Handschriften der Neuzeit

Inhalt, Umfang und Geschichte der Sammlung

Um 1800 zählte die Hofbibliothek zu den weithin bekannten fürstlichen Bibliotheken des protestantischen Kulturraums. Nach Erlöschen des Herzoghauses Sachsen-Gotha-Altenburg 1825 wurde die Bibliothek als Gothaer Bibliothek des Herzogtums Sachsen-Coburg und Gotha weitergeführt.

Die Bibliothek konnte im 19. Jahrhundert allerdings nicht mehr am universal angelegten Ausbau der Bestände festhalten. Die Zeitumstände und Sammlungsbedingungen hatten sich geändert, man war nun mit einer steigenden Literaturproduktion bei gleichzeitig ungenügender finanzieller Ausstattung konfrontiert. Neuerwerbungen fanden fast nur noch im Bereich geisteswissenschaftlicher Literatur statt.

Zum Nachlassen der Bedeutung der Bibliothek in der Folgezeit trugen mehrere Faktoren bei: So wurden zahlreiche Werke veräußert, während des Zweiten Weltkrieges Spitzenstücke der Sammlung nach Coburg verbracht und 1946 die Herzogliche Sammlung nahezu vollständig in die Sowjetunion abtransportiert. Die Gothaer Bibliothek wurde in der DDR weitgehend als „abgeschlossene Sammlung“ verstanden.

Heute ergänzt die Forschungsbibliothek ihre Bestände, die im Handschriftenbereich bis auf die Spitzenstücke wieder zurück nach Gotha kamen, entsprechend ihrem Sammlungsprofil.

Recherche und Benutzung

Kataloge und Recherchetools

Benutzung
Handschriften können nach Voranmeldung im Sonderlesesaal eingesehen werden.

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Kontakt

Leiterin der Abteilung Sammlungen und Bestandserhaltung
(Forschungsbibliothek Gotha (FBG))
Forschungsbibliothek Gotha (Gotha, Schlossplatz 1)