Universität Erfurt

M/MA SoSe 2018

Seminare

Wozu und wie Geschichte im Museum ausstellen? Anspruch und Praxis (stadt-)ge-schichtlicher Museen heute (mit Exkursion)

Dozentin

PD Dr. Annegret Schüle
annegret.schuele@erfurt.de

Veranstaltungstyp, Modul(e), Termin(e) und Ort(e)

Seminar | LP: 9

Dienstag 14-18 Uhr A-Woche| Seminarraum in der Gedenkstätte Andreasstraße

M Ges 2011 M13#01 // S 9LP 
M Ges 2011 M14#01 // S 9LP 
M Ges 2011 M16#01 // S 9LP 

Kommentar

Die Vorbesprechung zur Lehrveranstaltung findet am 10.4., 15.15 Uhr auf dem Campus statt. Alle weiteren Veranstaltungen werden im Erinnerungsort Topf&Söhne stattfinden.

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Zwischen Dekolonisierung, Europäisierung und Nationalisierung: Großbritannien und Frankreich nach 1945

Dozent

Dr. Florian Wagner
florian.wagner@uni-erfurt.de

 

 

Veranstaltungstyp, Modul(e), Termin(e) und Ort(e)

Seminar | LP: 9/12

Dienstag 10:00-12:00    LG 1/333

M Ges 2011 M13#01 // S 9LP 
M Ges 2011 M14#01 // S 9LP 
M Ges 2011 M16#01 // S 9LP 


Kommentar

In einer historischen Pressekonferenz verkündete der französische Staatspräsident Charles de Gaulle am 14 Januar 1963, dass er die Beitrittsverhandlungen Großbritanniens zur EWG nicht weiter fortführen würde. Sein Veto fiel in eine Zeit der Neuorientierung der beiden europäischen Großmächte, die sich zwischen Dekolonisierung, Europäisierung und Nationalisierung verorten mussten. Diese Prozesse werden neuerdings gegenüber dem klassischen Narrativ des Kalten Krieges stärker hervorgehoben. Um die Komplexität dieser verschiedenen Kontexte zu erfassen soll in diesem Seminar vor allem das Verhalten der beiden Länder auf der globalen Ebene untersucht werden, wie zum Beispiel ihre Mitgliedschaft in Internationalen Organisationen und ihre postkolonialen Interventionen im globalen Süden. Da solche politische Entwicklungen aber oft auch nur wirtschaftlichen Konjunkturen folgten, müssen die weltwirtschaftliche Kontexte, wie die Ölkrise von 1973 und die Deindustrialisierung den Rahmen geben. Solche Krisen bekamen vor allem die Ärmsten und die Migranten zu spüren. Darum muss britische Geschichte auch von Einwanderern erzählt werden und französische Geschichte auch aus der Perspektive der Banlieues interpretiert werden. Gleichzeitig kann die Veränderung der französischen und britischen Gesellschaft nach 1945 nicht ohne den globalen Kontext auskommen: Konsumverhalten und Moralvorstellungen änderten sich mit Bezug zur Welt. 1968 prägte als globales Ereignis vor allem Frankreich. In beiden Ländern entwickelten sich aus der Gesellschaft heraus sowohl humanitäre wie auch fremdenfeindliche und globalisierungskritische Bewegungen.

Dieses Seminar vergleicht die französische und britische Gesellschaft nach 1945 im Hinblick auf globale Verflechtungen und Wahrnehmungen. Es wird erwartet, dass die Teilnehmer englische Texte lesen. Internationale Studierende sind herzlich eingeladen, am Seminar teilzunehmen. Alle Prüfungsleistungen können auch auf Englisch erbracht werden.

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