftspreis 2017 ausgezeichnet

Die ehemalige HES-Stipendiatin Dr. Dorine Mbeudom-Kwekam (Dschang/Kamerun) ist für ihre maßgeblich in Gotha entstandene Forschung ausgezeichnet worden. Die Österreichische Gesellschaft für Germanistik hat Dr. Mbeudom-Kwekam am 2. März 2018 den Internationalen Wendelin-Schmidt-Dengler-Wissenschaftspreis 2017 für ihre Dissertation „Maria Theresia Ledochowska et la colo-nisation religieuse de l‘Afrique“ verliehen. Darin untersucht die Germanistin die dramatischen und publizistischen Schriften dieser polnisch-österreichischen Autorin im Hinblick auf Prozesse der Kolonisierung und Christianisierung Afrikas sowie Genderfragen.

Nach oben

Feierliche Eröffnung des neuen Forschungszentrums

Am 26. Juni 2018 feierte das Forschungszentrum Gotha seinen Umzug in das aufwändig restaurierte Landschaftshaus am Schloßberg 2. Prof. Dr. Martin Mulsow und Prof. Dr. Iris Schröder hießen im Namen des Forschungszentrums rund 75 geladene Gäste im neuen Domizil willkommen.

Grußworte sprachen der Präsident der Universität Erfurt, Prof. Dr. Walter Bauer-Wabnegg, der Oberbürgermeister der Stadt Gotha, Knut Kreuch, sowie der Vorstand der Fritz Thyssen Stiftung, Dr. Frank Suder. Während Walter Bauer-Wabnegg noch einmal die Geschichte des 2004 auf Anregung des Wissenschaftsrats als zentrale wissenschaftliche Einrichtung der Universität gegründeten Forschungszentrums Revue passieren ließ, widmete sich Knut Kreuch der bewegten Geschichte des Landschaftshauses und seiner Vorgängerbauten: Hier wohnte nicht nur im 17. Jahrhundert der bedeutende Gelehrte Hiob Ludolf, das Haus war zudem im Jahr 1918 Schauplatz historischer Ereignisse, als der Gothaer Reichstagsabgeordnete Wilhelm Bock von der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD) am 9. November 1918 vom Balkon die Republik ausrief und Herzog Carl Eduard für abgesetzt erklärte. Frank Suder verwies auf die über 300 Stipendiatinnen und Stipendiaten, die seit 2004 durch das bis heute mit rund 1,5 Mio Euro geförderte Herzog-Ernst-Stipendienprogramm der Thyssen Stiftung mit den Gothaer Bibliotheks- und Sammlungsbeständen arbeiten konnten und während ihres Aufenthalts und darüber hinaus am Forschungszentrum eine wissenschaftliche Heimat gefunden haben. Den Festvortrag hielt der international renommierte Historiker Anthony Grafton von der Princeton University, der die Anfänge der wissenschaftlichen Paläographie zwischen Kalligraphie und Textkritik beleuchtete. Im Anschluss an die Festveranstaltung lud das Forschungszentrum zu einem Empfang im soeben fertiggestellten Innenhof des Gebäudes.

Mit der Eröffnung des Forschungszentrums am neuen Ort endet die fast 10-jährige Sanierung und Restaurierung des repräsentativen Gebäudes am Schlossberg 2, das zwischen 1993 und 2008 leer stand und verfiel. Die Universität Erfurt hat durch ein langfristiges Nutzungskonzept den Weg für die Sanierung geebnet; die Kosten in Höhe von rund 4,5 Mio. Euro wurden aus Mitteln des Freistaates Thüringen, der EU sowie der Stadt Gotha aufgebracht. Im ehemaligen Landschaftshaus stehen dem Forschungszentrum nun geräumige und modern eingerichtete Veranstaltungs- und Büroräume zur Verfügung. Gastwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler können darüber hinaus künftig sogar direkt neben ihren Arbeitsplätzen wohnen, denn im angrenzenden Gebäude am Hauptmarkt 17a-b entstehen derzeit neben zwei weiteren Büroetagen auch Gästewohnungen.

Die Thüringer Allgemeine widmete sich der Eröffnungsveranstaltung in einem eigenen Artikel:

https://gotha.thueringer-allgemeine.de/web/gotha/startseite/detail/-/specific/Mitten-im-Herzen-Gothas-waechst-ein-Campus-1421985910

Nach oben

Das Forschungszentrum zieht um

Das Forschungszentrum Gotha bezieht im Frühjahr und Sommer 2018 neue Räumlichkeiten in zentraler Lage der Gothaer Altstadt direkt am oberen Hauptmarkt. Schon seit dem 2. Mai sind Direktion und Verwaltung im aufwändig sanierten ehemaligen Landschaftshaus am Gothaer Schlossberg 2 zu finden; auch ein Teil der Wissenschaftlichen Mitarbeiter/innen und Gastwissenschaftler/innen hat hier neue Arbeitsplätze gefunden. Die übrigen Mitarbeiter/innen und Stipendiat/innen verbleiben voraussichtlich bis Anfang September im gewohnten Sitz des Forschungszentrums im östlichen Pagenhaus von Schloss Friedenstein; dann werden auch sie an den oberen Hauptmarkt in das direkt neben dem Landschaftshaus gelegene moderne Gebäude mit der Adresse Hauptmarkt 17a-b umziehen, in denen neben zwei Büroetagen auch Gästewohnungen für Stipendiat/innen und Gastwissenschaftler/innen zur Verfügung stehen. Pünktlich zum Beginn des Wintersemesters wird das Forschungszentrum damit zur Gänze am neuen Standort zu finden sein.

Die Vorträge des Wissenschaftlichen Programms sowie größere Tagungen finden künftig in der Regel im Vortragssaal des Forschungszentrums am Schlossberg 2 statt. Der Seminarraum im Pagenhaus wird jedoch weiterhin für Kolloquien und Workshops genutzt. Wir bitten um Beachtung der jeweiligen Veranstaltungsorte, sie werden im Programm ausgewiesen.

HES-Stipendiat des Jahres 2013 mit renommiertem Natalie-Zemon-Davis-Preis ausgezeichnet

Dr. Marco Lamanna von der Universität Luzern (Schweiz), der im Jahr 2013 mit einem Herzog-Ernst-Stipendium der Fritz Thyssen Stiftung in Gotha über „Liborius Capsius (1589–1654) and the Evangelical University of Erfurt“ geforscht hat, hat kürzlich den renommierten Natalie-Zemon-Davis-Preis erhalten. Mit dem Preis, der das Lebenswerk der kanadisch-amerikanischen Historikerin würdigt, wird alljährlich der beste Artikel des in Kanada erscheinenden Journals Renaissance et Reformation ausgezeichnet, das Zemon Davis mitbegründet hat. Lamannas preisgekrönter Artikel "Tommaso Campanella in the Schulmetaphysik: The Doctrine of the Three Primalities and the Case of the Lutheran Liborius Capsius (1589-1654) in Erfurt" ist das unmittelbare Ergebnis seines Forschungsaufenthaltes in Gotha und fasst die dabei gewonnenen Erkenntnisse zusammen.
Das Forschungszentrum und die Forschungsbibliothek Gotha gratulieren Dr. Marco Lamanna sehr herzlich und freuen sich über die Auszeichnung.

Nach oben

Navigation

Werkzeugkiste

Nutzermenü und Sprachwahl