Universität Erfurt

Projekt von Stefan Hanß M.A.

Gefangene, Gelehrte und die Anfänge der Osmanistik. Mehrsprachigkeit und Wissenstransfer im 17. Jahrhundert

Stefan Hanß M.A.

Das Projekt untersucht die Wechselwirkungen zwischen Gefangenenberichten und der sich etablierenden „Osmanistik“ des 16. und 17. Jahrhunderts. Dabei steht im Fokus, inwieweit vormalige Versklavte mit ihren Osmanischkenntnissen gedruckte Grammatiken, Wörterbücher und Traktate der akademischen Osmanistik prägten und inwiefern umgekehrt diese von heimkehrenden Gefangenen genutzt wurden, um ihre Sprachkenntnisse zu rechtfertigen. Darüber hinaus ist zu erforschen, wie diese Drucke die Leserschaft beim Erlernen des Osmanischen beeinflussten. Jüngere Studien haben einerseits verdeutlicht, dass die Entstehung der Arabistik und Orientalistik sowie die Wahrnehmung des Islam im Zusammenhang mit zeitgenössischen Debatten über Antike und Religion standen. Andererseits ist auf die Zusammenhänge mit der frühneuzeitlichen Zirkulation des Koran sowie arabischer, syriakischer und hebräischer Handschriften hingewiesen worden. Methodische Ansätze dieser Arbeiten aufgreifend, sollen die Beeinflussungen von Mehrsprachigkeit und Spracherwerb durch Gefangenenberichte und gelehrte Osmanistik im Alten Reich während des 16. und 17. Jahrhunderts erforscht werden.

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