Universität Erfurt

Projekt von Dr. Thomas Keiderling

Das lexikographische Schaffen Joseph Kürschners im Deutschen Kaiserreich (ca. 1881 bis 1902)

Das Forschungsprojekt widmet sich dem lexikographischen Schaffen Joseph Kürschners während seiner letzten zwei Lebensjahrzehnte (ca. 1881 bis 1902). Die zentrale und erkenntnisleitende Fragestellungen lautet: Wie war es der engagierten, seit 1892 allerdings nicht mehr an den Zentren des deutschen Buchhandels tätigen Herausgeberpersönlichkeit Kürschner möglich, in einer schwierigen Konkurrenzsituation neue Impulse für die Genres „Konversationslexikon“, „Universal-Lexikon“ und „Speziallexikon“ zu geben bzw. diese konzeptionell weiterzuentwickeln? Mittels einer Auswertung des Nachlasses Joseph Kürschner in der Forschungsbibliothek Gotha sowie des Kürschner-Nachlasses (Nr. 55) im Goethe und Schiller-Archiv Weimar soll seine redaktionelle Arbeitsweise und darüber hinaus die Anlage seiner Nachschlagewerke durch Autopsie sowie stichprobenartige Inhaltsanalyse rekonstruiert werden. Kürschners Konzept und Schaffen wird in einem weiteren Schritt zu den damaligen Führungsunternehmen auf dem Lexikonmarkt – F. A. Brockhaus (Leipzig), Bibliographisches Institut „Meyer“ (Leipzig) und Herder (Freiburg) – sowie zu weiteren kleineren Lexikonverlegern wie Otto Spamer (Leipzig) oder A. H. Payne (Leipzig) punktuell ins Verhältnis gesetzt, um eine abschließende Bewertung zu ermöglichen. Das hier skizzierte Vorhaben erlaubt neue Erkenntnisse über die Arbeitsweise mittlerer und kleinerer Lexikonunternehmungen im Deutschen Kaiserreich, die bislang noch weitgehend unerforscht sind.

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