Universität Erfurt

Projekt von Dilan Cakir M.A.

Einakter des 18. und frühen 19. Jahrhunderts mit besonderer Berücksichtigung von G. E. Lessing und A. v. Kotzebue

Eine nicht wegzudenkende Komponente des Theaterabends im 18. und frühen 19. Jahrhundert sind die heiteren einaktigen Dramen. Sie machen in den Theaterprogrammen häufig einen Viertel der gespielten Stück aus. Die bis dato über 500 nachgewiesenen Titel sind jedoch durch keinen Kanon gesichert. Lediglich vereinzelt treten Einakter wie Gotthold Ephraim Lessings „Philotas“ (1759) auch heute noch als bedeutende Werke im literaturwissenschaftlichen Forschungsdiskurs in Erscheinung. Die namhaften Autoren und Theoretiker jener Zeit distanzieren sich von diesen Stücken und auch die gegenwärtige Forschung bemüht sich kaum um sie. Nur marginal werden die Einakter in den zeitgenössischen Poetiken erwähnt und selten wird die Einaktigkeit als ästhetisch adäquate Form verteidigt. Doch werden ab der Mitte des 18. Jahrhunderts kurze Stegreifspiele, Pantomime, Musik- und Balletteinlagen, die als Vor-, Zwischen- oder Nachspiel zur Aufführung kommen, zunehmend durch verschriftliche Einakter ersetzt. Ziel der Dissertation ist nicht nur die Erforschung der Entwicklungsgeschichte und Struktur der Einakter, sondern auch die Funktion und Rezeption derselben insbesondere im Aufklärungsdiskurs. Die Theaterbibliothek, die Bestände zur Aufklärung und die Schriften zu den Anfängen der Pädagogik in der Forschungsbibliothek Gotha sollen zur geplanten Dissertation herangezogen werden. 

Kurzbiographie

Dîlan Cakir studierte Germanistik und Linguistik (2012–2017) an der Universität Stuttgart. Seit 10/2017 schreibt sie ihre Doktorarbeit über die Einakter des 18. und frühen 19. Jahrhunderts. Die Arbeit betreut Prof. Dr. Sandra Richter (Universität Stuttgart). Seit 10/2017 ist sie als Koordinatorin der Clusterinitiative „Verstehen verstehen“ der Universitäten Stuttgart und Tübingen tätig.

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