Universität Erfurt

Projekt von Maximilian Krogoll M.A.

Körper und Gebrechen im 18. Jahrhundert. Das Beispiel des französisch-reformierten Pastors J. H. S. Formey

Im Mittelpunkt des Projektes steht die Korrespondenz des französisch-reformierten Pastors und ständigen Sekretärs der Akademie der Wissenschaften zu Berlin, Jean Henri Samuel Formey (1711–1797). Im Spannungsfeld von Aufklärung und Protestantismus lässt sich an dieser fast ein Jahrhundert lang geführten Korrespondenz eine für die Kultur- und Mentalitätsgeschichte wichtige, bislang nicht ausreichend bearbeitete Frage erörtern, nämlich die nach der Wahrnehmung und Vermittlung von Körper, Krankheit, Gebrechen und Tod im „Milieu" protestantischer Pastoren. Pastoren erreichten „von der Kanzel" weite Teile der Gesellschaft des 18. Jahrhunderts und hatten dadurch entscheidenden Einfluss auf Körper-, Krankheits- und Todesvorstellungen und die damit verbundenen Praktiken. Als Leiter der Akademie der Wissenschaften zu Berlin war Jean Henri Samuel Formey zudem eng mit einigen der herausragenden Gelehrten seiner Zeit verbunden. Formeys Vorstellungen und Wahrnehmung von Körper, Krankheit, Gebrechen und Tod entstanden – so die Hypothese des Vorhabens – in einem überregionalen und auch transnationalen Kontext, im Spannungsfeld von Aufklärung und pastoraler Praxis vor Ort und wurden in diesem auch weitergegeben. Die Funktion Formeys als Vermittler von Wissen und Wahrnehmungsmustern ist hierbei von besonderer Bedeutung.

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