Universität Erfurt

Geschichte und Kulturen der Räume in der Neuzeit

Lehre

Lehrveranstaltungen von Prof. Dr. Susanne Rau

"Jugend macht Zukunft!" - Jugend und Macht in Europa

Stufu 2011 MTG#02 // S 6 LP

MTheol KaTh 2009 296SF#01 // S 6LP

MTheol KaTh 2015 A696SF#01 // S 6LP

15.10.2019, Dienstag 18:00-20:00

01.11.2019, Freitag 18:00-20:00

02.11.2019, Samstag 10:00-20:00

03.11.2019, Sonntag 10:00-20:00

04.11.2019, Montag 10:00-18:00

05.11.2019, Dienstag 10:00-16:00

LG 4 | D04

Die Anmeldung zur Lehrveranstaltung erfolgt über das zentrale Verteilungsverfahren: https://www.uni-erfurt.de/stufu/aktuelles/.

Die Jugend mobilisiert sich heute für den Klimaschutz und fordert immer lauter ein, bei der Lösung der zahlreichen aktuellen Probleme mitreden zu dürfen. Im Rahmen eines interdisziplinären, transnationalen und für alle Altersstufen unter den Studierenden offenen Seminars soll es darum gehen, die Jugend als politischen und sozialen Akteur zu untersuchen, vor allem ihre - erträumte oder reale - schöpferische Kraft bei der Durchsetzung von sozialem Wandel. Ausgehend von einer vergleichenden Untersuchung der Rolle von Jugendlichen beim Wiederaufbau und in der „Renaissance“ der Nachkriegsgesellschaften in Frankreich und Deutschland, möchte das Seminar über die Jugend als soziologische Kategorie nachdenken, aber auch über die Beziehungen und Konflikte zwischen den Generationen, die Motor des sozialen Wandels sein können. Die Überlegung über die Macht und Ohnmacht der Jugend angesichts der heutigen Herausforderungen soll dabei auch eine Rolle spielen.

Das deutsch-französische Seminar ist auch dieses Jahr in das Weimarer Rendez-vous mit der Geschichte eingebunden, das unter dem Motto "Renaissancen - Altes neu erfinden?" von 1.-3. November stattfinden wird. Das Blockseminar im engeren Sinn findet von 3.-5. November statt. Eine möglichst kontinuierliche Anwesenheit ist wünschenswert. Es richtet sich an Studierende aus Erfurt und aus Paris. Informationen zum Weimarer Rendez-vous: http://www.weimarer-rendezvous.de/

Beginn: 15. Oktober 2019

Nach oben

Digitale Technologien 

Vorlesung

M SWK 2014 M02#02 // S 3LP  

Freitag, 14:00-18:00 

LG 4 | D07

Das Seminar ist in mehrere Abschnitte unterteilt, die von unterschiedlichen Lehrenden verantwortet werden. Der definitive Seminarablaufplan wird spätestens in der STET-Woche ausgegeben.

Die erste Sitzung (1.11.2019) dient zur Einführung, der Erläuterung des Seminarablaufs und beinhaltet eine Diskussion zu "open access" und "sozialen Medien" in der Wissenschaft (auf Basis von Lektüren).

Die zweite und dritte Sitzung finden an der FH Erfurt statt und beinhalten sowohl eine theoretische als auch eine praktische Einführung in die Fotografie.

Den vierten Teil bildet ein Blockseminar beim Museumsverband Thüringen e.V. Das Blockseminar soll einen Einblick in die EDV-gestützte Dokumentation musealer Objekten geben. Der Fokus liegt hier vor allem auf der praktischen Arbeit bei der Objektdokumentation. Die Teilnehmer bekommen im ersten Drittel der Veranstaltung die Objektdigitalisierung und Bildbearbeitung nähergebracht. Gerne können hierzu kleine Objekte bis max. 30 cm mitgebracht werden. Im zweiten Drittel schließt sich die Objekterfassung mit Hilfe des Dokumentationssystems digiCULT.web an. Die bereits fotografierten Objekte werden hier ausführlich unter Anleitung der Dozenten von den Teilnehmern inventarisiert. Abschließend soll über die Chancen einer Objektpublikation / Veröffentlichung der Sammlungen in wissenschaftlichen Portalen kritisch diskutiert werden.

Die fünfte Sitzung beinhaltet eine Einführung in die Grundlagen der Bildbearbeitung und Photoshop. Hier geht es zunächst um die Eigenschaften des digitalen Bildes; anschließend um die Möglichkeiten der Bearbeitung und Optimierung digitaler Bilder.

Die sechste Sitzung führt in einem ersten Teil grundlegend in das Thema „Digitale Edition“ als Teilbereich der Digital Humanities ein (Definition, Methoden, Technologien, Standards, Best Practice-Beispiele, Perspektiven). Im zweiten Teil erfolgt eine kurze Einführung und Praxisübung mit der Open-Source-Software „Transkribus“ zur Transkription sowie automatisierten Erfassung historischer Dokumente, um die Grundprinzipien der digitalen Editorik praktisch nachzuvollziehen.

Die Teilnehmer/innen werden daher gebeten, ein eigenes Notebook mitzubringen.

Die Software sollte bereits vor dem Workshop auf den Notebooks installiert sein. Der Download ist von folgender Webseite möglich: https://transkribus.eu/Transkribus/.

Die historische Quelle, die Grundlage für die Editionsübung sein wird, ist bereitgestellt unter: https://dfncloud.uni-erfurt.de/s/Xx5wiPZbqitcJBA.

Die jpg-Dateien des handschriftlichen Briefes werden in Transkribus hochgeladen.

Anleitung zum Download und die ersten Schritte bei der Nutzung von Transkribus:

https://transkribus.eu/wiki/images/c/cf/Transkribus_in_10_Schritten.pdf Benutzer-Wiki mit weiterführenden Informationen: https://transkribus.eu/wikiDe/index.php/Hauptseite

Nach oben

Europa-Südasien: Beziehungsgeschichten (ca. 1400-1800)

Vorlesung 

B Ges 2012 E05#01 // V 3LP 
B Ges 2012 W06#01 // V 3LP 
MEd R 2014 FWGe#05 // V 3LP 

Montag, 16:00-18:00

LG 1 | HS 4

Beziehungen zwischen Europa und (Süd-)Asien gab es schon in der Antike. Der Fokus der Vorlesung liegt jedoch auf der Epoche, als sich die Beziehungen weltweit intensivierten und man mithin von der Konstruktion einer globalen Welt spricht. Die Spezifika der ‚Globalität‘ im Zeitraum 1400-1800 werden daher zuerst thematisiert. Es folgt eine Einführung in das Konzept der „entangled history“ – auch in Abgrenzung zu Konzepten wie „Geschichte des Vergleichs“, „Kulturtransfer“, „Histoire croisée“ „transnationale“ oder Globalgeschichte. Sitzung für Sitzung werden einzelne Bereiche der Beziehungen thematisiert: Reisen und Reisebeschreibungen, europäische Handelskompanien in Südasien, Handelswaren, Städtegründungen, koloniale Unternehmungen, Bilder und Vorstellungen von anderen Kontinenten (Kartographie), Mission, Sprachstudien. Abschließend soll darüber reflektiert werden, ob es sich hier um Beziehungen „auf Augenhöhe“ handelte oder wie das Verhältnis zwischen Europa und Südasien (insbesondere dem heutigen Indien) in der Frühen Neuzeit in den jeweiligen Bereichen beschrieben werden muss.

Literatur: Sanjay Subrahmanyam: Europe's India. Words, people, empires, 1500-1800, Cambridge, Mass. 2017

Nach oben

Kolloquium zu laufenden Abschluss- und Qualifikationsarbeiten in der Neueren Geschichte

Kolloquium

M Ges 2011 M12#02 // Ko 9LP 
M Ges 2011 M13#02 // Ko 9LP 
M Ges 2011 M14#02 // Ko 9LP 
M Ges 2011 M15#02 // Ko 9LP 
M Ges 2011 M16#02 // Ko 9LP 
M SWK 2014 M04#02 // Ko 9LP  
M SWK 2014 M15#02 // Ko 9LP  
ZV 101-PhiF Pr#02 // Ko  

Mittwoch, 18:00-20:00
 LG 4 | D07

Das Kolloquium bietet Gelegenheit zur Präsentation und Diskussion Ihrer laufenden Forschungsarbeiten. In einzelnen Sitzungen werden wir Vorträge auswärtiger Gastreferenten hören und diskutieren.

Bitte melden Sie sich spätestens in der ersten Semesterwoche mit Ihrem Projekt oder Teilnahmeinteresse an. Während der Masterarbeitsphase sollten Sie diese Veranstaltung belegen und besuchen.

Nach oben

SSE: Selbststudieneinheit zur Geschichte und Anthropologie des Raums 

M Ges 2011 M13#03 // SE 9LP  
M Ges 2011 M14#03 // SE 9LP  
M Ges 2011 M15#03 // SE 9LP  
M Ges 2011 M16#03 // SE 9LP  
M SWK 2014 M15#03 // SE 9LP  nach Vereinbarung

nach Vereinbarung

Nach oben

Lehrveranstaltungen von Mitarbeitern und Lehrbeauftragten

PD Dr. Susanne Friedrich

Politische Räume. Versammlungsorte in der Frühen Neuzeit

Seminar

B Ges 2012 E08#01 // S 9LP 
B Ges 2012 EXX#01 // S 12LP 
B Ges 2012 W07#01 // S 9LP 
B Ges 2012 W09#01 // S 9LP 
B Ges 2012 WXX#01 // S 12LP

Dienstag, 16:00-18:00

LG 1 | 228

Vorgänge werden wesentlich von den Orten geprägt, an denen sie stattfinden, und Räume entstehen durch das, was sich in ihnen ereignet. Das gilt auch für politische Versammlungsorte, von denen es in der Frühen Neuzeit viele verschiedene gab. Neben der Dorflinde stand das Rathaus, das Landschaftshaus oder der Saal, in dem sich der Reichstag traf. Neben Orten, die wie Audienzsäle explizit für bestimmte politische Praktiken gebaut wurden, stehen Bauten, die wie Kirchenräume oder Wirtshäuser, primär für andere Zwecke errichtet waren, durch ihre Nutzung aber politisch angereichert wurden. Dies konnte einzelne Gebäude ebenso betreffen wie Ortschaften, in denen Gesandte zu Friedens- oder Vertragsverhandlungen zusammengerufen wurden oder an denen traditionell bestimmte Vorgänge von politischer Bedeutung wie Kaiserwahlen oder Königskrönungen stattfanden. Das Geschehen konnte dementsprechend zeremoniell genau vorgegeben sein oder seine Kraft aus der vermeintlichen oder tatsächlichen Spontaneität der Handlungen beziehen. Das Seminar wird sich mit diesen Orten auseinandersetzen und dem, was an ihnen passierte, wie es passierte, wer das Geschehen choreographierte sowie wie es jeweils wahrgenommen wurde. 

Nach oben

Zwischen Handel und Herrschaft. Die Ostindienkompanie in der Frühen Neuzeit 

Seminar

M Ges 2011 M12#01 // S 9LP 
M Ges 2011 M13#01 // S 9LP 
M Ges 2011 M14#01 // S 9LP 
M Ges 2011 M16#01 // S 9LP 
M GuS 2013 M12#01 // S 9LP 
M GuS 2013 M13#01 // S 9LP 
M GuS 2013 M14#01 // S 9LP 
M SWK 2014 M04#01 // S 9LP

Mittwoch, 10:00-12:00

LG 2 | 306

Die frühneuzeitliche europäische Expansion nach Asien wurde von ‚long-distance corporations‘ getragen. Neben den entstehenden Staaten waren dies vor allem die großen privatwirtschaftlich finanzierten Handelskompanien. Diese waren institutionell betrachtet mit Souveränitätsrechten ausgestattete Aktiengesellschaften. Doch, die größten unter ihnen, wie der englischen East India Company oder der niederländischen Vereenigde Oostindische Compagnie, kombinierten Handelsimperium und Kolonialherrschaft. Sie traten je nach lokalem Kontext entweder als einfache Händler oder als Herrschende auf. Wo sie Herrschaftsrechte wahrnahmen, unterschieden sich ihre Praktiken auf den ersten Blick kaum von denen anderer Kolonialmächte. Ihre leitenden Motive aber waren grundlegend andere. Das Seminar wird sich diesen Kompanien aus wirtschaftshistorischer, politischer, organisatorischer und institutioneller Perspektive nähern und dabei auch in den Blick nehmen, was diese Konstruktion für das Handeln der Kompanien in ihren Heimatländern bedeutete. Umgekehrt ist aber auch zu fragen, wie die Existenz solcher Kompanien in Europa gesehen wurden. Waren sie ein ‚Staat im Staat‘ oder sind sie als Company-state (Philip Stern) zu beschreiben oder waren sie vielleicht etwas ganz anderes?

Nach oben

Dr. Martin Christ

Tod, Begräbnis und Memoria im frühneuzeitlichen Europa 

Seminar

Donnerstag, 10:00-12:00

LG 1 | 215

Männer und Frauen, die in der Vormoderne lebten waren ständig mit dem Tod konfrontiert. Das war nicht nur wegen Krankheiten, Hungersnöten und Kriegen der Fall, sondern auch, weil in Kunst, Literatur und Theologie der Tod omnipräsent war. Friedhöfe, Leichenprozessionen und Memento Mori prägten frühneuzeitliche Gesellschaften, besonders im städtischen Raum. Die Übung beschäftigt sich mit frühneuzeitlichen Todesvorstellungen, Begräbnissen und Memorialpraktiken in vergleichender Perspektive. Zentral ist dabei die Frage, wie sich regionale, konfessionelle und sozio-ökonomische Unterschiede in den Kulturen des Todes verschiedener europäischer Gebiete manifestierten und wie sich Veränderungen in der Sepulkralkultur mit größeren Wandelerscheinungen verbinden lassen.

Literatur:

  • Thomas W. Laqueur, The Work of the Dead. A Cultural History of Mortal Remains, Princeton 2015.
  • Bruce Gordon, Peter Marshall (eds.), The place of the dead: death and remembrance in late medieval and early modern Europe, Cambridge 2000.
  • Tarald Rasmussen, Preparing for death, remembering the dead, Göttingen 2015.
  • Mark Hengerer, Macht und Memoria: Begräbniskultur europäischer Oberschichten in der Frühen Neuzeit, Köln 2005.

Simon Franzen

Staat und Herrschaft in der Frühen Neuzeit

Seminar

B Ges 2012 E05#02 // S 3LP 
B Ges 2012 W06#02 // S 3LP 
MEd R 2014 FWGe#06 // S 3LP  

Dienstag, 12:00-14:00

LG 1 | 326

Die Frühe Neuzeit (1500 – 1800) ist die Epoche, in der die Wurzeln des modernen institutionalisierten Flächenstaats liegen. Doch was ist überhaupt ein „Staat“? Welche Konflikte waren mit der Entwicklung vormoderner Staatlichkeit verbunden? Ab wann verfügten frühneuzeitliche Staaten über eine leistungsfähige Verwaltung? Können wir unterschiedliche Konzeptionen vormoderner Staatlichkeit ausmachen? Wie wurde Herrschaft in der Frühen Neuzeit lokal vermittelt? Und warum kann uns ausgerechnet die Bratküche von Schloss Heldburg bei der Beantwortung einiger dieser Fragen helfen?

Unsere primären Anschauungsobjekte werden Territorien des Reichs, insbesondere im Thüringer Raum, sein. Somit werden auch Themen der Thüringer Landesgeschichte in der Veranstaltung Berücksichtigung finden. Bei Interesse besteht aber selbstverständlich auch die Möglichkeit, Beispiele der Staatswerdung und Herrschaftsvermittlung außerhalb Thüringens und des Heiligen Römischen Reiches zu betrachten. Auch ein Blick in die Schriften prominenter vormoderner „Staatstheoretiker“ wird nicht fehlen.

Ergänzt werden soll die Veranstaltung durch eine Exkursion in eines der Thüringer Staatsarchive. Während der Exkursion werden wir nicht nur charakteristische Quellengattungen der Frühen Neuzeit kennenlernen, sondern uns auch eine Thüringer Residenzstadt anschauen.

Nach dem Besuch der Veranstaltung sollen die Studierenden einen ersten Einblick in die frühneuzeitliche Geschichte, primär aus einer Verfassungs- und verwaltungsgeschichtlichen Perspektive, erhalten sowie erste Erfahrungen mit der Arbeit an frühneuzeitlichen Quellen gesammelt haben. Auch eine erste Beschäftigung mit raumhistorischen Fragestellungen wird im Seminar enthalten sein. Die Studierenden werden ermutigt, eigene Interessen im Kontext des Seminarüberthemas einzubringen.

Literatur:

  • BAHLCKE, Joachim (2012): Landesherrschaft, Territorien und Staat in der frühen Neuzeit. (Oldenbourg) München.
  • JOHN, Jürgen (Hrsg.) (1994): Kleinstaaten und Kultur in Thüringen vom 16. bis 20. Jahrhundert. (Böhlau) Köln/Weimar/Wien
  • RUBLACK, Ulinka (1997): Frühneuzeitliche Staatlichkeit und lokale Herrschaftspraxis in Württemberg. In: Historische Zeitschrift, Vol. 24.3 (1997), Seite 347 – 376. 

  • SCHNETTGER, Matthias (2008): Kleinstaaten in der Frühen Neuzeit: Konturen eines Forschungsfeldes. In: Historische Zeitschrift, Vol. 286.3 (2008), Seite 605 – 640. 

  • STOLLBERG-RILINGER, Barbara (20132): Des Kaisers alte Kleider: Verfassungsgeschichte und Symbolsprache des Alten Reiches. (C.H. Beck) München. 

  • WUNDERER, Hartmann (2014): Staat und Herrschaft in der Frühen Neuzeit. (Reclam) Stuttgart.

Nach oben

Navigation

Werkzeugkiste

Nutzermenü und Sprachwahl