Universität Erfurt

Staatswissenschaftliche Fakultät

Presseschau: Staatswissenschaften in den Medien

10-jähriges Jubiläum der Staatswissenschaftlichen Fakultät

Am 3. November 2010 feierte die Staatswissenschaftliche Fakultät ihr 10-jähriges Bestehen.

Im Rahmen der Feierlichkeit gab der Gründungsdekan, Herr Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Schluchter Einblicke in die Gründungskonzeption der Staatswissenschaftlichen Fakultät und das Warum. Prof. Dr. Arno Scherzberg, selbst ehemaliger Dekan der Fakultät, berichtete über ihren Wachstums- und Arbeitsprozess und Herr Prof. Dr. Gunnar F. Schuppert schilderte das Konzept der Staatswissenschaften aus heutiger Sicht.

Professoren und wissenschaftliche Mitarbeiter der Fakultät entführten in die Welt der Forschung, stellten exemplarisch  Forschungsprojekte vor und präsentierten deren Hintergründe und Ergebnisse. Abschließend kamen die Studierenden und Alumni mit dem Thema "Das Staatswissenschaftliche Studium und sein Nutzen im Berufsleben" zu Wort.

Alle Studierenden und Mitarbeiter waren zu einem kleinen Umtrunk am Ende der Veranstaltung eingeladen um Erfahrungen oder Erkenntnisse auszutauschen.

10 Jahre Staatswissenschaften - 1. Ehemaligen-Treffen ein voller Erfolg - 100 Alumni aus ganz Deutschland und Europa

PRESSEMITTEILUNG 03/2010

01.-03. Oktober 2010

 „Wiedervereinigung“

 1.    Alumnitreffen der Erfurter Staatswissenschaften ein voller Erfolg

 
ERFURT.

Das 1. Alumnitreffen der Erfurter Staatswissenschaften feierte mit vielen Diskussionen und einer Rede des Thüringer Wirtschaftsministers Machnig das 10-jährige Bestehen des Studiengangs. Das Treffen war ein voller Erfolg.

Während die Bundesrepublik Deutschland am vergangenen Wochenende 20 Jahre Einheit feierte, feierten die Erfurter Staatswissenschaften mit ihren ehemaligen Studierenden und Professoren sowie vielen prominenten Gästen ein Wochenende lang ihr 10-jähriges Bestehen. Die Initiative kam aus den Reihen der Alumni. Im Zuge Vorbereitungen gründeten einige Engagierte den Alumniverein Staatswissenschaften Universität Erfurt e.V. und organisierten das Treffen ehrenamtlich.

Im Zentrum der Feierlichkeiten stand am Samstag ein Symposium in den Räumlichkeiten der Universität Erfurt am Dom. Dabei fand ein reger Erfahrungs- und Gedankenaustausch zu aktuellen Herausforderungen in Wirtschaft und Politik statt, u.a. angeregt durch eine Rede des Wirtschaftsminister Matthias Machnig.

„Die rund 100 Teilnehmer des Alumni-Treffens, die aus ganz Deutschland und Europa für dieses Treffen an ihre Alma Mater nach Erfurt zurückkehrten, haben sich mittlerweile erfolgreich in Wissenschaft, Politik und Wirtschaft etabliert. Dadurch war ein vielseitiger Erfahrungsaustausch möglich. Ein solcher Austausch sowie die Rückbesinnung auf Werte, die im Studium gereift sind, ist der Grundgedanke unseres ganzen Treffens und insbesondere des Symposiums“, erklärt Mitveranstalter Fabian Disselbeck (Jahrgang (der Studienaufnahme) 2002).

Anna Réthy (Jahrgang 2003), eine Teilnehmerin die mittlerweile beim europäischen Parlament arbeitet und extra aus Brüssel anreiste, ergänzt begeistert: „Das Wochenende war toll. Es war schön, all die alten Kommilitonen und Freunde wiederzusehen. Das Format war gut gewählt. Wir haben über viele Punkte aus den Reden und Diskussionen noch bis tief in die Nacht gesprochen.“

Für den ehemaligen Ministerpräsident Thüringens Prof. Dr. Bernhard Vogel ist das 10-jähirgen Bestehen ein Grund zu „Freude und Dankbarkeit“ wie er in einem schriftlichen Grußwort übermitteln ließ. Sowohl der Präsident der Universität Erfurt Prof. Kai Brodersen als auch der Prof. Hermann-Josef Blanke von der Staatswissenschaftlichen Fakultät unterstrichen die besondere Bindung der Ehemaligen zu ihrer einstigen „Alma Mater“.

In seiner Rede, die das Symposium intellektuell eröffnete bekräftigte Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig, wie wichtig der Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis angesichts der Krise der Wirtschaftswissenschaften sei. Universitäten wie in Erfurt müssten aber auch Absolventen vor Ort behalten, anstatt nur Drehtüren zu sein, geografische Durchlaufstationen. In seiner Rede plädierte Machnig für einen Neustart des Wirtschaftens in Deutschland.

Im Panel „20 Jahre ein Land – wer nähert sich wem an“, moderiert von Journalist Sergej Lochthofen, waren sich die Experten einig, dass die politische Einheit von alter Bundesrepublik und der DDR in vielerlei Hinsicht erreicht sei. Dennoch gäbe es aber kulturell immer noch Unterschiede – auch weil die Medien diese immer wieder betonen. In der angeregten und anregenden Diskussion wurde das Thema Einheit von vielen Perspektiven aus diskutiert.

„Es war meiner Ansicht nach ein großer Fehler, die Industrieforschung der DDR abzubauen“, ergänzte der Wirtschaftsminister. „Die neuen Bundesländer mussten nach Jahrzehnten Verostlichung durch die UDSSR plötzlich eine komplette Verwestlichung, einhergehend mit der Globalisierung, verkraften“, erinnerte im Podium Dr. Joachim Zweynert vom Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut HWWI. Dies sei ein Grund für die innere Spaltung Deutschlands. Indes beklagte Dr. Jürgen Aretz, ehemaliger Staatssekretär im Thüringer Wissenschaftsministerium, dass noch heute Probleme aktuellen Regierenden zur Last gelegt werden, deren Wurzel eigentlich in einer katastrophalen Regierung der SED liegen.  Hinzu sei eine Modernisierungsbloackade der alten Bundesrepublik gekommen, ergänzte Soziologe Prof. Dr. Frank Ettrich von den Erfurter Staatswissenschaften. „Um das ungeheure Projekt Wiedervereinigung zu schaffen, wurde das System der alten Bundesrepublik so erhalten und politisch im Osten integriert, ohne das Experiment als Chance der Modernisierung zu wagen“. Diese inneren Modernisierungsprozesse müssten nun nachgeholt werden und seien unbequem. Die oft strapazierten Unterschiede zwischen Ost und West, so das Podium, seien kulturell nur eine Fragen der Generationen, denn die jüngeren Jahrgänge, wie jene Studierende der Staatswissenschaften denken nicht mehr in Ost und West. Es gebe sehr wohl Unterschiede, wie es sie auch schon vor mehr als 20 Jahren zwischen Bayern und Westfalen gegeben habe. Dies sei sogar eine Stärke Deutschlands. Man werde jetzt auch noch europäischer und internationaler, aber habe regionale Profile. Diese Prozesse, so Machnigs Wunsch zum Schluss erforderten ein anderes Miteinander: offen und redlich.

Am Nachmittag diskutierten im Panel "Kinder, 'Kerle' und Karriere - Möglichkeiten der Vereinbarkeit von Familie und Beruf" diskutierten unter der Moderation des Weimarer Richters Michael Hasenbeck die Professoren Dr. Alexandra Scheele von der Universität Potsdam, Prof. Dr. Dr. Jürgen Backhaus von den Erfurter Staatswissenschaften sowie Prof. Dr. Hans-Friedrich Müller zu Möglichkeiten moderner Emanzipation zwischen Beruf und Familie. Backhaus bekräftigte als Finanzwissenschaftler, das gesellschaftliche und wirtschaftliche Potenzial eine anderen Rollenverteilung von Mann und Frau g. Frauen hätten ihre Rolle zwischen Beruf und Familie schon geklärt, die Männer aber noch nicht, erklärte Scheele.

Abends gab es soziale Veranstaltungen im Campus Hilgenfeld und im Peckham's, bei denen nicht nur der Kontakt zu den ehemaligen Kommilitonen wieder aufgefrischt wurde, sondern auch zu den Professoren und aktuellen Studierenden. Am Sonntagmorgen klang das Treffen bei einem gemeinsamen Brunch aus.

Der Austausch zu Zeitgeist und Herausforderungen soll nun im Alumni-Netzwerk der Erfurter Staatswissenschaften kontinuierlich fortgesetzt werden, so Fabian Disselbeck. Nicht nur die Organisation eines jährlichen Treffens wird angestrebt, der Austausch soll auch über die Landesgrenzen Thüringens hinweg im Rahmen von Regionalgruppen den Geist der Staatswissenschaften weiter tragen. So haben sich während des Treffens u.a. Gruppen in Frankfurt (Main), Berlin und Brüssel formiert.

 

Das Programm und weitere Informationen zum Alumni-Netzwerk der ErfurterStaatswissenschaften und den ehrenamtlichen Aktivitäten finden Sie auch auf www.stawumli.wordpress.com. Haben Sie weitere Fragen oder Pressematerial-Wünsche? Dann wenden Sie sichbitte an unseren freundlichen Presseservice: Universität Erfurt - 1. Alumnitreffen StaatswissenschaftenSebastian Händschke, PresseMobil: 0179 783 14 55; E-Mail: kontakt@alumni-staatswissenschaften.de

Alumniverein Staatswissenschaften der Universität Erfurt e.V.

www.stawumli.wordpress.com
1. Vors.: Fabian Disselbeck '02 (Anfangsjahr)
2. Vors.: Johannes Kode '04
Kasse: Antje Eichler '01
Postadresse:
Alumniverein Staatswissenschaften der Universität Erfurt e.V.
c/o Universität Erfurt / Dekanat der Staatswissenschaftlichen Fakultät
Postfach 900221
99105 Erfurt
Bankverbindung:
Alumniverein Staatswissenschaften der Universität Erfurt e.V.
Kto: 125 00 62 41
BLZ: 820 510 00
Sparkasse Mittelthüringen

Pressemeldung als PDF

Nach oben

Management&Erfolg: Campus cum Laude

Ende Mai wurde im aktuellen Uni-Ranking der Wirtschaftswoche (Nr. 21/ 2010) die Staatswissenschaftliche Fakultät als herausragend erwähnt. Insbesondere wurde die VWL genannt. Der Artikel „Campus Cum Laude“ zeigt das aktuelle Ranking. Unter der Überschrift „Unbekannte Uni-Perlen“ steht die Universität Erfurt mit dem interdisziplinären Studiengang weit vorn.

Nach oben

"Unterwegs ohne Illusionen"

Zum Ökumenischen Kirchentag in München wurde Prof. Dr. Hans Joas, Leiter des Max-Weber-Kollegs, von der Zeit in einem Gespräch zum Motto "Hoffnung" befragt, und wie in der heutigen Zeit Religion noch Einfluss haben kann.

Nach oben

Große Anerkennung für Prof. Dr. Scherzberg

Prof. Dr. Arno Scherzberg

Preis „Recht und Gesellschaft“ würdigt Verdienste um Grundlagenforschung

Mit dem Preis „Recht und Gesellschaft“ der Christa-Hoffmann-Riem-Stiftung hat jetzt die renommierte Vereinigung für Recht und Gesellschaft Prof. Dr. Arno Scherzberg, Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht und Verwaltungswissenschaften an der Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Erfurt, ausgezeichnet. Mit der mit 2000 Euro dotierten Auszeichnung würdigt die Vereinigung Scherzbergs Verdienste um die rechtswissenschaftliche Grundlagenforschung.

Laudator Prof. Dr. Peer Zumbansen von der York University Toronto bezeichnete die wissenschaftliche Arbeit Scherzbergs auf einem internationalen Kongress der deutschsprachigen ‚Recht und Gesellschaft’-Forschung in Bremen als „im besten Sinne Ausdruck einer hartnäckigen und anhaltenden Suche nach den Grundlagen und dem Kontext juristischen Denkens und Handelns vor dem Hintergrund radikal in Frage gestellter institutioneller und normativer Rahmenbedingungen.“ Scherzberg verbinde eine ungemeine Produktivität mit der hellsichtigen Sensibilität für Entwicklungen und Problemfelder, deren er sich mit scharfer Analytik und risiko- und experimentierfreudigem Wissensdurst annehme. So sei im Laufe der vergangenen zehn Jahre an der Universität Erfurt ein beeindruckend eingerichteter und ausgeübter
Innovationsbetrieb entstanden, der sich nicht nur der Erforschung und kritischen Hinterfragung zentraler Konzepte der Staatswissenschaft, der Verwaltungslehre und des Europa- und Umweltrechts widme, sondern auch ein ambitioniertes Theorieprogramm entfalte, das in bisher erkennbar letzter Instanz auf die Formulierung einer juristischen Entscheidungstheorie als Handlungstheorie unter radikalen Ungewissheitsbedingungen gerichtet sei.

Bereits in seiner Habilitationsschrift über die „Öffentlichkeit der Verwaltung“, später dann in Arbeiten zur „Neuen Verwaltungsrechtswissenschaft“ und zu einem Konzept der Klugheit des Entscheidens werde Scherzbergs Sicht auf das Recht und die Rechtswissenschaft deutlich. Während er auf der einen Seite die Rechtswissenschaft unermüdlich der Herausforderung aussetze, ihre Instrumente, Konzepte und Entscheidungsprogramme einem interdisziplinären Gesellschaftstheoriediskurs gegenüber anschlussfähig zu halten, zielten seine Arbeiten auf der anderen Seite darauf ab, Maßstäbe für die Nutzung von Recht als Handlungsnorm,als Anleitung zur Auswahl von Gestaltungsalternativen zu entwickeln. Dem Glauben an eine immer weiter getriebene und auch angesichts der eigenen Widersprüche noch zuversichtlichen Rationalität erteile er dabei eine deutliche Absage. Stattdessen gehe es ihm um Klugheit: um die Fähigkeit zur Orientierung in einer Welt, in der - auch innerhalb des Rechts - vielfach vorgegebene Maßstäbe fehlen und die Begrenztheit der Leistungskraft des vernunftgemäßen Denkens unhintergehbar geworden ist.

Zumbansen hob vielfältige Bezüge des Werkes Scherzbergs zu gegenwärtigen wissenssoziologischen, psychologischen, organisationswissenschaftlichen und wirtschaftswissenschaftlichen Forschungen hervor und unterstrich, wie sehr die hier wie dort betriebene Relativierung von trügerischen Anfangsgewissheiten,hergebrachten Prämissen und Rationalitätsvorstellungen heute eine Grundbedingung gerade auch des juristischen Denkens und Handelns werden müsse. Scherzberg, dessen Forschungen nicht zuletzt der Erschließung dieser jenseits der tradierten Disziplingrenzen liegenden Wissenssphären gelte, habe eine reflexions- und anwendungsorientiert verstandene Rechtswissenschaft nachhaltig bereichert.

Pressemitteilung als PDF

Nähere Informationen / Kontakt:
Prof. Dr. Arno Scherzberg
Tel.: 0361 / 737-4761
E-Mail: arno.scherzberg@uni-erfurt.de

Universität Erfurt
Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Nordhäuser Straße 63
99089 Erfurt
Tel.: 0361 / 737-5021

Nach oben

Frankfurter Allgemeine Zeitung hoch zwei: Prof. Dr. Gerhard Wegener debattiert und wird diskutiert.

Gleich zweimal findet sich Prof. Dr. Gerhard Wegner, Inhaber des Lehrstuhls für Institutionenökonomie und Wirtschaftspolitik, derzeit auf den Seiten der FAZ. Zuerst mit seinem Buch Political Failure by Agreement. Am 22. Juni wurde das wirtschaftswissenschaftliche Buch in der Printausgabe der FAZ besprochen. 

Wegner beteiligte sich aber auch als Autor an einer wissenschaftlichen Diskussion mit seinen Kollegen Nils Goldschmidt, Michael Wohlgemuth und Joachim Zweynert. Ihm Rahmen des Beitrags gingen die vier Fachmänner verschiedener Disziplinen der Frage nach: Was ist und was kann Ordnungsökonomik? Die Artikel sind auf dem Online Portal der FAZ zugänglich.

Navigation

Werkzeugkiste

Nutzermenü und Sprachwahl