Universität Erfurt

Willkommen an der Philosophischen Fakultät

Nachrichten aus der Fakultät

Neuer Beitrag aus dem Forschungsprojekt „West Windows“

Die Akteure im Forschungsprojekt "Was ist westlich am Westen?" an der Universität Erfurt nutzen mit „West Windows“ ein neues Format, mit dem sie in regelmäßigen Abständen kleine Beiträge veröffentlichen, die Einblicke in ihre Forschungsthematik liefern. Ob zum Weltfrauentag, zum Thema Revolution, dem Brexit oder zur Krise der Orthodoxen Kirche in der Ukraine – reinschauen lohnt sich.

Ein neuer Beitrag stammt von Prof. Dr. Holt Meyer,  Professor für Slawistische Literaturwissenschaft. Er, interviewte Piotr Wilczek, den polnischen Botschafter für die USA und die Bahamas zur Rolle Polens im „Westen“.

Förderpreis für Studie zu medialem Wandel und gesellschaftlichem Zusammenhalt

Für ihre 2019 vorgelegte Studie zum Thema „Medialer Wandel und gesellschaftlicher Zusammenhalt“ sind Christal Bürgel, Lina Buttgereit, Samuel Helsper, Lukas Hoffmann, Magdalena Horn, Nick Jochims, René Nissen und Justin Roßdeutscher von der Universität Erfurt mit dem mit 10.000 Euro dotierten Förderpreis der HORIZONT-Stiftung ausgezeichnet worden. Die Studie, die zugleich die Bachelor-Arbeit der Gruppe war, wurde von Prof. Dr. Kai Hafez betreut und von der Mediengruppe Thüringen und dem MDR Thüringen unterstützt.

Lesen Sie dazu gern auch das Interview „Ein Fünftel schaltet ab“ mit Lina Buttgereit über studentische Teamarbeit und Medienwandel“.

Herbert von Halem Nachwuchspreis 2019 für Paula Stehr

Paula Stehr, Doktorandin am Seminar für Medien- und Kommunikationswissenschaft, wird für ihr Dissertationsprojekt mit dem Herbert von Halem Nachwuchspreis 2019 ausgezeichnet, den der Herbert von Halem Verlag und der kommunikations- und medienwissenschaftliche Nachwuchs der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft e.V. (DGPuK) verleihen. Der Preis wird 2020 im Rahmen der Kommunikations- und Medienwissenschaftlichen Tage der DGPuK in Salzburg übergeben.

Paula Stehr untersucht in ihrer Dissertation unter dem Titel „Austausch sozialer Unterstützung in Online-Kommunikationsmodi. Eine Ergänzung um die Perspektive der prosozial Handelnden“ inwiefern das Leisten von sozialer Unterstützung in Online-Kontexten und im Speziellen in Online-Foren das psychische Wohlbefinden beeinflussen kann.

Arno-Lustiger-Förderpreis für Dr. Vera Kallenberg

Für ihre Dissertation unter dem Titel „Jüdinnen und Juden in der Frankfurter Strafjustiz 1780–1814: Die Nicht-Einheit der jüdischen Geschichte“ ist Dr. Vera Kallenberg, Postdoktorandin der Fakultät, mit dem mit 3000 Euro dotierten Arno-Lustiger-Förderpreis 2019 ausgezeichnet worden.

Der Arno-Lustiger-Förderpreis soll die Erinnerung an eine Frankfurter Persönlichkeit wachhalten, die sich um das Wiederentstehen jüdischen Lebens nach 1945 wie auch die Erforschung der deutsch-jüdischen Geschichte sehr verdient gemacht hat und wird von der Stiftung Polytechnische Gesellschaft vergeben.

Vera Kallenberg hat in ihrer nun ausgezeichneten Dissertation einen Epochenumbruch anhand von 400 Strafgerichtsfällen untersucht. Sie eröffnet so einen interdisziplinären Zugang zum Übergang zwischen dem Ende der Frühen Neuzeit und der Moderne. In diesem Kontext überprüft die Historikerin die vielschichtige Realität jüdischer Emanzipation, indem sie geschlechter-, sozial-und rechtsgeschichtliche Aspekte miteinander in Beziehung setzt. „Damit liefert sie einen besonders innovativen Beitrag zur differenzierteren Betrachtung der Judenfeindlichkeit nach der Aufklärung“, begründet die Jury ihre Entscheidung und erklärt weiter: „Die herangezogenen Quellen wurden mit diesem Ansatz bisher noch nicht untersucht. Die Arbeit verspricht, für diesen Untersuchungszeitraum einschlägig zu werden.“

Veranstaltungshinweise

05./06.02.2020 Kolloquium: „Widerstand gegen den Nationalsozialismus in der Erinnerungskultur der beiden deutschen Staaten“

Um den „Widerstand gegen den Nationalsozialismus in der Erinnerungskultur der beiden deutschen Staaten (1949–1990)“ geht es in einem Kolloquium, zu dem die Professur für Neuere und Zeitgeschichte und Geschichtsdidaktik der Universität Erfurt am 5./6. Februar nach Erfurt einlädt. Anlass ist der Jahrestag der Hinrichtung des Widerstandskämpfers Theodor Neubauer am 5. Februar 1945. Neubauer ist zugleich der Namensgeber der Pädagogische Hochschule, auf deren einstigem Gelände sich die heutige Erfurter Universität befindet.

Während der Widerstand gegen den Nationalsozialismus als gut erforscht gelten kann, ist das von der Erinnerungskultur, die sich in den beiden deutschen Staaten herausgebildet hat, kaum zu sagen. Vor allem fehlt die vergleichende Perspektive. Sie bestimmt das Kolloquium in der Einsicht, dass ein angemessenes Verständnis der deutschen Geschichte in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu erlangen ist, wenn sie als Geschichte der Systemkonkurrenz erforscht und erklärt wird. Der Blick auf die europäische Ebene, zu einem westlichen und einem östlichen Nachbarstaat, lässt die so unterschiedliche Einbindung der beiden deutschen Staaten in den Systemkonflikt besonders deutlich werden.

Den Programmablauf finden Sie hier. Herr René Smolarski steht für weitere Informationen unter Telefon +49 361 737-4491 sowie per E-Mail unter rene.smolarski@uni-erfurt.de zur Verfügung.

20.02.2020 Kick-Off zum Projekt „Forschungscampus digitale Lehrer*innenbildung“

Das Team des „Forschungscampus digitale Lehrer*innenbildung“ um Prof. Dr. Petra Kirchhoff lädt alle Interessierten am Donnerstag, 20. Februar, zur Kick-Off-Tagung des neuen Projektes an die Universität Erfurt ein. Beginn ist um 14 Uhr im Audimax-Gebäude, Raum 0012.

Gastredner bei der Veranstaltung ist Prof. Dr. Dominik Petko, Professor für Allgemeine Didaktik und Mediendidaktik an der Universität Zürich. Er forscht seit mehr als 15 Jahren zu Themen wie Medienpädagogik und -didaktik, Schulentwicklung mit digitalen Medien oder medienbezogene Kompetenzen. Er wird an diesem Tag den Festvortrag unter dem Titel „Digitalisierung und Bildung: Von Oberflächen- zu Tiefenstrukturen“ halten.

Der „Forschungscampus digitale Lehrer*innenbildung“ wird seit dem 1. Januar 2020 für die kommenden fünf Jahre vom Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft (TMWWDG) mit Mitteln in Höhe von rund 1,3 Millionen Euro sowie von der Universität Erfurt gefördert. Mit dem Projekt möchte die Universität Erfurt den digitalen Wandel in der Bildung mitgestalten, denn der Schlüssel für das Gelingen der Digitalisierung im Bildungswesen liegt unter anderem in der umfassenden Ausbildung von Lehrkräften. Die verschiedenen Teilprojekte werden im Rahmen der Kick-Off-Veranstaltung vorgestellt.

Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung:
Dr. Theresia Piszczan
E-Mail: theresia.piszczan@uni-erfurt.de

26.-28.02.2020 Frühjahrstagung des Internationalen Graduiertenkollegs „Resonant Self–World Relations“

Wie verhält sich Macht zu Resonanz in antiken und modernen Gesellschaften? Was sind die Wechselbeziehungen von Resonanz und Geschlecht, „Rasse“, Klasse und anderen sozialen Ungleichheiten? Wie werden Momente kollektiver Resonanz bewusst angesteuert, um z.B. politische oder ökonomische Ziele zu fördern (Nationenbildung, Religionszugehörigkeiten, Produktivität)? Mit diesen und ähnlichen Fragen wird sich vom 26. bis 28. Februar die Frühjahrstagung des Internationalen Graduiertenkollegs (IGS) „Resonant Self–World Relations in Ancient and Modern Socio-Religious Practices“ in Vorträgen, Workshops und Diskussionen im Augustinerkloster Erfurt auseinandersetzen.

Prof. Dr. Katharina Waldner und Prof. Dr. Jürgen Martschukat von der Universität Erfurt haben dazu international anerkannte Kolleginnen und Kollegen nach Erfurt eingeladen, die die vielfältigen und komplexen Beziehungen zwischen Resonanz und Macht in Antike und Gegenwart illustrieren und theoretisieren. Das Programm umfasst Vorträge, Diskussionsrunden und eine Reihe von Workshops, die von den Promovierenden des IGS organisiert werden.

Anmeldungen zur Tagung sind bis zum 15. Februar 2020 bei Elisabeth Begemann (elisabeth.begemann@uni-erfurt.de) möglich.

Publikationen

Neue Publikation: „Annäherungen an das Unaussprechliche"

Gemeinschaftliche und individuelle Erfahrungen in den Bereichen der Kunst und der Religion werden oft als „unaussprechlich“ erlebt und beschrieben, als unmittelbar und gleichzeitig, als schwankend und flüchtig. Sie überschreiten die Ordnung von Raum und Zeit – und sind doch bedingt durch die konkreten rituellen Dimensionen der Auf- und Ausführungen und des sinnlichen (ästhetischen) Erlebens. Zu diesem Thema ist unter dem Titel „Annäherungen an das Unaussprechliche“ im Transcript Verlag soeben ein neues Buch von Isabella Schwaderer und Katharina Waldner erschienen, in dem sich die beiden Religionswissenschaftlerinnen der Universität Erfurt mit ästhetischen Erfahrungen in kollektiven religiösen Praktiken auseinandersetzen. Der Band wendet sich an Interessierte an der Religions- und Kulturwissenschaft, aber auch der Tanzwissenschaft und der Mediengeschichte.

Isabella Schwaderer und Katharina Waldner 

Annäherungen an das Unaussprechliche

Transcript Verlag, 2020

ISBN: 978-3-8394-4725-3

272 Seiten

€ 34,99 

Prof. Dr. Sabine Schmolinsky, letzte Änderung: 23.01.2020

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