Dr. des. Thomas Schader

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Doktorand (Forschungszentrum Gotha)

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Forschungszentrum Gotha der Universität Erfurt (FZG)
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Assoziierter Fellow (Max-Weber-Kolleg für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien)

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Dr. des. Thomas Schader

Curriculum Vitae

2009
Abitur am Allgäu-Gymnasium Kempten

2010–2016
Studium der Geschichtswissenschaft, Hispanistik und Pädagogik an der  Universität Tübingen

2016–2018
Doktorand am Seminar für Neuere Geschichte der Universität Tübingen (Prof. Dr. Renate Dürr) und Projektassistent bei der Stiftung Weltethos

2018–2021
Christoph-Martin-Wieland-Stipendiat im Nachwuchskolleg „Wissensgeschichte der Neuzeit“ am Forschungszentrum Gotha der Universität Erfurt (Prof. Dr. Martin Mulsow)

Juli 2021
Verteidigung der Dissertation mit dem Titel: „Zwischen Differenz- und Kontingenzerfahrung: zentraleuropäische Jesuitenmissionare auf der Schwelle nach Übersee (1660–1760)“

seit Juli 2021
Associate Fellow in der Kolleg-Forschungsgruppe „Religion and Urbanity. Reciprocal Formations“ (FOR 2779) am Max-Weber-Kolleg sowie Mitglied im DFG-Forschungsnetzwerk "Grenzgänger im »Paraquarischen Blumengarten«. Jesuiten zentraleuropäischer Provenienz und die Reduktionen Paraguays im 17. und 18. Jahrhundert"

Forschungsschwerpunkte

  • Missions- und Globalgeschichte
  • Geschichte Lateinamerikas

Projektbeschreibung

Urbane Frömmigkeit zwischen Resonanz und Dissonanz. Sevilla und Lissabon aus der Perspektive deutscher Jesuiten

Sevilla und Lissabon waren in der Neuzeit bedeutende Zentren des iberischen Barockkatholizismus. Wer in diese Städte kam, zeigte sich nicht selten verwundert über eigentümliche Formen katholischer Frömmigkeit: „Wen gelüstet Wunder zu sehen / der soll nach Sevilien gehen“ – gleiches galt für Lissabon. Die deutschen Jesuiten, die in den Hafenstädten auf ihre Abfahrt in die Missionen Asiens und Amerikas warteten, erstaunte unter anderem die exzessive Heiligenverehrung lokaler Laienbruderschaften und das Ausmaß öffentlicher Bußpraktiken. Ausgehend von archivalischen Selbstzeugnissen werde ich in dem Forschungsprojekt der Frage nachgehen, auf welche Weise die deutschen Jesuiten die urbanen Frömmigkeitsformen in Sevilla und Lissabon rezipierten.

Vorträge

“Waiting Room Andalusia: A Heterotopia of Crisis?” im Rahmen der Winterschool Global Frontiers der Eberhard Karls Universität Tübingen, 15. - 17. 11. 2017, URL:  https://www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-7517?title=global-frontiers&recno=1&q=Global%20Frontiers&sort=newestPublished&fq=&total=34.

„Die Lebenswelt der Jesuitenmissionare in Andalusien“ im Rahmen der Jahrestagung Theater und Pädagogik der Jesuiten des Jesuitica e.V. in Straubing, 16.–17.03.2018, URL: https://www.jesuiten.org/wer-wir-sind/aus-den-archiven/jesuitica-ev/archiv-jahrestagungen/ .

„Warten – eine soziale Praxis im Spannungsfeld von Inklusion und Exklusion. Die Missionare Eusebius Kino S.J. und Philipp Segesser S.J. an der Schwelle nach Übersee.“ im Rahmen der 45. Tagung des Arbeitskreises für historische Kulturlandschaftsforschung in Mitteleuropa e.V. (ARKUM) „Inklusion/Exklusion - Transkulturalität im Raum“, Christian-Albrechts-Universität Kiel, 19.09.-22.09.2018, URL: www.kulturlandschaft.org/Tagungen/arkum-tagung-kiel-flyer.pdf.

„Raumzeitlichkeiten des Wartens: Jesuitenmissionare auf der Schwelle nach Übersee, 1660-1760“ im Rahmen des Workshops „Neue Forschungen zu Räumlichkeit und Zeitlichkeit“ der Erfurter RaumZeitForschung, Erfurt, 11./12.07.2019, URL: www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-8457.

Lehrveranstaltungen & Workshops

Sommersemester 2019:
"Wie lesen? – Geschichts- und literaturwissenschaftliche Zugänge zu Texten" zusammen mit Jessica Maureen Maaßen vom Nachwuchskolleg „Texte.Zeichen.Medien“ der Universität Erfurt (Flyer)
Wintersemester 2021/22:
"Conquista espiritual. Deutsche Jesuiten in Lateinamerika (17./18. Jahrhundert)"

Beiträge/Publikationen

, Wer die Hand am Pflug behält'. Gedanken aus dem Homeoffice, in: Forschen in Gotha. Ein Blog Gothaer Forschungseinrichtungen (Reihe: Forschung zu Corona-Zeiten), 11. Juni 2020, URL: https://www.gotha3.de/forschungsblog/archives/4727 .

Missionare in der Warteschleife: Einblicke in die Lebenswelt deutschsprachiger Überseekandidaten in den andalusischen Hospicios de Indias, 1660–1760, in: Siedlungsforschung: Archäologie – Geschichte – Geographie 37 (2020), Exklusion/Inklusion – Transkulturalität im Raum, S. 101–118.

,Homo tubulentus‘. Der Fall Anton Sepp S. J. (1683-?).“ In: Zeitschrift für Missionswissenschaft und Religionswissenschaft 105 (2021), S. 288–292.

,[…] die mir in warheit recht sbanisch ist vorkommen.‘ Interkulturelle Hermeneutik auf der Schwelle nach Übersee (1749), in: Clio-online. Themenportal Europäische Geschichte (eingereicht).