Universität Erfurt

Forschungszentrum Gotha der Universität Erfurt

Thomas Schader

Kontakt

Forschungszentrum Gotha der Universität Erfurt (FZG)
Schloßberg 2
99867 Gotha

Curriculum Vitae

2009
Abitur am Allgäu-Gymnasium Kempten

2010 – 2016
Studium der Geschichtswissenschaft und der Hispanistik an der Eberhard Karls Universität Tübingen

April – Juni 2013
Assistant Teacher an der Deutschen Schule in Cali

Juli – Dezember 2013
Gastsemester an der Universidad de los Andes in Bogotá

Oktober 2016 – Januar 2018
Wissenschaftliche Hilfskraft und Projektassistent bei der Stiftung Weltethos in Tübingen

November 2016
Erste Staatsprüfung für das Lehramt an Gymnasien für die Fächer Geschichte und Spanisch an der Eberhard Karls Universität Tübingen

Seit Januar 2017
Doktorand am Lehrstuhl von Prof. Dr. Renate Dürr, Seminar für Neuere Geschichte der Eberhard Karls Universität Tübingen

Seit Februar 2018
EPPP-Stipendiat am Forschungszentrum Gotha

Forschungsschwerpunkte

Ordens- und Missionsgeschichte der Jesuiten

Frühneuzeitliche Globalgeschichte

Raum-Zeit-Forschung

Geschichte des Wartens

Projektbeschreibung

„Wissen als Krisenmanagement: zentraleuropäische Jesuitenmissionare im Warteraum Andalusien“

Das Forschungsprojekt nimmt jene Zeit in den Blick, welche die Missionare der Gesellschaft Jesu in den andalusischen Hafenstädten unmittelbar vor der Abreise nach Übersee verbracht haben. Dieser Zeitraum konnte mit unter mehrere Jahre dauern und verwandelte Andalusien vor allem für die Missionare nicht-spanischer Provenienz in einen großen Warteraum.
Ziel dieser Forschungsarbeit ist es, Erkenntnisse darüber zu gewinnen, welches Wissen um Handlungsstrategien sowohl die Ordensleitung als auch die Missionare vor Ort generierten, um die Wartezeit zu bewältigen. Neben Wissensbeständen gilt es ferner nach Praktiken des jesuitischen Krisenmanagements zu fragen und etwaige Entwicklungen aufzuzeigen. Gleichzeitig soll untersucht werden, inwieweit die normativen Handlungsanweisungen vonseiten der Ordensleitung mit den tatsächlichen Handlungsweisen einzelner Akteure übereinstimmten. Die hierarchische Struktur des Ordens verlangte eine bedingungslose Unterordnung ihrer Mitglieder, um die global agierende Gesellschaft Jesu koordinieren zu können. Angesichts der Krisenbewältigung der Wartezeit, so die These, konnten sich einzelne Missionare jedoch einen weit größeren Handlungsspielraum erschließen, als ihnen die Ordensverwaltung zunächst zugedacht hatte und so eine lokale agency ausbilden.

Vorträge

“Waiting Room Andalusia: A Heterotopia of Crisis?” im Rahmen der Winterschool Global Frontiers der Eberhard Karls Universität Tübingen, 15. - 17. 11. 2017, URL: https://www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-7517?title=global-frontiers&recno=1&q=Global%20Frontiers&sort=newestPublished&fq=&total=34.

„Die Lebenswelt der Jesuitenmissionare in Andalusien“ im Rahmen der Jahrestagung Theater und Pädagogik der Jesuiten des Jesuitica e.V. in Straubing, 16.–17.03.2018, URL: https://www.jesuiten.org/wer-wir-sind/aus-den-archiven/jesuitica-ev/archiv-jahrestagungen/

„Warten – eine soziale Praxis im Spannungsfeld von Inklusion und Exklusion. Die Missionare Eusebius Kino S.J. und Philipp Segesser S.J. an der Schwelle nach Übersee.“ im Rahmen der 45. Tagung des Arbeitskreises für historische Kulturlandschaftsforschung in Mitteleuropa e.V. (ARKUM) „Inklusion/Exklusion - Transkulturalität im Raum“, Christian-Albrechts-Universität Kiel, 19.09.-22.09.2018. URL: https://www.kulturlandschaft.org/Tagungen/arkum-tagung-kiel-flyer.pdf.

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