Universität Erfurt

Mittelalterliche Geschichte

Dr. des. Sven Leiniger

• Juli 2012 - Juli 2015: Stipendiat der Jutta Heidemann Stiftung

• Dezember 2010- Dezember 2012: Vertretung der Promovierendenschaft und Studentenschaft im Forschungsausschuss der Universität Erfurt

• November 2010: Mitglied der Promovierendenvertretung der Universität Erfurt

• Oktober 2011: Mitglied im Promotionsausschuss der Philosophischen Fakultät/Universität Erfurt

• September 2010 - Juli 2018: Doktorand an der Professur für Mittelalterliche Geschichte der Philosophischen Fakultät der Universität Erfurt

• 2008-2010: MA Geschichtswissenschaft an der Universität Erfurt

• Oktober 2007: studentische, ab 2011 wissenschaftliche Hilfskraft an der Professur für Mittelalterliche Geschichte der Universität Erfurt

• Oktober 2007: Tutor für Erstsemester der Geschichtswissenschaften

• 2004-2008: BA Studium in Geschichtswissenschaft und Philosophie an der Universität Erfurt

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Forschungsschwerpunkte

• Stadtgeschichte insbesondere die Entstehung und Entwicklung von Kleinstädten

• Verfassungs-/ Rechtsgeschichte

• die thüringische Frühgeschichte

• Pfalzen und Königsgut im mitteldeutschen Raum

• Karten und Kartographie im Mittelalter und der beginnenden Frühen Neuzeit

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Forschungsprojekt

"Mittelalterliche Klein- und Kleinststädte im nördlichen Thüringer Becken. Ein Vergleich ihrer Entstehung und Entwicklung" (Arbeitstitel)

 

In den letzten Jahrzehnten hat sich die deutsche Städteforschung verstärkt den kleineren Städten und ihrer Rolle in den jeweiligen Räumen zugewandt. Gerade der thüringische Raum ist vor allem durch seine Vielzahl an Klein- und Kleinststädten geprägt, welche zum Teil sehr dicht nebeneinander liegen. Dieser Umstand macht die Städtelandschaft in Thüringen nahezu einzigartig.

Im Forschungsprojekt soll deshalb an fünf ausgewählten Beispielen untersucht werden, wie sich die jeweiligen Orte zu Städten entwickeln konnten und welche Funktion sie im zentralörtlichen Gefüge wahrnahmen. Ausgewählt wurden dafür die im nordwestlichen Thüringer Becken liegenden Städte Thamsbrück, Bad Langensalza, Bad Tennstedt und Schlotheim sowie der im Mittelalter als Dorf, Flecken und Stadt bezeichnete Ort Herbsleben. Zunächst sind an Hand eines Fragenkataloges alle fünf Orte in Einzeluntersuchungen zu bearbeiten. In einem zweiten Schritt sollen dann die Ergebnisse vergleichend betrachtet werden. Ziel ist es dabei, zu überprüfen, ob, wie die Forschung durchaus meint, die kleineren Städte maßgeblich aus territorialpolitischen und militärstrategischen Gesichtspunkten angelegt worden sind und sie deshalb kaum oder nur rudimentäre städtische Strukturen ausgebildet haben.

Die hierfür ausgewählten Orte sind in ihrem Status als Stadt nicht gleich, sondern befinden sich auf „verschiedenen Stufen von Stadt.“ Auf der untersten Ebene ist der von Zeitgenossen als Dorf, Flecken oder Stadt bezeichnete Ort Herbsleben anzusiedeln. Ob es sich hierbei um eine städtische Kümmerform handelt, wird zu überprüfen sein. Eine Stufe höher stehen dann die Gründungsstädte Thamsbrück und Schlotheim. Bei diesen ist zu untersuchen, inwiefern hier der durchaus in die Kritik gekommene Begriff Minderstadt anzuwenden ist oder nicht besser der neutralere Begriff Kleinststadt benutzt werden sollte. Auf der obersten Stufe, stehen die Städte Bad Tennstedt und Bad Langensalza, wobei der letztere Ort noch einmal eine günstigere Entwicklung nahm und neben der Reichsstadt Mühlhausen in der Region ein wichtiges wirtschaftliches Zentrum war.

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Veröffentlichungen

Sven Leiniger/Wolfgang Spickermann: Die lateinischen Inschriften der Sammlung Gotha, in: Osnabrücker  Online – Beiträge zur Altertumswissenschaft 16 (2012).

(Url: http://varusforschung.geschichte-multimedial.net/documents/oob016.pdf)

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