Universität Erfurt

Studienstätte Protestantismus

Bibliotheca Gerhardina

Johann Gerhard: Manuskript der "Meditationes sacrae" von 1603/4. FB Gotha, Chart B 894, 2r.

Die Theologen Johann Gerhard (1582-1637) und Johann Ernst Gerhard (1621-1668) prägten das Bild der lutherischen Orthodoxie im 17. Jahrhundert wesentlich mit. Bekannt sind die zahlreichen erbaulichen Schriften sowie die neubändige Ausgabe der "Loci theologici" des Johann Gerhard. Sein Sohn erwarb sich große Verdienst in den orientalischen Sprachen. Die vielfältigen Interessen der Gerhards führten zu einer breit angelegten Universalbibliothek, die alle damaligen Wissenschaftsbereiche umfasste. Sie wurde 1678 für die herzoglichen Sammlungen in Gotha erworben und enthielt über 6.000 Einzeltitel, von denen heute noch über 4.000 im Bestand nachweisbar sind. Mit dem Ankauf dieser bedeutenden protestantischen Gelehrtenbibliothek der Frühen Neuzeit ist ferner der 203 Bände umfassende handschriftliche Nachlass der Gerhards in den herzoglichen Bestand übergegangen. Er setzt sich aus den umfangreichen Korrespondenzen der Gerhards, ihren theologischen Werkmanuskripten, Lebensdokumenten sowie von ihnen angelegten Briefsammlungen des 16. Jahrhunderts, aber auch aus juristischen, medizinischen, philosophischen, philologischen, historischen und naturwissenschaftlichen Texten zusammen .

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