Universität Erfurt

Annika Frisch

Von 2001 bis 2004 habe ich im Hauptfach Staatswissenschaften (Recht- und Sozialwissenschaften) und im Nebenfach Kommunikationswissenschaften an der Uni Erfurt studiert und mit dem BA abgeschlossen. Während dieser Zeit habe ich ein Semester am Institut d'Etudes Politiques (IEP) in Lyon studiert.

Rückblickend bin ich mit meinem Studium in Erfurt sehr zufrieden. Vor allem das Konzept der Staatswissenschaften ist in Deutschland einmalig und war der Grund, weshalb ich mich für Erfurt entschieden habe. Vor allem in den Rechtswissenschaften bestanden die ersten beiden Semester fast ausschließlich aus Pflichtveranstaltungen, was anfangs etwas befremdlich war, die sich aber dann als notwendige Grundlage für das weitere Studium erwiesen. Das etwas eingeschränkte Angebot in den Rechtswissenschaften konnte zum Ende meines Studiums zum Glück ausgebaut werden. Mit meinen anderen beiden Fächern war ich auch sehr zufrieden, vor allem war die Möglichkeit des hohen Praxis-/Empiriegehalts in der Kommunikationswissenschaft auflockernd und ergänzend zu den manchmal etwas zähen Rechts-Veranstaltungen. Begrüßenswert finde ich auch das Konzept der Berufsfeld-Veranstaltungen, vor allem, dass in diesem Bereich auch Sprachkurse eingebracht werden können.

Einen wertvollen Ansatz verfolgt auch das StuFu, jedoch muss man an diesem Punkt meiner Meinung nach ein bisschen aufpassen: Mit Kern- und Ergänzungsbereich in den Staatswissenschaften plus einem Nebenfach plus StuFu läuft man leicht Gefahr, zu viel nebeneinander und nichts richtig und tiefgehend zu studieren.
Wünschenswert fände ich auch eine bessere Koordination und Aufeinanderbezugnahme der verschiedenen Staatswissenschaften untereinander, so dass auch schon im BA eine erste Schwerpunktsetzung möglich wird, wie man es etwa in der französischen Science politique erlebt.

Einen Auslandsaufenthalt kann ich jedem Staatswissenschaftler nur ans Herz legen; die Uni Erfurt verfügt über viele gute Partneruniversitäten, so dass diese Chance genutzt werden sollte.
Abschließend möchte ich noch das Mentorensystem an der Uni Erfurt hervorheben, jenachdem was man selber daraus macht, eine wichtige und gute Stütze!

Nach meinem BA 2004 habe ich sofort einen viersemestrigen Master in European Studies an der Universität Hannover angeschlossen, im Moment bin ich im dritten Semester und bereite die Abschlussarbeit vor. Über die Grundlagen, die ich in Erfurt erhalten habe, bin ich sehr dankbar und merke, dass wir im Vergleich mit MA-/Diplom-Absolventen keine Defizite aufweisen und da auch nach nur sechs Semestern Studium ganz gut mithalten können. :-)

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