University of Erfurt

Ab dem Wintersemester 2011/2012 ist es nur noch möglich, sich in den neuen Master-Staatswissenschaften einzuschreiben.

MA-Soziologie

Regelstudienzeit

4 Semester

Studienabschluss     

akademischer Grad: "Magistra Artium" bzw. "Magister Artium"
(engl.: Master of Arts / Abk.: M.A.)

Zugangsvoraussetzungen     

Allgemeine Zugangsvoraussetzungen:
  • abgeschlossenes Hochschulstudium mit einer Regelstudienzeit von mindestens sechs Semestern
Programmbezogene Zugangsvoraussetzungen:
  • guter BA-, MA- oder Diplomabschluss eines einschlägigen Studiengangs; Studienleistungen in den Sozialwissenschaften im Umfang und Intensität eines Baccalaureus (BA)-Studiums mit der Hauptstudienrichtung Sozialwissenschaften im Sinne der Prüfungsordnung für den Baccalaureus-Studiengang der Universität Erfurt in den Staatswissenschaften; für Studierende mit einem Abschluss einer anderen Hochschule gelten entsprechende Anforderungen.

Zulassungsbeschränkung (NC)

keine

Studienbeginn

nur zum Wintersemester

Profil des MA-Studiengangs

Die Staatswissenschaftliche Fakultät bietet mit Beginn des Wintersemesters 2006/07 den Magister-Studiengang Soziologie - Sozialer Wandel, Institution, Organisation an. Er wurde durch die Qualitätssicherungsagentur ACQUIN akkreditiert. Das Magister-Programm Soziologie baut auf dem Baccalaureus (BA)-Studium auf, ist forschungsorientiert ausgerichtet und bietet eine wissenschaftliche Ausbildung. Ziel des Magister-Studiengangs ist es, die Studierenden in die Lage zu versetzen, zentrale soziologische Themen und Methoden zur Analyse von Prozessen des sozialen Wandels zu verwenden. Im Rahmen dieses Studiengangs wird innerhalb und außerhalb der Staatswissenschaftlichen Fakultät eine Zusammenarbeit mit den Rechtswissenschaften, der Volkswirtschaftslehre, der zur Fakultät gehörenden Erfurt School of Public Policy sowie den Ge-schichtswissenschaften realisiert.

Ziel des Studienganges

Ziel des Magister-Studiengangs Soziologie ist es, soziologische Kenntnisse sowie Qualifikationen in einem interdisziplinären Rahmen zu vertiefen. Das forschungsorientierte Studium vermittelt zentrale soziologische Theorien und Methoden sowie analytische Kompetenzen insbesondere auf dem Gebiet der Analyse sozialen Wandels. Die Studierenden sollen dazu befähigt werden, Prozesse sozialen Wandels vergleichend zu analysieren. Das Studium bereitet die Studierenden damit auf anspruchsvolle berufliche Aufgaben im Bereich der universi-tären und außeruniversitären Sozialforschung vor sowie auf Tätigkeiten in Organisationen, die sich einerseits wissenschaftlich mit Prozessen des Wandels beschäftigen oder die andererseits unter Bedingungen dieses Wandels operieren. Der erfolgreiche Abschluss des Studiengangs Soziologie ermöglicht seinen Absolvent/innen auch ein Dissertationsvorhaben an einer anderen Hochschule oder in einem der am Max-Weber-Kolleg der Universität Erfurt angebotenen Disziplinen (neben Rechts- und Wirtschaftswissenschaft, Geschichte, auch Soziologie) zu verfolgen.

Inhalt und Aufbau des Studiums

Die viersemestrige Regelstudienzeit des Magister-Studiengangs Soziologie umfasst eine dreisemestrige Stu-dienphase und ein Semester zur Erstellung der Magisterarbeit.
Das Studium gliedert sich in drei sozialwissenschaftliche Bereiche:

1. Theoretische Grundlagen

In diesem Bereich werden vertiefte Kenntnisse sozialwissenschaftlicher Theorien vermittelt, die für eine sorgfältige und differenzierte Analyse von Prozessen sozialen Wandels notwendig sind. Es wird die Relevanz von Interdependenzen zwischen Akteuren, Organisationen und Institutionen als Rahmenbedingungen sozialen Handelns erarbeitet.
Das Modul Theorien sozialen Wandels stellt die verschiedenen soziologischen Wandlungstheorien und deren empirisch-historische Plausibilität vor. Im Modul Theorien der Weltgesellschaft und der Globalisierung erwerben die Studierenden die Fähigkeit, unterschiedliche Ansätze zur Analyse eines globalen Strukturzusammenhangs und von Globalisierungsprozessen zu vergleichen. Das Modul Mikro-Meso-Makro vermittelt Kompetenzen zur Analyse von Interdependenzen zwischen sozialen Akteuren auf unterschiedlichen soziologischen Analyseebenen. Die Module zu Institutionentheorien führen in die spezifische Akteur- und Institutionenperspektive sowie die der Aushandlung zwischen Akteuren in internationalen Institutionen ein. Das Modul Organisationstheorie behandelt theoretische Konzepte der Organisation.

2. Methoden der empirischen Sozialforschung

Die Fähigkeit zur eigenständigen Planung und Durchführung sozialwissenschaftlicher Forschungsprojekte steht in diesem Bereich im Mittelpunkt, wobei qualitative und quantitative Verfahren der Datenerhebung und -auswertung Berücksichtigung finden.
Die Module Quantitative Methoden und Qualitative Methoden vermitteln die Grundlagen für die eigenständige Anwendung der gelehrten Methoden. Im Rahmen des Pflichtmoduls Empirisches Forschungspraktikum führen die Studierenden eine sozialwissenschaftliche Studie durch. Das Modul Forschungskolloquium begleitet die Magisterarbeit und vermittelt Kenntnisse über Anlage und Durchführung sozialwissenschaftlicher Forschungsprojekte bis hin zur Präsentation und Diskussion deren Ergebnisse. Die Module der Makrosoziologische Vergleich und Vertiefung Methoden und Methodologie vertiefen spezifische Methodenkenntnisse.

3. Prozesse sozialen Wandels

Im Bereich Prozesse sozialen Wandels beschäftigen sich die Studierenden konkret mit unterschiedlichen inhaltlichen Formen sozialen Wandels, wobei das Angebot an Modulen vor allem auf drei Bereiche fokussiert wird: Zum einen werden für verschiedene institutionelle Felder moderner Gesellschaften (Religion, Staat, Wirtschaft) ausgewählte Fragen des sozialen Wandels detailliert bearbeitet. Zum anderen wird die Diskussion über die Veränderung der raum-zeitlichen Strukturen moderner Vergesellschaftungsformen, die häufig unter Begriffe wie Transnationalisierung, Globalisierung oder Weltgesellschaft firmiert, in einer Reihe von Modulen aufgenommen (z.B. Geschlechterpolitik der Europäischen Union, Markt und Staat im Globali-sierungsprozess, Globalität - Lokalität). Des Weiteren wird auch die Relevanz des organisatorischen Wandels in einem Modul berücksichtigt.

Module des Magister-Programms Soziologie im Überblick:


Studienbereiche


ModulnummerTheoretische GrundlagenMethoden der empirischen SozialforschungProzesse sozialen Wandels
1Theorien sozialen WandelsQuantitative MethodenKonflikte in modernen Gesellschaften
2Mikro-Meso-MakroQualitative MethodenReligiöser Wandel in modernen Gesellschaften
3Theorien sozialen HandelnsVertiefung Methoden und MethodologieFunktionswandel des Nationalstaats
4Theorien der Weltgesellschaft und der GlobalisierungDer makrosoziologische VergleichEntstehung und Wandel von Demokratien
5InstitutionentheorieEmpirisches ForschungspraktikumEuropäische Gesellschaften
6Akteure und Institutionen in den Internationalen Beziehungen-Organisationaler Wandel
7Verhandlung, Mediation, Kommunikation-Institutionen der Marktwirtschaft I und II
8Organisationstheorie-Geschlechterpolitik der Europäischen Union/European Gender Policy
9--Markt und Staat im Globalisierungsprozess
10--Globalität - Lokalität
11--Internationale Ökonomie I

 

 

Überblick über den Studienverlauf im Magister-Programm Soziologie:

 


Studienbereiche (90 LP)

Semester      Theoretische Grundlagen (mindestens 18 LP)Methoden der empirischen Sozialforschung (mindestens 21 LP)Prozesse sozialen Wandels (mindestens 18 LP)

1Mindestens zwei von folgenden vier Wahlpflichtmodulen:
  • Theorien sozialen Wandels
  • Mikro-Meso-Makro
  • Theorien der Weltgesellschaft und der Globalisierung
  • Institutionentheorie
und Auswahl aus dem Modulangebot in diesem Bereich


Pflichtmodule:
  • Quantitative Methoden
  • Qualitative Methoden
  • Empirisches Forschungspraktikum
und Auswahl aus dem Modulangebot in diesem Bereich


Auswahl aus dem Modulangebot in diesem Bereich


2
3
4Erstellen der Magisterarbeit (30 LP)


 

 

Prüfungs- und Leistungspunktesystem

Die Magisterprüfung besteht aus studienbegleitenden Lehrveranstaltungsprüfungen, die in den Lehrveranstal-tungen der obligatorischen und der gewählten Studienbereiche abzulegen sind, zuzüglich der Magisterarbeit. Für jede Lehrveranstaltungsprüfung gibt es eine Lehrveranstaltungsnote. Durch bestandene Lehrveranstaltungsprüfungen wird der studien- und prüfungsrelevante Arbeitsaufwand in Leistungspunkten (LP) nach-gewiesen.
Für einen erfolgreichen Abschluss des Magister-Programms Soziologie sind in der Studienphase (1. - 3. Semes-ter) 90 LP sowie durch die Magisterarbeit (4. Semester) 30 LP, insgesamt also 120 LP zu erwerben.

Magisterarbeit

Im Magister-Studiengang Soziologie ist eine Magisterarbeit zu einer Problemstellung aus dem Bereich der Soziologie selbständig zu entwickeln und zu bearbeiten. Ein Forschungskolloquium begleitet die Erstellung dieser Magisterarbeit. Die Arbeit ist in deutscher oder englischer Sprache zu verfassen.
Sprachanforderungen
Es werden keine speziellen Sprachkenntnisse verlangt, jedoch sind für ein Studium der Soziologie gute englische Sprachkenntnisse erforderlich. Ein Teil der Lehrveranstaltungen findet in englischer Sprache statt.

Auslandaufenthalt

Die Universität Erfurt unterhält zahlreiche Kooperationsverträge mit ausländischen Hochschulen, so dass für die Studierenden die Möglichkeit eines Studienaufenthalts an einer Universität außerhalb der Bundesrepublik Deutschland besteht.

Navigation

Toolbox

User menu and language choice