| Campus Gotha, Forschungsbibliothek Gotha, Forschungskolleg Transkulturelle Studien, Forschungszentrum Gotha, Veranstaltungen

Forschungsbibliothek Gotha lädt am Reformationstag zu einer Sonderführung ein

Die Forschungsbibliothek Gotha der Universität Erfurt lädt am Reformationstag, 31. Oktober, um 14 Uhr erneut alle Interessierten zu einer thematischen Sonderführung durch die historischen Ausstellungsräume im Ostflügel von Schloss Friedenstein ein. Die Führung steht in diesem Jahr unter dem Titel "Luther und die Bibel".

Martin Luthers Bibelübersetzung ist bis heute ein wesentliches Zeugnis der Reformation. Nachdem sich der Wittenberger Reformator auf dem Reichstag zu Worms im April 1521 geweigert hatte, seine Lehren vor Kaiser Karl V. zu widerrufen, begann für ihn eine politisch schwierige, aber theologisch ungemein fruchtbare Zeit. Um ihn aus dem Fokus der politischen Großwetterlage zu nehmen, ließ ihn der sächsische Kurfürst Friedrich der Weise in der Nacht zum 5. Mai 1521 auf der Rückreise nach Wittenberg von bewaffneten Männern festnehmen und auf die Wartburg bei Eisenach bringen. Im Herbst begann Martin Luther auf der Burg, das Neue Testament ins Deutsche zu übersetzen. Als Vorlage diente ihm ein Exemplar der griechischen Bibel des Erasmus von Rotterdam sowie seine eigene lateinische Übersetzung und die Vulgata. Diese Veranstaltung ist der Ausgangspunkt der thematischen Führung durch die historischen Räume der Forschungsbibliothek Gotha, in der die Bedeutung der Heiligen Schrift für den Protestantismus anhand ausgewählter Handschriften und historischer Drucke, insbesondere von Werken der Bibel, dargestellt wird. Die Führung wird von Dr. Hendrikje Carius, Historikerin und stellvertretende Leiterin der Bibliothek, geleitet.

Die Forschungsbibliothek Gotha bewahrt eine herausragende Sammlung von Handschriften, Nachlässen und Autographen zu den geistesgeschichtlichen Grundlagen und der Entstehungsphase der Reformation sowie zu ihrer Wirkungsgeschichte und dem Leben des Protestantismus bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts. Allein die sogenannten Reformationshandschriften aus dem 16. Jahrhundert umfassen 260 Bände mit fast 16.000 Einzeldokumenten.

Bitte beachten Sie: Für die Veranstaltung gilt die "3G"-Regel. Während der Führung muss darüber hinaus ein qualifizierter Mund-Nasenschutz getragen werden. Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen begrenzt. Eine Anmeldung bis zum 29. Oktober wird deshalb dringend empfohlen. Der Eintritt ist frei. Es wird jedoch um eine Spende für den Freundeskreis der Forschungsbibliothek Gotha gebeten.

Link zur Anmeldung

Weitere Informationen / Kontakt:

Wissenschaftlicher Referent Öffentlichkeitsarbeit und Wissenschaftskommunikation
(Forschungsbibliothek Gotha)
Forschungsbibliothek Gotha (Gotha, Schlossplatz 1)
Office hours
nach Vereinbarung
Profile page