Universität Erfurt

Projekt von Dr. Simon Immanuel Zeisberg

Veit Ludwig von Seckendorff und die Literatur des 17. und 18. Jahrhunderts

Das Forschungsvorhaben fragt nach den diskursiven und institutionellen Konfigurationen, in die sich das literarische Werk Seckendorffs (1626–1692) einfügt. Ziel ist es, auf der Grundlage eines rhetorisch informierten Literaturbegriffes zu untersuchen, nach welchen Mustern und Strategien sich die Seckendorff’sche Textproduktion zwischen gelehrtem, instruktivem und poetischem Schreiben vollzieht. Dabei wird von einer besonderen historischen Bedeutung Seckendorffs als Autor von Texten ausgegangen, die auf zentrale Beobachtungsbereiche ihres institutionellen Umfeldes eingehen (v.a. Staatswissen, kirchenhistorisches Wissen), indem sie etablierte Kommunikationsregeln und epistemologische Traditionen zugleich bedienen und verändern. Im Übergang zwischen dem 17. und 18. Jahrhundert trägt Seckendorffs Œuvre auf diese Weise dazu bei, dass spätfrühneuzeitliche Wissensbestände in eine sich anbahnende frühaufklärerische Wissenskultur überführt werden können.

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