Universität Erfurt

Alexander Weyand

Als ich im Wintersemester 2001 mein Studium in Erfurt begonnen hatte, entschied ich mich für den interdisziplinär ausgerichtete Studiengang Staatswissenschaften mit den Schwerpunkten Rechtswissenschaft und Sozialwissenschaft (Nebenfach: Geschichtswissenschaften), der in dieser Form in Deutschland einmalig ist.

Als Nicht-Thüringer war ich von Beginn an überaus angetan von der schönen Studienumgebung und den vergleichsweise geringen Lebenshaltungskosten (geringe Miete, keine Studiengebühren). Sehr positiv fiel mir in Erfurt schnell die gute Verkehrsanbindung in die Stadt sowie die verkehrsfreie und sehr schöne Innenstadt mit ihren zahlreichen, teilweise sehr „urigen“ Bars und Kneipen auf. Zudem bietet die Umgebung zahlreiche Optionen der Freizeitgestaltung, insbesondere auch für naturverbundene Menschen; namentlich die vielen Wandermöglichkeiten zu Fuß oder mit dem Fahrrad (Thüringer Wald / „Rennsteig“) sowie die Ausflugmöglichkeiten zu einigen schönen Seen und Burgen (Wartburg /“die drei Gleichen“).

Über das Studium im Speziellen kann ich ebenfalls nur positives berichten: Nach einer gewissen „Selbstfindungsphase“ der jungen Universität, hat sich mittlerweile ein sinnvolles und gut strukturiertes Bachelor-/ Masersystem herausgebildet. Das Studiensystem der Uni Erfurt lässt eine individuelle Gestaltung des Studiums zu. Schon von Beginn an ist es möglich, neben den Pflichtfächern zahlreiche Wahlpflichtfächer zu belegen und so dem Studium eine „eigene Note“ zu verleihen. Das Studium Fundamentale, das interdisziplinär ausgerichtete Wahlpflichtkurse für alle Studierenden vorsieht, ermöglicht dem Studenten auch mal „über den Tellerrand hinaus zu schauen“; zudem kann man in praxisrelevanten Kursen (sog. Berufsfeld) Erfahrungen für das spätere Berufsleben sammeln. Besonders gefallen hat mir die Betonung des wissenschaftlichen Arbeitens seitens der Universität: Schon von Beginn an wird man „trainiert“, wissenschaftliche Texte eigenständig zu verfassen und selbstständig Quellenrecherche zu betreiben.
Der Studienalltag in Erfurt wird dabei positiv unterstrichen durch eine familiäre Atmosphäre in den Seminaren (selten „Massenveranstaltungen“), eine individuelle Betreuung der Studenten (Tutorensystem) sowie dem internationalen „Einschlag“ der Universität (arbeiten in englischer Sprache, Kontaktpflege mit ausländischen Universitäten und gute Praktikummöglichkeiten im Ausland).

Aufgrund meiner äußerst positiven Erfahrungen mit dem Studienort Erfurt im Allgemeinen und der Universität im Speziellen, habe ich mich entschlossen, nach meinem Erstabschluss (Bachelor) auch den Master in Erfurt zu absolvieren, den ich dieses Sommersemester abschließe. Ich kann das Studium in Erfurt jedem - insbesondere auch den Abiturienten in den alten Bundesländern - wärmstens empfehlen.


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