Auswandererbriefe

Umfang, Inhalt und Geschichte der Sammlung

Die Forschungsbibliothek Gotha bewahrt rund 11.130 Auswandererbriefe auf, die im Original oder als Kopien vorliegen. Die Briefe wurden von deutschen Nordamerika-Auswanderern im Zeitraum zwischen 1820 und 1990 an ihre Familien und Freunde in der Heimat geschrieben. Zur Sammlung gehören auch 18 Tagebücher, Chroniken und Reiseberichte mit mehr als 100 Seiten.

Die Bibliothek bewahrt zusätzlich Transkriptionen für etwa 10.000 dieser Briefe auf und stellt rund 2.000 Kopien von gedruckt erschienenen Auswandererbriefen sowie über 4.000 Nachweise weiterer gedruckter Briefe zur Verfügung. Nachweise werden von Auswandererbriefen in den Landes-, Regional- und Lokalarchiven der neuen Bundesländer geführt. Für circa 454 Briefserien – eine Serie umfasst drei oder mehr Briefe eines Schreibers / einer Schreiberin – werden ausführliche biographische Daten und Informationsmaterial zum Heimatort und zum amerikanischen Wohnort der Auswanderer angeboten.

Insgesamt sind etwa 25.000 Seiten Kontextmaterial aus Archiven und Privathand sowie Material zu weiteren Aspekten der deutschen Amerika-Auswanderung in der Forschungsbibliothek Gotha verfügbar. Gerne stellt die Bibliothek Lehrmaterial für das Thema „Auswanderung“ im Schulunterricht bereit.

Recherche und Benutzung

Findhilfen
Weitere Informationen zur Sammlungsgeschichte auf der Homepage von Frau Prof. Lehmkuhl.

Benutzung
Die Auswandererbriefe können nach Voranmeldung im Sonderlesesaal eingesehen werden.
Hinweise zu Benutzung und Recherche der Auswandererbriefsammlung

Kontakt

Wissenschaftliche Betreuung:

Prof. Dr. Ursula Lehmkuhl, Universität Trier
lehmkuhl@uni-trier.de

Recherchen und Digitalisierungsaufträge:

Wissenschaftlicher Referent "Orientalische Handschriften und Auswandererbriefe"
Forschungsbibliothek Gotha (Gotha, Schlossplatz 1)

Projekte:

PD Dr. Monika E. Müller
Leiterin der Abteilung Sammlungen und Bestandserhaltung
Forschungsbibliothek Gotha (Gotha, Schlossplatz 1)